"Sägen uns eigenen Ast ab"

Windpark Hallenberg-Hesborn: Gegner protestieren vor Kreishaus

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Windkraft-Gegner protestierten vor dem Mescheder Kreishaus (für Vollbild oben rechts klicken).

Hallenberg/Hesborn/Züschen. Für stürmischen Protest sorgten betroffene Bewohner und Beteiligte der Bürgerinitiative „Verein für Umwelt- und Naturschutz Nuhnetal“ am Dienstag vor dem Mescheder Kreishaus.

Grund dafür war der dort stattfindende Scoping-Termin involvierter Behörden, Gemeinden und der Firma Juwi zum Genehmigungsverfahren für die geplante Windparkanlage Hallenberg-Hesborn. 

Achim Lücke, Vorsitzender der Bürgerinitiative, befürchtet: „Die Belange sowie die Gesundheit der Bürger werden viel zu wenig berücksichtigt. Wir wollen nicht, dass über den Bürgerwillen hinweg entschieden wird“ – und dieser stehe für Artenschutz, den Erhalt der Natur und gegen „sinnfreie und rücksichtslose Landschaftszerstörung“, so die Worte der aufgebrachten Teilnehmer. Einerseits wolle man Klimaschutz betreiben und die Natur erhalten, andererseits zerstöre man diese mitsamt ihrer Lebewesen, „die den Anlagen hundertfach zum Opfer fallen“. 

„Wir sägen uns den eigenen Ast ab, wenn wir dort Windräder bauen, wo jahrzehntelang kein einziger Baum mehr wachsen wird“, beklagte ein Demonstrant in der Hoffnung, dass der Protest Anklang finden und die Pläne von Vertretern der Städte verhindert werden können.

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