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Wetterbilanz für Hallenberg, Medebach und Winterberg: Nach kaltem Start kam im Mai der Sommer

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Warme Luft aus dem Mittelmeerraum sorgte für ein „Explodieren“ der Natur – perfekt für einen Spaziergang.

Hallenberg/Medebach/Winterberg. Der Mai war ein zu warmer Monat mit zwei allerdings sehr unterschiedlichen Hälften. Die Regenmengen erreichten zum elften Mal in den vergangenen zwölf Monaten nicht den langjährigen Mittelwert. Die Sonne zeigte sich etwas länger als üblich. Das alles ergaben die Berechnungen und Beobachtungen des Wetterportals Sauerland. Für die Kurier -Leser eine detaillierte Wetterbilanz:

Temperatur 

Mit einer mittleren Temperatur von 11,0 Grad war der Mai 2,8 Grad wärmer als in der Periode 1961 bis 1990 – nimmt man den Zeitraum 1981 bis 2010 zum Vergleich, so beträgt die Abweichung noch 1,9 Grad. Wärmer war ein Maimonat mit 11,5 Grad zuletzt 2008. Der Monat begann kühl, die Maiwanderungen verliefen weitgehend trocken. Dann folgten einige eher herbstliche Tage. So mischte sich am 2. Mai sogar etwas Schnee in die Regenschauer. Zum Ende dieser Periode brachten die Nächte zum 9. und zum 10. Mai verbreitet Frost. Auf den Bergen wurde der Gefrierpunkt nur knapp unterschritten (Pastorenwiese, Neuastenberg, Altastenberg jeweils -0,1 °C), in den Tallagen gab es dagegen oft mäßige Fröste (Medebach -4,8°C, Ruhrquelle -6,5 °C). 

Ab Monatsmitte drehte der Wind immer mehr auf Süd und brachte warme Mittelmeerluft ins Sauerland. Bereits am 17. Mai gab der Sommer mit 22 Grad auf dem Kahlen Asten und bis zu 27 Grad in den Tälern ein erstes Stelldichein. Die Natur, die sich in der kalten Luft zum Monatsbeginn eine Pause gönnte, breitete sich nun vollständig aus. Zum Monatsende war es vielen bereits wieder zu warm. 27,2 °C zeigte das Thermometer am drittletzten Monatstag am Kahlen Asten, wärmer war erst ein einziger Maitag im Jahr 2005. In Medebach wurde mit 31,1 °C sogar ein Hitzetag registriert. 

Nicht mehr als ein laues Lüftchen 

Niederschlag 

Wie in allen bisherigen Monaten dieses Jahres hielten sich Niederschläge deutlich zurück. So kamen auf dem Kahlen Asten 59, in Neuastenberg 56, in Winterberg 50 und in Medebach 36 Liter Regen vom Himmel. Das sind Mengen, die nur etwa 60 bis 70 Prozent der normalen Werte ausmachen. Der mit großem Abstand regenreichste Tag war der 19. Mai, der verbreitet zwischen 20 und 25 Liter Regen brachte. Danach blieb es verbreitet trocken oder es fielen nur noch wenige kurze Schauer. 

Gewitter zogen am 28. und am 30. Mai über Teile des Sauerlandes. Getroffen wurden vor allem die Orte nördlich der Ruhr oder auch in den westlichen Teilen des Sauerlandes. Rund um Winterberg, Medebach und Hallenberg war an diesen Tagen zwar Donnergrollen zu hören, mehr passierte aber nicht. 

Sonne 

Rund 195 Stunden zeigte sich die Sonne rund um den Kahlen Asten – dieser Wert liegt knapp 10 Prozent über den Normalwerten. Den größten Beitrag brachte die zweite Monatshälfte, allein das Wochenende rund um Christi Himmelfahrt brachte es auf ganze 50 Sonnenstunden. Dagegen zeigte sich die gelbe Kugel an den ersten acht Tagen nur für zehn Stunden. 

Wind 

Der Wind hielt sich aufgrund fehlender Tiefdruckgebiete und Gewitterböen zurück. 56 km/h auf dem Kahlen Asten und 42 km/h in Winterberg und an der Pastorenwiese sind als Maximalwerte ausgesprochen niedrige Zahlen. Die mittlere Windgeschwindigkeit in Medebach war mit 3,6 km/h nicht mehr als ein laues Lüftchen.

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