Platz vier in der Gesamtwertung

Winterberger Biathlet Finn Luis Tielke schließt zur bundesweiten Spitze auf

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Mit intensivem Grundlagen-Ausdauer-Training zum Erfolg – Finn Luis Tielke vom SC Neuastenberg-Langewiese läuft zur nationalen Spitze auf.

Neuastenberg – Einen starken Einstieg in die Biathlon-Saison 2019/2020 lieferte Finn Luis Tielke vom Sportclub Neuastenberg-Langewiese (SCNL). Beim Lapua-Cup in Clausthal-Zellerfeld war er im ersten Wettkampf der Saison der Beste seiner Altersklasse. Beim Nordcup-Deutschlandpokal nur eine Woche später und ebenfalls in Clausthal-Zellerfeld erreichte er Platz vier in der Gesamtwertung. Damit schloss der aktuell beste WSV-Athlet der Altersklasse 16 direkt zur bundesweiten Spitze auf.

Bei Nieselregen und wenigen Grad über Null ging es beim Deutschlandpokal im ersten Wettkampf, einem Berglauf in klassischer Technik, auf Skirollern sechs Kilometer lang den Harzer Brocken hinauf. 327 Höhenmeter galt es dabei zu überwinden. Mit einer Zeit von 26:58 Minuten belegte Tielke Platz vier. Beim Skiroller-Sprint am Samstag über 7,6 Kilometer, mit je einer Schießeinheit liegend und stehend, erreichte er mit drei Schießfehlern (1:2) Platz sieben. Den Crosslauf am Sonntag über 7,6 Kilometer mit 200 Höhenmetern Anstieg und vier Schießeinheiten (llss) finishte er mit 2:0:4:2 Schießfehlern auf Platz zwölf. In der Gesamtwertung bescherten ihm diese starken Leistungen Platz vier – und eine sehr gute Ausgangsposition für die sieben nationalen Wettbewerbe auf Schnee. 

Finn Tielke zur Vorbereitung: „Das intensive Training mit den individuell auf jeden Sportler abgestimmten Umfängen funktioniert super. Mir war zum Beginn der Saison schon klar, dass der Jugendbereich mit dem Umstieg auf das Kleinkaliber anspruchsvoll sein würde. Wie professionell und wie extrem akribisch wir von Günther Lehmann auf die Rennen vorbereitet werden, hat mich dann aber doch überrascht. Auch das gemeinsame Training mit den Langläufern hilft uns allen sehr. Ich kann inzwischen, wie auch die Schüler des Sportinternats in Winterberg, vormittags trainieren, werde dafür von der Schule freigestellt und bei Bedarf von den dafür abgestellten Lehrern schulisch unterstützt. Dazu kommt, dass wir mit allen Sportlern richtig gut klarkommen und wir uns alle gegenseitig unterstützen und pushen. Die Arbeit hier am Stützpunkt ist perfekt.“ 

"Das intensive Grundlagen-Ausdauer-Training zeigt Wirkung"

Nicht so gut lief es für seine beiden SCNL-Team-Kollegen der Altersklasse 16. Aaron Kroll musste wegen eines Infekts kurzfristig alle drei Starts absagen, Pauline Brune wollte die sehr guten Trainingsergebnisse des Sommers in gute Platzierungen umsetzen, musste sich aber wegen Atemproblemen in allen Rennen geschlagen geben und das Rennen am Sonntag auf der vierten von fünf fordernden Crosslauf-Runden abbrechen. Fynn Peis, ebenfalls SCNL-Athlet der Altersklasse 18/19, belegte mit Platz 15, 18 und 16 durchweg solide Platzierungen im Mittelfeld, bangt aber wegen der nicht optimalen Schießleistung nun um seine offizielle WSV-Kadernominierung. 

WSV-Trainer Günter Lehmann zu den Ergebnissen: „Das intensive Grundlagen-Ausdauer-Training über den Sommer mit hohen Umfängen zeigt Wirkung. Läuferisch und konditionell haben sich die Sportlerinnen und Sportler sehr gut entwickelt, das zeigt auch der Vergleich mit den Ergebnissen der anderen Landesverbände. Gleiches gilt für das Schießen. Die Laufstrecken waren sehr fordernd, das Schießen mit dem Kleinkaliber ist neu für die Altersklasse 16. An ein neues Waffensystem muss man sich gewöhnen. Wir freuen uns auf den Winter.“ 

Zu dessen Vorbereitung ist der Biathlon-Nachwuchs viel unterwegs: Nach Oberhof in den Herbstferien geht es im November nach Livigno und im Dezember zunächst nach Antholz und anschließend ins Martelltal – zum zweiten Deutschlandpokal der Saison.

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