Überraschende Enthüllungen

Doku enthüllt: Das hat Falco in den Tod getrieben

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Eine Doku enthüllt die letzten Geheimnisse rund um Falcos Tod am 6. Februar 1998.

Cabarete - Vor 19 Jahren starb Pop-Ikone Falco bei einem tragischen Autounfall. Nun enthüllt eine Doku die letzten Geheimnisse rund um seinen Tod.

Update vom 20.2.: Nach der Ausstrahlung der Falco-Dokumentation sind Zweifel an dem Bild-Bericht aufgekommen. Dort findet sich nämlich keine der zitierten Aussagen von Reinisch. Der sprach mit dem Branchen-Magazin meedia.de und stellte richtig: Er sei niemals Falcos Manager gewesen. Zudem wäre Selinas Vater zu dem Zeitpunkt bereits verstorben gewesen, habe also die Beziehung seiner Tochter deshalb auch gar nicht verbieten können. Auch dass der Austro-Star wieder zu Drogen gegriffen habe, weil Selina mit ihm Schluss gemacht habe, sei „Schwachsinn“, so Reinisch. Vielmehr seien es seiner Meinung nach die regelmäßigen wilden Partys der Wiener Gesellschaft gewesen, die diese in dessen Exil gefeiert habe, die den Musiker rückfällig hätten werden lassen. Falcos tatsächlicher Manager Horst Bork fügt in dem meedia-Artikel hinzu, dass der Musiker immer wieder unter Einfluss von Alkohol und Drogen Auto gefahren sei und Unfälle gebaut hätte, wie die Dokumentation ja auch berichtete.

Die Bild rechtfertigte sich, der Autor des Artikels habe mit Rudi Dolezal, dem Regisseur der Dokumentation gesprochen. Dieser habe die Reinisch-Zitate angegeben und den fertigen Artikel samt den Zitaten nach Gegenlesen autorisiert. 

Der ursprüngliche Artikel

Der österreichische Sänger Johann Hölzel alias Falco († 40, „Rock me Amadeus“), verbrachte die beiden letzten Jahre seines Lebens in der Dominikanischen Republik, weit weg vom Wirbel um seine Person. Womöglich versuchte er dort auch seinen Drogenproblemen zu entgehen, denn „Sex, Drugs and Rock‘n‘Roll“ gehörten zu seinem Leben als Popstar. Das Thema Sex spielte bei seinen Tophits wie „Jeanny“ eine große Rolle. Un die Drogen waren bei seinem tödlichen Autounfall am 6. Februar 1998 maßgeblich beteiligt.

An diesem Tag raste Falco mit seinem Mitsubishi Pajero über eine Straße zwischen Villa Montellano und Puerto Plata. Ein Bus krachte in den Wagen des Musikers, der sofort tot war. Nach der Obduktion des Leichnams war klar: Falco hatte sich unter dem Einfluss zahlreicher Substanzen hinters Steuer gesetzt. Alkohol, Kokain und THC konnten in seinem Blut nachgewiesen werden. Das brachte die Gerüchteküche zum Kochen: War Falco etwa freiwillig in den Tod gegangen? Jetzt, 19 Jahre nach dem Unglück, bekommen die Spekulationen durch einen Doku (“Falco - Die ultimative Doku zum 60. Geburtstag “, am Sonntag, 19. Februar, um 20.15 Uhr auf kabel eins) neuen Nährboden: Der ehemalige Manager und beste Freund von Falco, Hans Reinisch, spricht darin erstmals über Details von Falcos Tod. Bild.de berichtet schon Tage vor der Ausstrahlung von überraschenden Enthüllungen.

Doku zu Falco: Manager und Freund packt aus

In der Reportage berichtet Reinisch laut Bild, er habe seinerzeit in der Dominikanischen Republik mit Falco zusammengelebt. Der Superstar habe sich, so der der Bericht seines Freundes, von den Drogen losgesagt und sei seit zwei Jahren trocken gewesen. Doch dann, etwa sechs Wochen vor dem jähen Ende seines Lebens, habe Falco die junge Selina aus dem Nachbarort Cabarete kennengelernt. „Er war hoffnungslos verliebt“, erinnert sich Reinisch. Dem Vater der dominikanischen Schönheit blieb die wilde Vergangenheit des Österreichers aber nicht verborgen - er war misstrauisch und verbot seiner Tochter den Kontakt zu Falco. Selina folgte dem Wunsch ihres Vaters und trennte sich von ihrem Bad Boy. Da brannten bei Falco wohl alle Sicherungen durch. „Über drei Tage hat er exzessiv getrunken und Drogen genommen“, berichtet Reinisch über das Lebensende Falcos.

Reinisch habe noch kurz vor seinem Tod mit Falco telefoniert und sei sogar zur Unfallstelle gefahrten. Doch zu spät, Johann Hölzel war bereits tot.

Hat Falco seinen eigenen Tod kommen sehen?

In seinem Song „Out of the Dark“ singt Falco: “Muss ich denn sterben, um zu leben?“ Zahlreiche Mythen ranken sich um diesen Satz: War es ein Hinweis auf seinen bevorstehenden Freitod? Dass der Song erst etwa drei Wochen nach Falcos Tod veröffentlicht wurde, befeuert die Gerüchte. Aber angeblich soll nichts dran sein an den Spekulationen um Selbstmordgedanken des Musikers: Das Lied entstand schon Jahre vor der Veröffentlichung.

Und bescherte Falco nach seinem Tod einen Mega-Hit. Durch dessen tragischen Unfall kam es 1998 im deutschsprachigen Raum zu einem absoluten Falco-Boom, den Dieter Bohlen in seinem Buch „Hinter der Kulissen“ so zusammenfasste: „Das Makabere in der Musik-Branche ist: Tot bist du erfolgreicher als lebendig. Schöne Grüße von van Gogh. Der hungerte zu Lebzeiten. Und heute zahlen die Sammler für seine Bilder irrwitzige Summen im zweistelligen Millionenbereich. Und Falco? Kaum hatte der sich in der Dom Rep mit eins Komma fünf Promille, zweitausendsechshundertvier Nanogramm Kokain und einer Prise Marihuana im Blut totgefahren, liefen seine Alben wieder wie geschnitten Brot: ‚Out of the Dark‘, sein letztes, unvollendetes Werk, war schon vor der Veröffentlichung ausverkauft.“

Falco - die ultimative Doku auf kabel eins

„Falco - die ultimative Doku“ läuft am 19. Februar um 20.15 Uhr bei kabel eins. An diesem Tag wäre Falco 60 Jahre alt geworden.

Produzent der Dokumentation ist Falcos langjähriger Freund und Regisseur aller seiner Videos, Rudi Dolezal. Der international renommierte Musikfilmer interviewte dafür u.a. Niki Lauda, Arnold Schwarzenegger, Frank Farian, Brigitte Nielsen und Falcos Mutter Maria Hölzel. Gedreht wurde an Originalschauplätzen, wie z.B. dem Ort des tödlichen Unfalls in Puerto Plata in der Dominikanischen Republik.

lg

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