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Winterberg sagt Drifter-Szene den Kampf an: Jetzt drohen saftige Bußgelder

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Von: Simon Stock

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Drifter sorgen immer wieder für Ärger und Gefahr im Sauerland. Jetzt setzt sich Winterberg zur Wehr - mit Parkplatz-Verboten und saftigen Geldbußen.

Winterberg - Drifter lieben Schnee. Und den gibt es aktuell im Sauerland (NRW). Seit Wochen treffen sich immer wieder Autofahrer in Winterberg, um ihre Autofahrmanöver zu zeigen. Jetzt hat die Stadt die Nase voll. Sie reagiert mit Verboten und der Androhung saftiger Geldbußen.

StadtWinterberg
Höhe668 m
BürgermeisterMichael Beckmann

Winterberg/NRW: Kampf gegen die Drifter-Szene

An den Winterwochenenden haben Polizei und Ordnungsamt in Winterberg viel Arbeit, denn dann reisen in den Abendstunden zahlreiche „Drifter“ an und driften mit ihren Autos auf schneebedeckten Parkflächen oder auch in der Innenstadt mit hoher Geschwindigkeit. Beliebte Plätze der Drifter-Szene sind insbesondere die städtischen Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Skiliftkarussels.

„Das Driften auf den öffentlichen Parkplätzen ist nicht nur Sachbeschädigung, sondern auch gefährlich. So kommt es Wochenende für Wochenende zu Unfällen, teilweise auch mit Personenschäden“, wird Bürgermeister Michael Beckmann in einer Mitteilung der Stadt zitiert. Erst vor kurzem endete eine Drifter-Aktion in Winterberg mit einem Unfall. Es war nicht das erste Mal in diesem Winter, dass Drifter die Stadt im wahrsten Sinne unsicher machten - auch an einem Wochenende Anfang Dezember trafen sich Hunderte von ihnen.

Ärger mit Driftern: Winterberg ergreift Maßnahmen

Doch das soll nun eine Ende haben. „Die Sicherheit unsere Bürgerinnen und Bürger hat für uns oberste Priorität, daher werden wir alle Maßnahmen ergreifen, damit es bei uns zu keinen schweren Unfällen bei gefährlichen Autorennen wie in Großstädten kommt“, sagt Beckmann.

Reifenspuren von Autos durchziehen Schnee auf einer Bundesstraße.
Reifenspuren von Autos durchziehen Schnee auf einer Bundesstraße. © Philipp von Ditfurth/dpa

Polizei und Ordnungsamt hätten in den vergangenen Tagen ein neues Einsatzkonzept erarbeitet, heißt es in der städtischen Mitteilung. Kernpunkt: die Änderung der Sondernutzungssatzung. Die Stadt Winterberg untersagt ab Samstag (22. Januar) die Nutzung der städtischen Parkplätze über Nacht (22.30 bis 8 Uhr). Mit Nutzung ist bereits das Befahren der Parkplätze gemeint. Diese Parkplätze sind betroffen:

Driftern in Winterberg drohen hohe Geldbußen

„Das illegale Befahren oder das Parken auf den Parkplätzen wird in den Nachtstunden jetzt richtig teuer für die Fahrzeughalter, so können Bußgelder bis zu 1.000 Euro im Wiederholungsfall verhängt werden. Wir werden hier den rechtlichen Rahmen für Ordnungswidrigkeiten ausschöpfen“, so Fachbereichsleiter Joachim Sögtrop.

Mit dieser Regelung ist jegliche Nutzung in den Nachtstunden eine illegale Sondernutzung, die geahndet wird. Befahren werden dürfen die Parkplätze zu den besagten Zeiten nach nur noch mit Sondernutzungserlaubnis der Stadt Winterberg.

Bei einem Unfall im Sauerland ist ein Auto auf dem Dach gelandet. Der 23-jährige Fahrer hatte offenbar im Schneematsch auf der Straße die Kontrolle verloren.

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