Stadt informiert über wichtige Themen im Sommergespräch

Winterbergs Bürgermeister und Fachbereichsleiter stehen Rede und Antwort

Standen im Sommergespräch Rede und Antwort (v.l.): Bürgermeister Michael Beckmann, Winfried Borgmann, Joachim Sögtrop, Ludger Kruse, Martin Brieden, Bastian Östreich, Christian Klose und Rabea Kappen.
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Standen im Sommergespräch Rede und Antwort (v.l.): Bürgermeister Michael Beckmann, Winfried Borgmann, Joachim Sögtrop, Ludger Kruse, Martin Brieden, Bastian Östreich, Christian Klose und Rabea Kappen.

Fast genau ein Jahr nach seiner Wahl hatte Bürgermeister Michael Beckmann am Dienstag zum Sommergespräch eingeladen und gleich fast alle Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung Winterberg mitgebracht. „Wie ist aktuell der Stand der Dinge?“ – war die Frage. Unter anderem ging es ums Bauen.

Winterberg – Festgestellt wurde, Winterberg könnte wachsen. Sowohl wenn es um den Bau von privaten Einfamilienhäusern geht, als auch bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Dies gestaltet sich allerdings momentan schwierig. Gerne würde die Stadt Winterberg neue Flächen ausweisen, ist aber nicht alleiniger Entscheidungsträger. Schon länger laufen Bestrebungen, neue Gebiete freizugeben. Erst vor zwei Wochen hat es diesbezüglich einen Gesprächstermin bei der Bezirksregierung gegeben. „Das Ergebnis war ernüchternd“, so Ludger Kruse, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Im Gewerbegebiet Lamfert stehen kaum noch freie Flächen zur Verfügung. Bis auf 11.000 Quadratmeter wurde bereits alles veräußert. Um weitere Flächen zu erschließen braucht es aber die Zustimmung der Bezirksregierung, die aber wiederum auf noch bestehende Lücken verweist, die aber nicht in städtischer Hand sind. Der Verweis der Bezirksregierung auf interkommunale Flächen, was aber häufig nicht praktikabel sei. „Unsere Handwerksbetriebe pendeln nicht nach Brilon“, so Bürgermeister Beckmann. Bei der Burmecke zwischen Siedlinghausen und Silbach haben Verhandlungen mit privaten Eigentümern noch kein Ergebnis gebracht.

 Die Preise im Hochbau sind extrem gestiegen, Materiallieferungen gestalten sich zunehmend schwierig“

Martin Brieden, Leiter Bauamt der Stadt Winterberg

Am Dumel sollten eigentlich schon längst neue Bauflächen freigegeben werden, doch da hat das Landesamt für Natur- und Umweltschutz ohne Wissen der heimischen Verwaltung ein geschütztes Biotop in die Kartierung aufgenommen. Besonderes Heu ist der Grund. Seit zwei Jahren wird versucht, ein Ersatzbiotop auf einer städtischen Fläche zu schaffen. Bisher ohne Erfolg. „Wir versuchen momentan, private Grundstücke mit einzubeziehen. Es gibt aber noch kein Ergebnis“, so Bauamtsleiter Martin Brieden. Sollte es noch gelingen, könnte der Biotopschutz für den Dumel aufgehoben und für die neue Fläche anerkannt werden. Am Dumel würden dann 40 bis 50 neue Baugrundstücke zur Verfügung stehen.

Die Nachrichten aus dem Hochbau sind momentan nicht besser. „Die Preise im Hochbau sind extrem gestiegen, Materiallieferungen gestalten sich zunehmend schwierig“, so Martin Brieden weiter. Im Tiefbau sei die Lage etwas besser, aber es fehlen ausführende Firmen. Die Ausschreibung für die geplante barrierefreie Bushaltestelle in Niedersfeld hat keine Angebote angelockt.

Einzig die Straßensanierung „Am Knäppchen“ in Silbach und die Sanierung des Freibades in Siedlinghausen laufen wie geplant, wenn es auch hier nicht einfach ist, Firmen zu finden. „Das Edelstahlbecken ist bereits eingesetzt. Der Großteil der Arbeiten wird noch in diesem Jahr fertig sein“, so Brieden. Der Bäderverein ist mit viel Eigenleistung am Werk. 1,5 Millionen Euro kommen vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung für das Projekt. „Ziel ist es, spätestens zur Badesaison 2022 einsatzfähig zu sein. Am 31. Dezember soll das Anschwimmen stattfinden“, lädt Michael Beckmann alle mutigen und frostsicheren Schwimmer ein.

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