Streben nach dem grünen „N“

Zertifikat „Nachhaltiges Reiseziel“ ist das Ziel der Ferienregion Winterberg/Hallenberg

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Die WTW möchte ihre Stärken sowie die Nachhaltigkeit der Region in den Fokus rücken.

Hallenberg/Winterberg. Touristiker werben mit den Stärken ihrer Destination – mit der schönen Landschaft, der intakten Natur, den Besonderheiten und Attraktionen der Region. Immer mehr in den Blickpunkt rückt das Thema Nachhaltigkeit. Bei den Gästen und in den Destinationen selbst. Um ihre Stärken sowie die Nachhaltigkeit der Region in den Mittelpunkt zu rücken, möchte sich die Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH (WTW) mit den Menschen und Betrieben der gesamten Ferienregion Winterberg-Hallenberg als nachhaltiges Reiseziel zertifizieren lassen.

Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Organisation TourCert aus Stuttgart. Mit dieser Offensive ist die Ferienregion Winterberg-Hallenberg nach eigenen Angaben Vorreiter im gesamten Sauerland. „Wir möchten ermitteln, wie der Status quo in Sachen Nachhaltigkeit und Schonung der Ressourcen ist. Außerdem erhoffen wir im Rahmen der Zertifizierung viele Anregungen, um neue Ideen und Projekte zu dem Thema zu entwickeln“, erklärt Tourismusdirektor Michael Beckmann. „Es gibt immer mehr Gäste, die bewusst auf die Umwelt und Nachhaltigkeit achten. Das gilt auch für den Urlaub. Aus diesem Grund nehmen wir auch die Betriebe in der Region mit ins Boot.“ Dafür sucht die WTW Partnerbetriebe, die sich einer „Mini-Zertifizierung“ unterziehen. Das heißt, diese Betriebe müssen ihren Verbrauch notieren und sich drei kleine Maßnahmen zur Nachhaltigkeit überlegen. Dabei werden sie nicht allein gelassen. 

„Mit dem Zertifikat werden wir uns auf dem Markt besser positionieren. Ein Mosaikstein, der immer wichtiger wird“, so Beckmann. Einige Betriebe arbeiten bereits aktiv an dem „TourCert-Check“, der notwendig ist, um Partnerbetrieb zu werden. Andere Betriebe sind bereits durch nachhaltige Auszeichnungen wie Green Key oder Service Q qualifiziert, Partnerbetrieb zu sein oder zu werden. Bestes Beispiel für den Erfolg eines nachhaltigen Konzeptes, so die WTW, ist das Landhotel Grimmeblick in Elkeringhausen. Das Haus ist in diesem Jahr bereits zum 8. Mal seit 2010 als klimaneutrales Hotel von der Viabono GmbH zertifiziert worden. Viabono wurde 2001 auf Initiative des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes und diverser Spitzenverbände mit dem Ziel gegründet, den nachhaltigen Tourismus in Deutschland zu fördern. 

Verantwortungsvoller Tourismus 

Mittlerweile habe sich das Unternehmen als unabhängige und führende Fachorganisation für Umwelt- oder Nachhaltigkeitszertifizierungen in der Freizeit- und Tourismusbranche etabliert. Dieses Engagement zeige, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit für den Erfolg einer gesamten Tourismus-Region, aber auch für jedes einzelne Haus sein könne. Die Organisation TourCert vereint Experten aus Tourismus, Wissenschaft, Umwelt, Entwicklung und Politik. Sie setzen sich für einen verantwortungsvollen Tourismus ein. „Travel for Tomorrow“ lautet das Motto. „Wichtige Parameter sind die Qualität der Produkte und Dienstleistungen, Kundenorientierung, schonender Umgang mit Ressourcen, Barrierefreiheit und Angebote im Bereich der nachhaltigen Mobilität. Eine nachhaltige Urlaubs-Destination ist ein Gemeinschaftswerk, das vom partnerschaftlichen Zusammenwirken aller beteiligten Institutionen und Betriebe lebt“, so die Fachleute von TourCert, die weltweit Unternehmen und Urlaubsdestinationen betreuen. 

Das Herzstück des von TourCert entwickelten Systems ist die kontinuierliche Verbesserung. Es soll ein Programm geben, in dem konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen festgehalten werden. So sollen sich die Ferienregion Winterberg-Hallenberg sowie ihre Partnerbetriebe kurz- bis langfristig verbessern können. „Wir würden uns freuen, wenn wir die Urkunde mit dem Label als nachhaltiges Reiseziel – dem grünen ,N‘ – bereits auf der Internationalen Tourismusbörse 2019 in den Händen halten könnten. Dieser nun beginnende Prozess wird nicht nur die Nachhaltigkeit fördern, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Betrieben in unserer Region stärken. Ich freue mich auf tolle Ideen“, so Michael Beckmann.

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