Rechtlicher Ärger vor dem Start

Gina-Lisa Lohfink: Ex-Sexpartner fordern Maulkorb im Dschungelcamp

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Gina-Lisa Lohfink vor einem RTL-Mikrofon.

Droht im Dschungelcamp 2017 rechtlicher Ärger? Frühere Sexpartner von Gina-Lisa Lohfink fordern eine Schweigepflicht in der RTL-Show.

Der spektakuläre Gerichtsprozess vom Sommer 2016 holt Gina-Lisa Lohfink auch im Dschungelcamp 2017 ein. Zur Erinnerung: Damals bezichtigte sie zwei Männer der Vergewaltigung. Am Ende jedoch entschied das Gericht, dass das zu Unrecht passiert war. Lohfink muss eine Geldstrafe von insgesamt 20.000 Euro zahlen - wegen falscher Verdächtigung. Einen Teil ihrer Dschungelcamp-Gage (die Rede ist von 150.000 Euro) soll sie angeblich schon bekommen haben, damit sie die Gerichtskosten begleichen konnte. Sollte Lohfink ihre vor Gericht vorgertragenen Anschuldigungen auch in der RTL-Show vortragen, könnte es abermals teuer werden. Denn: Ihre ehemaligen Sexpartner aus dem Skandal-Video fordern eine Schweigepflicht.

Wie Spiegel Online berichtet, haben die zwei früheren Sexpartner Kandidatin Gina-Lisa Lohfink den Kölner Privatsender aufgefordert, mögliche ehrverletzende und verleumderische Aussagen der 30-Jährigen vor der Kamera nicht zu zeigen. Nach Informationen des Portals wandte sich der Anwalt der beiden Männer, der Berliner Strafverteidiger Christian Gerlach, in drei Briefen seit Mitte Dezember an RTL. Zu untersagen sei Lohfink nicht nur, von Vergewaltigung zu sprechen. Auch die Behauptung, es habe Sex gegen ihren Willen gegeben, sei "selbstverständlich strafbar".

Dschungelcamp 2017: Anwalt droht Lohfink mit Unterlassung und Schadensersatz

Dieser Vorstoß könnte möglichen Skandal-Geschichten am Dschungelcamp-Lagerfeuer, die sich RTL nach der Verpflichtung von Gina-Lisa Lohfink erhofft haben mag, einen Riegel vorschieben. "Frau Lohfink ist es lediglich erlaubt, öffentlich zu erklären, dass sie einvernehmlich Sex mit beiden Mandanten gehabt hat", schreibt Gerlach laut Spiegel Online. Es könne "nicht hingenommen werden", wenn RTL mit der Verbreitung der Vergewaltigungsvorwürfe "auch noch Quote und damit Kasse macht". Falls Gina-Lisa Lohfink die Vorwürfe im Dschungel wiederhole, so betont der Anwalt gegenüber dem Nachrichtenportal, werde er gegen RTL per Eilantrag Unterlassung beantragen und Schadensersatz fordern.

Auch RTL hat sich vor dem Start des Dschungelcamps 2017 gegenüber Spiegel Online zu der juristischen Drohung geäußert: Auf Anfrage der Portals erklärte ein Sender-Sprecher, man beabsichtige nicht, durch die Ausstrahlung Rechte Dritter zu verletzen. "Frau Lohfink dürfte bewusst sein, dass Stellungnahmen zum Prozess der Wahrheit entsprechen sollten."

Ob RTL Gina-Lisa Lohfink ermahnt hat, die Vorwürfe im Dschungel nicht zu wiederholen, wollte der Sprecher nicht sagen. Allerdings: Bei vielen der Dschungelcamp-Szenen, die im TV zu sehen sind, handelt es sich um Aufzeichnungen. Eine Ausnahme sind die Live-Einblendungen mit den Kandidaten am Ende der Shows. Somit behält RTL größtenteils die Kontrolle darüber, welche Aussagen gezeigt werden. Sollte Gina-Lisa Lohfink in so einem Live-Block die heikle Thematik ansprechen, könnte RTL jederzeit die Übertragung abbrechen oder ihr den Ton abdrehen.

Wird der Gerichtsprozess auch Thema in der ersten Folge von „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ sein? Über den Start des Dschungelcamps 2017 berichten wir im Live-Ticker.

fro

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