Regen, Sonne, von grau-grün bis schneeweiß

Wetterbilanz: Januar hatte in Hallenberg, Medebach und Winterberg alles zu bieten

In der ersten Hälfte des Monats herrschten nur auf beschneiten Pisten gute Wintersportbedingungen. Je näher das Monatsende rückte, desto winterlicher wurde die Landschaft.

Hallenberg/Medebach/Winterberg. Wenn man sich einen Wintermonat malen könnte, welcher alles bringt, was das Sauerland an Wetter zu bieten hat, dann würde man wohl den Januar 2019 nehmen. Von Dauerregen bis zu strahlendem Sonnenschein, von milden Westwinden bis zu zweistelligen Minusgraden und von grau-grün bis schneeweiß war alles dabei. Zum Monatsschluss ergab sich aus diesen Extremen ein Temperaturmittel, welches auf dem Kahlen Asten im Vergleich zum langjährigen Mittel mit -2,9 exakt im Durchschnitt ausfiel. Damit reihte sich dieser Monat etwa in die Mitte der vergangenen beiden Ausgaben ein, der Januar 2017 war sehr kalt und sonnig, 2018 dagegen mild und nass. Eine Wetterbilanz des Wetterportals Sauerland für die Kurier-Leser:

Temperatur 

Obwohl der Monat am Ende ganz normal war, zeigten sich die beiden Monatshälften doch extrem unterschiedlich. Zunächst regierte mildes Tiefdruckwetter und die Temperaturen sanken nur in den Hochlagen und auch hier nur sporadisch unter die 0°C-Marke. Der Höchstwert des Monats würde dabei am Nachmittag des 13. Januars in Medebach mit 7,3°C gemessen. Winterberg erreichte an diesem Tag 5,2°C, Altastenberg 4,1°C. Anschließend legten die Temperaturen aber den Rückwärtsgang ein und vor allem zwischen dem 18. und 25. Januar herrschte meist eiskaltes Frostwetter. Dabei sanken die Temperaturen häufig auf -10°C oder noch tiefer. Der Monatstiefstwert würde am 21. Januar nahe der Ruhrquellenhütte mit -16,5°C gemessen, doch auch 10,6°C in Langewiese und -13,6°C in Medebach waren „nicht von schlechten Eltern“. Insgesamt sank das Quecksilber an der Station Neuastenberg an 27 Tagen zumindest kurz unter den Gefrierpunkt, an 15 Tagen blieb es hier durchweg frostig. 

Fast täglich Schnee oder Regen 

Niederschlag 

Wie bereits der Dezember, so präsentierte sich auch der Januar sehr niederschlagsreich. Da die Luft meist aus nördlicher bis nordwestlicher Richtung ins Sauerland strömte, stauten sich die Luftmassen vor allem am Rothaargebirge und so kamen in Neuastenberg ganze 206 Liter Regen und Schnee vom Himmel. Im Windschatten waren es dagegen in Medebach nur knapp 90 Liter, doch auch dieser Wert ist für diese meist trockene Region ein überdurchschnittlicher Wert. Wirklich trocken war dabei nur die sehr kalte Phase zum Beginn der zweiten Monatshälfte, ansonsten schneite oder regnete es täglich. Am nassesten war dabei der milde 13. Januar, als verbreitet 20 bis 35 Liter Regen fielen. In Sachen Schnee war dieser Monat sehr unstetig, die erste Monatshälfte brachte den tieferen Lagen, wenn überhaupt, nur kurzzeitig mal eine weiße Schicht und in den Hochlagen war die Schneedecke nur oberhalb von 800 Meter meist geschlossen. Ab Monatsmitte schneite es dann aber doch immer mal wieder und so wuchs die Schneedecke oberhalb von Winterberg stetig an, um schließlich zum Monatsschluss die bisher maximale Höhe von 41 Zentimetern zu erreichen. Auch weiter unten wurde es weiß, maximal waren es aber in Medebach-Berge nur 5 Zentimeter.

Sonne 

Die Sonnenscheinstatistik in diesem Monat ist sehr interessant. Es blieb fast durchweg grau, abgesehen von fünf Tagen zwischen dem 18. und 22. Januar. In diesem Zeitraum zeigte sich die gelbe Kugel täglich zwischen sechs und sieben Stunden und so wurde der langjährige Durchschnitt von 40 Sonnenstunden fast erreicht.

Wind 

Der Wind war immer mal wieder lebhaft unterwegs, einen richtigen Wintersturm gab es aber nicht. Maximal erreichten die Böen rund um Winterberg zwischen 70 und 75 km/h, einzig ganz oben auf den Bergkuppen wehte es auch mal etwas ruppiger. So brachte es der Kahle Asten am 8. Januar auf 108 km/h, was immerhin Windstärke 11 entsprach.

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