Hochsauerländer Grenzwanderer auf „Kolonnenweg“

Wandern am „Monte Kali“

Auch entlang der Autobahn führte die Wanderstrecke.

Die Hochsauerländer Grenzwanderer der SGV-Abteilung Grönebach haben jüngst den sechsten Abschnitt der ehemaligen Innerdeutschen Grenze (ehemalige Zonengrenze) unter die Füße genommen.

Die Grenzwanderung führte etwa 90 Kilometer von Widdershausen, nahe des „Monte Kali“ bei Heringen über den König des Werratales, den Heldrastein, hinunter ins Werratal im Ringgau bei Treffurt.

Beeindruckt war die Gruppe an der ehemaligen Grenzübergangs- und Kontrollstelle bei Herleshausen, an der sie ein Stück entlang der Autobahn wandern musste, und dem Baumkreuz zwischen Ifta und Rittmannshausen, wo 500 Meter des Metallzaunes und des Sperrgrabens erhalten sind. Am Heldrastein befand sich ein Radarturm, von dem aus die Grenze überwacht wurde. Die Radarkuppel dient nun als Konzertmuschel in Großburschla. Der Radarturm wird jetzt „Turm der Einheit“ genannt und bietet einen eindrucksvollen Blick ins Werratal. Damit haben die Grenzgänger des Sauerländischen Gebirgsvereins jetzt 550 von insgesamt 1.493 Kilometern des „Grünen Bandes“ erwandert.

Auf weiten Strecken des „Kolonnenweges“, der in den neuen Bundesländern „Lochplattenweg“ heißt, sind die Betonplatten abgebaut und oft nur noch kümmerlichte Reste von Metallgitterzaun, Mauer und Sperrgraben zu finden. Die Natur erobert sich, langsam aber sicher, alles zurück und so wird der alte „Todesstreifen“ zur „Lebenslinie“ für Menschen, Tiere und Pflanzen.

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