"Extrem hohes Risiko"

Sicherheitsbedenken: Deutsche Doppelsitzer verzichten auf Weltcup in Winterberg

Beim Weltcup in Winterberg werden die Lokalmatadoren Robin Geueke und David Gamm nicht starten - ebenso wie ihre deutschen Teamkollegen Toni Eggert und Sascha Benecken sowie Tobias Wendl und Tobias Arlt.

Winterberg (dpa) - Wegen Sicherheitsbedenken verzichten alle deutschen Doppelsitzer auf ihre Teilnahme am Rodel-Weltcup an diesem Wochenende im sauerländischen Winterberg. Das gaben die Duos Toni Eggert/Sascha Benecken, Tobias Wendl/Tobias Arlt sowie Robin Geueke/David Gamm in den sozialen Netzwerken bekannt. Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) stützt diese Entscheidung. 

"Gewinnen - das ist es, was wir wollen. Aber nicht um jeden Preis", schrieben Eggert und Benecken, die vergangene Woche in Sotschi zum dritten Mal in Folge Weltmeister geworden waren: "Aus unserer Sicht lässt der momentane Eisausbau eine Fahrt im Doppelsitzer nur mit einem weit über das Normalmaß erhöhten Risiko zu. Wir haben es probiert." Wendl und Arlt sehen ein "extrem hohes und somit unkalkulierbares Risiko", Stürze seien "quasi vorprogrammiert". Geueke und Gamm erklärten, die Gesundheit stehe immer im Vordergrund. 

Vom Verband bekamen sie Rückendeckung. "Da ich gerade bei der Bob- und Skeleton-WM in Altenberg bin, kann ich mir vor Ort selbst kein Bild machen", sagte BSD-Geschäftsführer Thomas Schwab der Deutschen Presse-Agentur: "Aber wir haben ein erfahrenes Trainer- und Betreuerteam in Winterberg vor Ort, und sie haben gestern Abend gemeinsam mit den Athleten entschieden, den Weltcupstart abzusagen. Sie haben unser vollstes Vertrauen, und wir als BSD stehen voll und ganz hinter ihrer Entscheidung." - dpa

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