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Züschen hat jetzt eine DorfApp

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Von: Julia Kleinsorge

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Für noch mehr miteinander: Züschen hat jetzt eine DorfApp.
Für noch mehr miteinander: Züschen hat jetzt eine DorfApp. ©  MiriamVöllmecke/ Vormat-Designstudio

Alles aus dem Dorfleben mitbekommen, ohne verschiedene Kanäle nutzen zu müssen und ohne großen Aufwand – all dies bietet die neue DorfFunk-App, die ab sofort in Züschen zur Verfügung steht. Dorfleben bedeutet Zusammenhalt, Vereinsleben, Idylle, Gemeinschaft. Mittlerweile gehört auch Digitalisierung und Vernetzung dazu. Die Dorfgemeinschaft Züschen freut sich, mit einer eigenen DorfPage sowie der kommunikativen DorfFunk-App im Rahmen des LEADER-Projektes „Wir sind digital.Dorf“ am Start sein zu können.

Züschen - Das Kooperationsprojekt „Wir sind digital.Dorf“ möchte Ortschaften auf eigenen digitalen Plattformen die Möglichkeit geben, das Dorf und seine Bewohner, seine Geschichte, Besonderheiten und Aktuelles zu präsentieren. Das Projekt wird durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums gefördert.

Insgesamt sind über 50 Dörfer aus acht LEADER-Regionen Südwestfalens beteiligt. In Züschen wurde die DorfPage auf der bestehenden Internetseite des Verkehrs- und Heimatvereins www.zueschen.de integriert.

Ein kleines Redaktionsteam pflegt die Artikel, Termine und Infos ein. Praktisch ist aber, dass auch jeder Verein oder Privatpersonen die App nutzen und selbst etwas einstellen können. „Ich hoffe, dass viele sich die DorfFunk-App herunterladen und fleißig nutzen“, so Ortsvorsteher Joachim Reuter.

„Ich bedanke mich beim Heimat- und Verkehrsverein, dass wir die bestehende Internetseite nutzen können und somit gebündelt alle interessanten Informationen aus Züschen dort präsentieren können“, so Reuter weiter.

Die Dorfbewohner können sich auf schnellem Wege austauschen. Egal, ob es um Verkehrsinfos, Vereinsnachrichten, die Organisation von Hilfe oder die Suche nach einer Bohrmaschine zum Ausleihen geht. Muss der Gesangverein seine Probe verschieben, ist die Nachricht schnell eingestellt und verbreitet.

Erste praktische Erfolge gibt es nach der kurzen Testphase schon zu vermelden. Sven Enselmann, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, suchte jemanden, der ehrenamtlich einen Schilderbaum auf Webes Platz streichen könnte. „Kurz nachdem ich das Gesuch eingestellt hatte, haben sich drei Jugendliche bei mir gemeldet. Innerhalb weniger Tage war der Schilderbaum gestrichen. Das war eine super Sache“. Die Nutzung ist für jede Generation geeignet – wie man an diesem Beispiel sieht. Die Bedienung ist einfach und fast selbsterklärend, auch die Älteren kommen gut damit klar.

In den nächsten Wochen können immer mehr Kommunen „mitfunken“ und auch Nachbarorte der Projektdörfer sind eingeladen, sich in der App über das örtliche Geschehen auszutauschen. Jeder Nutzer kann die Reichweite einstellen. Es ist auch möglich, nur aus Züschen Infos zu erhalten.

„Die zwischenmenschliche Kommunikation soll nicht komplett digitalisiert werden“, betont Projektleiterin Renate Hosenberg. „Sie wird durch die digitalen Hilfsmittel aber verbessert und die Dorfgemeinschaft intensiviert.“

Für die Zukunft wünscht sich Renate Hosenberg, dass die DorfPage und der DorfFunk durch engagierte Dorfgemeinschaften wie Züschen das Interesse weiterer Dörfer weckt, sich ebenfalls mit der Thematik des digitalen Dorfes zu beschäftigen.

Weitere Infos gibt es auf der Internetseite https://zueschen.de/dorffunk. Hier wird erklärt, wie man sich die App runterladen kann und welche Nutzungsmöglichkeiten es gibt.

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