Buch als Grundlage

Constantin: Kinofilm über NSU

München - Nach "Der Baader Meinhof Komplex" plant die Münchner Constantin Film einen neuen Streifen über die deutsche Nachkriegsgeschichte – diesmal die jüngste.

Die Geschichte der Terrorzelle NSU soll ins Kino kommen. Erzählt werde von den drei Neonazis, die in den 1990er Jahren eine Terrorgruppe gründeten, raubten, mordeten und Bomben legten, teilte Constantin Film am Montag in München mit. Grundlage für den Spielfilm ist das Buch „Heimatschutz - Der Staat und die Mordserie des NSU“ von Stefan Aust und Dirk Laabs.

Die Autoren rekonstruierten darin die Jagd nach den Neonazis und geben Einblick in den Kampf des Bundesamts für Verfassungsschutz gegen den rechten Terror, erläuterte die Produktionsfirma. Produziert wird der Streifen von Oliver Berben und Martin Moszkowicz. Die Besetzung des Films ist noch unklar.

Seit rund zwei Jahren läuft in München ein Prozess, der die Vorwürfe gegen den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) aufarbeitet. Hauptangeklagte ist Beate Zschäpe. Sie muss sich als Mittäterin an zehn überwiegend rassistisch motivierten Morden und zwei Sprengstoffanschlägen verantworten. Mit auf der Anklagebank sitzen André E. und drei weitere mutmaßliche Helfer und Unterstützer.

Constantin hat bereits 2008 Austs Buch „Der Baader Meinhof Komplex“ über die Mordtaten der Roten Armee Fraktion (RAF) verfilmt. „Beide Themen haben viel miteinander zu tun: Es geht um Terrorismus, deutsche Geschichte und die Bruchstellen einer Gesellschaft. Vor allem aber um die Versuche von Polizei und Verfassungsschutz, die Gewalt zu bekämpfen und dabei eine unheimliche Allianz mit rechtsradikalen Tätern eingeht“, sagte Aust.

dpa

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