280 Stunden blauer Himmel und kaum Regen

Wetterbilanz für Hallenberg, Medebach und Winterberg: Sonne, Sonne, Sonne im April

Viele ruhige und sonnige Tage erlebten wir in diesem Monat. An einem dieser Tage wurde diese Luftaufnahme gemacht, die die Homberghütte und dahinter das Nuhnetal mit Züschen zeigt.

Hallenberg/Medebach/Winterberg - Wie immer häufiger in den vergangenen 15 Jahren verlief auch dieser April alles andere als wechselhaft. Beständige Hochdruckgebiete brachten extrem trockene Luft mit viel Sonnenschein und nur an vier Monatstagen auch nennenswerten Niederschläge. Dazu war es vor allem in den höheren Lagen wieder einmal deutlich zu mild. Dies ergaben die Messungen und Beobachtungen des Wetterportals Sauerland.

Temperaturen

Nach einem nur leicht übernormalen März geizte dieser April nicht mit Wärme. So lag die Abweichung von den langjährigen Mittelwerten vor allem auf den Bergen deutlich über 3°C, am Rothaarkamm war es auch 4°C wärmer als normal. Der Kahle Asten kam auf ein Mittel von 8,2°C und damit war es 4,7°C wärmer als im Mittel der Jahre 1961-1990. Trotzdem gab es in den vergangenen 15 Jahren noch weitere Vertreter, z.B. 2007, 2009, 2011 und 2018, welche noch ein gutes Stück milder waren. Insgesamt ist der April eindeutig der Monat, in welchem sich die Klimaerwärmung am deutlichsten bemerkbar macht. 

Etwas geringer war die Abweichung in den Tallagen, denn die vielen Hochdruckwetterlage sorgten hier für kalte Nächte. So kamen z.B. das obere Ruhrtal oder auch das Nuhnetal auf 15 Frosttage und mehr. Oberhalb von 600 m wurde der Gefrierpunkt dagegen meist nur zwischen 5 und 10 mal unterschritten. Die absolut tiefste Temperatur des gesamten Monats wurde verbreitet in der Nacht zum 01. April gemessen. So z.B. am Homberg bei Züschen mit -4,9°C. An der Ruhrquellenhütte sackte das Quecksilber auf -10,3°C ab und damit war es kälter als z.B. im gesamten Dezember und Februar. Auf der anderen Seite der Temperaturskala lagen die Höchstwerte an vielen Tagen um 20°C. So kam die Station an der Hasenkammer in Medebach z.B. auf einen Höchstwert von 22,4°C, Winterberg schaffte 20,2°C. Am Kahlen Asten wurde dieser warme Tag, welcher ab 20°C beginnt, mit 18,7°C Maximum für dieses Jahr noch nicht erreicht.

Niederschlag

Schnee, im April eigentlich noch recht üblich, war in diesem Monat nicht mehr zu beobachten. Nur an einem Tag mischten sich wenige Flocken in einen kurzen Schauer. Im Allgemeinen war der Niederschlag ein sehr trauriges Kapitel, denn lediglich an vier Tagen in diesem Monat wurden nennenswerte Niederschläge gemessen. Zum einen am Nachmittag des 18. April, als sich kräftige Schauer und Gewitter bildeten und z.B. in Winterberg 25 Liter Regen in kurzer Zeit brachten. Zum anderen am Monatsende, denn ab dem 28. stellte sich die Großwetterlage auf Westwinde um. Insgesamt erreichte der Kahle Asten noch 61 Liter Niederschlag, 40 mm weniger als üblich gewesen wären. In den anderen Orten des östlichen Sauerlandes lagen die Mengen meist im Bereich von 30-50 Liter. 

Wind

Einen richtigen Sturm gab es in diesem Monat nicht mehr, denn Tiefdruckgebiete vom Atlantik fehlten ja fast vollständig. Bemerkenswert war dagegen die Windrichtung, denn ähnlich wie in der 2. Märzhälfte und vollkommen entgegengesetzt zum Winter kam der Wind meist aus Ost oder Nord. In einer solchen Phase gab es vom 20.-22. April fast schon einen Oststurm. Der Kahle Asten kam am 21. April auf eine Spitzenböe von 73 km/h, in Langewiese waren es mit 69 km/h nur geringfügig weniger. 

Sonne

Während die Rekorde in Sachen Wärme und Trockenheit doch ein Stück entfernt waren, so erreichte die Sonnenscheindauer den Spitzenwert aus dem April 2007 fast genau auf den Punkt. Damals wurden am Kahlen Asten 292 Stunden Stunden festgehalten, in diesem Jahr lag der Wert mit rund 283 nur wenig darunter. Kein Wunder: Allein sieben Tage in diesem Monat verliefen vollkommen wolkenlos, 18 weitere wurden nur durch wenige Schönwetterwolken geprägt.

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