Endlich ausgiebiger Regen

Wetterbilanz für Hallenberg, Medebach und Winterberg: Der Winter konnte im Dezember noch nicht Fuß fassen

Nur ein einziger wirklicher freundlicher Tag prägte den Dezember. Am 28. des Monats konnten man vom Kahlen Asten eine Fernsicht von mehr als 100 Kilometer zum Feldberg im Taunus genießen.

Hallenberg/Medebach/Winterberg. Abgesehen vom Januar waren alle Monate des Jahres 2018 deutlich zu trocken. Der Dezember zeigte sich dagegen allgemein zu nass und die Sonne machte sich sehr rar. Die positiven Temperaturabweichungen setzen sich aber fort und so schloss das 2018 als wärmstes Jahr der Wetteraufzeichnungen. Abgesehen von einigen Schneetagen in höheren Lagen blieb es meist noch grün. Eine detaillierte Wetterbilanz des Wetterportals Sauerland für die Kurier-Leser:

Temperatur 

Während Niederschläge und Sonnenscheindauer also im Dezember einen vollkommen anderen Weg einschlugen wie es die Vormonate taten, zeigten sich die Temperaturen weiterhin in einer milder Spur. So wiesen die Herbstmonate September bis November jeweils eine positive Abweichung von rund 2 Grad auf und der Dezember schloss mit einer Mitteltemperatur von 0,8 Grad und einer Abweichung von 2,5 zum langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990 in ähnlichen Regionen. Genauer betrachtet zeigte sich der Dezember mit großen Unterschieden zwischen milden und kälteren Phasen. So begann der Monat ausgesprochen mild und am 2. des Monats wurden meist die Höchstwerte gemessen. So erreichte der Kahle Asten gut 8, Winterberg 9,5 und Medebach knapp 11 Grad. 

Auch am zweiten Adventswochende sorgte eine feucht-milde Westwetterlage für ähnliche Höchsttemperaturen. Anschließend legten die Temperaturen aber bis zum 3. Advent den Rückwärtsgang ein und kalte Ostwinde drückten die Werte in den Hochlagen bis zum Monatstiefstwert von -7,8 Grad am 16. Dezember. Wie fast schon üblich, kletterten die Temperaturen bis kurz vor Weihnachten wieder deutlich an und das klassische Weihnachtstauwetter setzte wieder ein. Das Fest selbst und die Zeit zwischen den Jahren verlief dann wieder etwas kälter, wirklich winterliche Werte stellten sich aber nicht ein.

Wenig Sonne im Dezember

Niederschlag 

Das Hauptthema des Monats waren aber die erstmals seit Januar wieder ausgiebigen Niederschläge. Zur Freude der ausgetrockneten Böden und leeren Flussläufe und zum Bedauern für viele Wintersportler fielen die 129 Liter pro Quadratmeter in Medebach fast komplett und die 195 Liter auf dem Kahlen Asten zum großen Teil als Regen. Dabei suchten sich die regenreichsten Tage ausgerechnet den 1., 2. und 4. Advent aus und so fielen viele Weihnachtsmarktbesuche ins Wasser. Erst rund um und nach Weihnachten stellten sich dann auch viele trockene Tage ein. Eine Schneedecke war in diesem Dezember nur selten mal Gast im Sauerland. Einzig zwischen dem 11. und 20. Dezember erlebten die Hochlagen eine verschneite Landschaft, die maximale Schneedecke blieb mit 14 cm auf dem Kahlen Asten aber weit hinter den Durchschnittswerten zurück. In der Medebacher Bucht blieb es abgesehen von einem weißen Hauch sogar vollständig grün. Die Weihnachtstage zeigten oberhalb von 700 Meter Höhe eine dünne weiße Überzuckerung. Der in der kalten Periode produzierte Maschinenschnee sicherte aber den Skispaß auf den Pisten.

Sonne 

Während die Sonne im Jahr 2018 quasi ein Dauergast im Sauerland war, zeigte sie sich im Dezember nur selten. Einzig der 28. Dezember konnte als ein wirklich freundlicher Tag bezeichnet werden, denn an diesem Tag zeigt sich die gelbe Kugel rund sieben Stunden lang. Insgesamt waren es am Monatsende 14 wolkenfreie Stunden, wesentlich mehr als im rekordtrüben Dezember 2017 (drei Stunden), aber doch kaum die Hälfte des normalen Dezemberwertes (40 Stunden).

Wind 

In Sachen Wind waren die regnerischen Zeiten auch die stürmischsten. So erreichten die heftigsten Böen am 9. und am 21. Dezember bis 98 km/h, was Windstärke 10 entspricht. Ein wirklicher Herbststurm war also nicht dabei, trotzdem zehrten die Winde teils heftig an Bäumen und Gebäuden.

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