Freies WLAN in der Kernstadt

Winterberger Freifunk-Verein erhält Fördermittel in Höhe von 27.000 Euro

Die Mitglieder des Vereins Freifunk Winterberg haben es sich zum Ziel gesetzt, freies WLAN in die Winterberger Kernstadt zu bringen.

Winterberg. Freies WLAN in Winterbergs Kernstadt – das ist wie berichtet ein zentrales Ziel des Vereins Freifunk Winterberg. Der Unterstützung des Stadtmarketingvereins und der WTW sind sich die Mitglieder schon sicher, nun sitzt auch das Land NRW mit im Boot. In der vergangenen Woche erreichten den Verein gute Nachrichten: 27.000 Euro erhält er aus einem Förderprogramm der Landesregierung für die Umsetzung dieses Projektes. Heißt: Für Geschäftsinhaber und Privatpersonen aus der Kernstadt ist die Bereitstellung von Freifunk nun kostenfrei.

Sowohl die Anschaffung des Routers als auch mögliche Installationsarbeiten, ausgeführt von einer Elektrofirma, werden von den Fördermitteln gedeckt, die Einrichtung der WLAN- und Internet-Hardware übernehmen die Ehrenamtlichen des Vereins. „Laufende Kosten fallen einzig durch Internetanschlüsse an. Da die meisten Standorte einen Anschluss besitzen, den man für das Netzwerk nutzen kann, müssten diese Kosten nicht zusätzlich getragen werden“, erklärt Jan Kappen vom Verein. 

Mit dem Projekt „Freifunk in der Kernstadt“ möchte der Verein den Unteren Waltenberg, den Marktplatz sowie die Haupt- und die Marktstraße mit Außengeräten ausstatten, um diesen Bereich möglichst vollständig abzudecken. Gäste, Besucher und Bewohner könnten dann jederzeit eine Verbindung zum Internet aufbauen – ohne auf die Datenverbindung von ihrem Smartphone zurückgreifen zu müssen. Jan Kappen: „Das ist zum Beispiel auch für Ferienwohnungen, Hotels und Geschäfte eine ideale Gelegenheit, um ihren Gästen und Kunden freien Zugang zum Internet zu gewähren, ohne das eigene Netzwerk bereitstellen zu müssen.“ 

Kooperation mit heimischen Schulen 

„Denn anders als bei der Herausgabe der eigenen WLAN-Zugangsdaten führt die Bereitstellung von Freifunk nicht zu einer Haftung für die Tätigkeiten der Nutzer“, so Kappen. „Durch den Transfer der Daten über die Server-Infrastruktur des Freifunk-Vereins ist dieser als Anbieter sichtbar, nicht der Inhaber des Internetanschlusses. Zusätzlich kann man die Bandbreite konfigurieren, also einstellen, wie hoch der Anteil der Internetleitung für den Freifunkanschluss sein soll.“ 

Hinsichtlich ihres Projekts „Freifunk in der Kernstadt“ strebt der Verein zudem die Kooperation mit weiterführenden Schulen an. Intensive Gespräche mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium und der Sekundarschule Medebach-Winterberg hätten schon stattgefunden, so Jan Kappen: „Denkbar wäre zum Beispiel eine AG ergänzend zum Informatikunterricht oder zum Programmieren der Router sowie zum Anbringen der Antennen gemeinsam mit den Schülern.“ Alle, die sich für das Thema Freifunk interessieren, ob Geschäfts- oder Privatpersonen, sind eingeladen zur Mitgliederversammlung des Vereins am Donnerstag, 27. September, um 19 Uhr im Winterberger Rathaus. Für Infos stehen die Mitglieder des Vereins auch außerhalb der Versammlung gern bereit unter info@freifunk-winterberg.net oder Tel. 0 29 81/8 96 86 02. Die Förderung läuft im Dezember aus.

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