Nach kühlen Phasen schloss dritter Sommermonat mit Hitzewoche

Wetterbilanz für Hallenberg, Medebach und Winterberg: August erneut deutlich zu warm

Zum Monatsende war es teils sehr schwül und gewittrig. Die Gewitterwolken führten an manchen Tage zu farbenfrohen Sonnenaufgängen wie an der Kappe bei Winterberg.

Hallenberg/Medebach/Winterberg - Das Wetter ist im Grunde ein chaotisches System, heißt kurz und knapp: Wiederholungen sind im Grunde purer Zufall. In diesem Sommer war auffallend, dass alle drei Monate lange Zeit recht normal verliefen, dann aber mit Hochsommerwetter endeten. Auch im August war dies so. Insgesamt verlief der Monat deutlich zu warm, zu trocken und er brachte mehr Sonne als üblich. Das ergaben die Messungen und Beobachtungen des „Wetterportal Sauerland“.

Temperatur 

Mit einer Mitteltemperatur von 15,8°C endete auch der August am Kahlen Asten deutlich über den Normalwerten der vergangenen Jahrzehnte. Im Vergleich zur Periode 1961-1990 war er 3,1°C zu warm, zieht man das neuere Mittel 1981-2010 zurate, waren es noch etwa 2°C. Damit komplettierte er einen Sommer, welcher gerade einmal um 0,1°C kühler war als der Sommer 2018 und nach 2003 der drittwärmste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn. Der Monat startete nach den Rekordtemperaturen von Ende Juli gemäßigt. 

An den ersten sieben Tagen des Monats wechselten sich meist Sonne und Wolken miteinander ab, Regenschauer und kurze Gewitter traten wenn überhaupt nur während der Abend- und Nachtstunden auf. Etwa zwischen dem 8. und 18. August folgte dann eine insgesamt unbeständigere und auch kühlere Periode. In höheren Lagen schwankten die Temperaturen oft nur zwischen 15 und 17°C, in den Tälern wurde die 20°C-Marke dann aber doch noch erreicht. Der 19. August bildete den Auftakt zum sommerlichen Monatsfinale. Von diesem Tag an reihten sich zahlreiche sonnige und trockene Tage aneinander. Die Temperaturen mussten sich von der Abkühlung zur Monatsmitte allerdings erst noch erholen. So waren die Nächte zwischen dem 20. und 23. August verbreitet die kühlsten des Monats. 

Knapp 200 Stunden Sonne

An der Ruhrquellenhütte, wo in klaren und windstillen Sommernächten fast immer die tiefsten Temperaturen des Sauerlandes gemessen werden, lag der Tiefstwert bei frischen 0,5°C. Nur vier Tage später erreichten die Temperaturen dann aber schon die monatlichen Spitzenwerte in die andere Richtung. So erreichte Winterberg am 26. August 28,7°C, Medebach kam einen Tag später auf 31,9°C. Hier wurde noch an drei Tagen die Hitzemarke von 30°C überschritten. 

Niederschlag 

Wie bereits im Juni und Juli war auch der August ein trockener Monat. Meist kamen zwischen Winterberg, Medebach und Hallenberg 40 bis knapp 60 Liter pro Quadratmeter vom Himmel. An der Wetterstation in der Hasenkammer in Medebach waren es beispielweise 52 Liter, auf dem Kahlen Asten etwas weniger mit 46 Liter. Normal sind hier in einem August 103 Liter. Insgesamt schloss der Sommer 2019 damit wieder einmal deutlich zu trocken und örtlich kamen nur wenige Liter mehr zusammen als im Trockensommer 2018. Damals waren aber von Februar bis November alle Monate deutlich zu trocken, in diesem Jahr sind zumindest März und Mai recht nass verlaufen. 

Wind 

In Sachen Wind war wieder nicht Aufregendes zu vermelden. Interessant waren zwei Samstage, der 10. und der 17. August. An beiden Tagen wehte der Wind recht kräftig, am 10. August allerdings im Zusammenspiel mit viel Sonnenschein, ein recht seltenes Ereignis. Die Spitzenböen des Monats schwankten meist um 50 km/h und lagen damit meist im Bereich der steifen Brise. 

Sonne 

Die Sonne zeigte sich wieder einmal von ihrer besten Seite. Mit knapp 200 Stunden zeigte sie sich rund 25 Stunden länger als üblich. Nimmt man Juni und Juli hinzu, landete der Kahle Asten letztendlich bei 658 Sommersonnenstunden. Gerade einmal drei Stunden weniger als im Sommer 2018.

Weitere Infos:

www.wetter-sauerland.de

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