Trockenheit setzte sich fort

Wetterbilanz: September brachte zur Monatsmitte hochsommerliche Temperaturen

Nach einer fast wolkenlosen Monatsmitte brachte das Monatsende dann auch einige Regentage mit. Der letzte Tag des Septembers war dann aber wieder sonnig. Hier beim Blick nahe des Ruhrkopfes über das Orketal bis nach Winterberg.

Hallenberg/Eslohe/Medebach/Schmallenberg/Winterberg – Eigentlich gehört der September aus Sicht der Meteorologen zum Herbst, in diesem Jahr fühlte er sich aber über weite Strecken wie ein Hochsommermonat an. Ein stabiles Hochdruckgebiet sorgte für deutlich zu geringe Niederschlagsmengen, für viel Sonnenschein und vor allem auf den Bergen für warne Durchschnittstemperaturen. Dies ergaben die Messungen und Beobachtungen des Wetterportals Sauerland. Eine Bilanz für die Kurier-Leser.

Temperatur 

Der September schloss auf dem Kahlen Asten mit einer Mitteltemperatur von 12,4°C ab und damit rund 2,5°C über den Normalwerten der Periode 1961-1990. Noch deutlich wärmer war zuletzt der September 2016 mit 14,3°C, gleichzeitig der wärmste seiner Art seit 1955. Aufgrund der vielen Hochdruckwetterlagen und der damit verbundenen kühlen Nächte war es in den Tälern nur unwesentlich wärmer. Schmallenberg-Dorlar kam zum Beispiel auf ein Mittel von 13,2°C. 

Im Einzelnen zeigte sich dabei das erste Monatsdrittel noch ziemlich normal. Freundliche Tage wechselten sich mit trüberen Phasen ab und einige kleinere Regengebiete zogen über die Region. Die Temperaturen pendelten meist im Bereich der Normalwerte, auf den Bergen kletterten die Werte an den Nachmittagen meist auf rund 15°C, entlang von Lenne, Ruhr und Nuhne wurden meist etwa 20°C gemessen. Zu Monatsbeginn gab es hier teils den ersten Bodenfrost der neuen Saison.

Äußerst sonniger September

Die Tage rund um die Monatsmitte waren dann von einer eigentlich hochsommerlichen Wetterlage geprägt. Ein kräftiges Hoch, verbunden mit südlichem Wind brachte täglich viel Sonnenschein und sehr warme bis sogar heiße Temperaturen. Der wärmste Tag des Monats war allgemein der 15. September, auf dem Kahlen Asten kletterte das Thermometer auf 26,9°C und damit denkbar knapp an den bisherigen Rekordwert des Monats von 27,0°C heran. In Medebach mit knapp über 30°C und in Eslohe-Reiste mit 32°C war es richtig heiß, einige Freibäder, welche eigentlich schon geschlossen hatten, verlängerten ihre Saison. 

Die frischesten Werte des Monats wurden kurz vor der heißen Phase an der Ruhrquellenhütte gemessen. Am Morgen des 11. Septembers gab es hier mit gut -1°C sogar leichten Luftfrost. Allgemein kühler wurde es nach dem 24. September und kurz vor Monatsende schwankten die Werte auf den Bergen meist nur zwischen 5 und 7°C. 

Niederschläge 

Wie sollte es nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre auch anders sein, war das Thema Niederschläge erneut ein Problem. Mit 45 Litern pro Quadratmeter kam auf dem Kahlen Asten nicht einmal die Hälfte der normalen Menge zusammen, allein 19 Liter davon fielen am regenreichsten Tag des Monats, dem 26. September. Im Raum Schmallenberg und Eslohe kamen meist ähnliche Werte zusammen, am Hotel Rimberg beispielweise 37 Liter. Trockener blieb es rund um Medebach und Hallenberg mit gerade einmal rund 20 Litern auf jeden Quadratmeter. 

Sonne 

Aufgrund der langen Hochdruckwetterlage war der September ein äußerst sonniger Monat und so kam der Kahle Asten auf knapp über 200 Sonnenstunden. Seit 1955 waren lediglich der September 2016 mit 207 Stunden und der September 1959 mit unglaublichen 291 Stunden sonniger. 12 quasi wolkenlosen Tagen standen in diesem Monat lediglich vier Tagen gegenüber, an denen sich die Sonne gar nicht zeigte. 

Wind 

Der Wind, welcher sich im September dann und wann zu einem Herbststurm entwickeln kann, war diesmal kaum beachtenswert. Nur 72 km/h betrug die maximale Windgeschwindigkeit, welche im Sauerland registriert werden konnte. Sehr wenig, wenn man bedenkt, dass es schon Ende August mit „KIRSTEN“ einen ersten Herbststurm gegeben hatte.

Weitere Infos sind nachzulesen unter www.wetter-sauerland.de

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