Levina auf dem vorletzten Platz

Ticker zum ESC: „Starke Leistung, du Null!“  - Bushido beleidigt Levina

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Debakel für Deutschland beim ESC 2017. Jetzt giftet Bushido gegen Teilnehmerin Levina.

München/Kiew - Debakel für Deutschland beim ESC 2017. Jetzt giftet Bushido gegen Teilnehmerin Levina. Alle Infos im Ticker zum Eurovision Song Contest in Kiew.

  • Der Portugiese Salvador Sobral hat mit seiner gefühlvollen Ballade „Amor pelos dios“ den ESC 2017 gewonnen. Bulgarien kommt auf den 2. Platz.

+++AKTUALISIEREN+++

20.52 Uhr: Nur 6 Punkte beim ESC 2017! Dieses blamable Ergebnis beim Eurovision Song Contest setzte unserer Kandidatin Levina derart zu, dass sie bei der Punktevergabe in Tränen ausbrach. Nach dem deutschen Debakel in Kiew meldet sich auch Deutschlands Rap-Superstar Bushido zu Wort. Wie man es von ihm kennt, wählt er für seine Kritik an Levina nicht unbedingt freundliche Worte. Auf seinem Twitter-Account schrieb er nach der Show: „Gratuliere Levina zum vorletzten Platz. Starke Leistung du Null! #esc2017 #Eurovision“.

War das so etwas wie eine verklausulierte Bewerbung für den ESC 2018 in Portugal? Nach dem Motto: „Ich hätte das besser gemacht?“ Sollte Bushido tatsächlich beim ESC 2018 antreten wollen, würde das dem Wettbewerb eine Mega-Aufmerksamkeit bringen. Immerhin hat der Rapper in Deutschland (sowie in Österreich und der Schweiz) eine riesige Fan-Basis. Und er eben jenes Charisma, das den eher blassen Teilnehmern der vergangenen Jahre völlig abging. Man darf aber davon ausgehen, dass die ESC-Bosse mit Horror auf eine Bushido-Bewerbung reagieren würden. Immerhin steht der Rapper nicht unbedingt für das „Wir haben uns alle lieb“-Feeling, das mit dem Eurovision Song Contest normalerweise verbunden ist. Und die Beleidigung der deutschen ESC-Kandidatin dürfte da nicht unbedingt wie ein Empfehlungsschreiben wirken. Falls es Levina ürbigens tröstet: Andere Musiker (in erster Linie Kay One) wurden von Bushido schon ganz anders beleidigt. 

20.49 Uhr? War die Pleite von Levina absehbar? Ja, meint Kommentator Franz Rohleder bei tz.de Das Portal beantwortet auch die wichtigsten Fragen zum ESC-Debakel von Levina

14.26 Uhr: Deutschlands Gesangs-Hoffnung Levina (26) zeigte sich nach ihrem vorletzten Platz beim Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew betrübt. „Natürlich bin ich total traurig - mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet“, sagte die Sängerin am Sonntag laut einer Mitteilung des Norddeutschen Rundfunks (NDR). „Aber der ESC war eine wunderbare Erfahrung, die Vorbereitung und die Zeit hier in Kiew hat super Spaß gemacht.“ Sie habe so tolle neue Leute kennengelernt. Die 26-Jährige bedankte sich bei Irland - der einzigen Länderjury, die Deutschland Punkte gab. Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber vom NDR sagte, das Ergebnis sei „für Levina und unser Team eine herbe Enttäuschung.“ Der Song „Perfect Life“ habe beim Deutschen Vorentscheid zwei Drittel der Fernsehzuschauer überzeugt, in Europa habe das Lied die Herzen der Menschen jedoch nicht erreicht. „Das hatten wir nicht erwartet. Wir stellen uns dem Ergebnis und werden es analysieren.“

12.01 Uhr: Der Flitzer mit der Australienfahne beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew stammt aus der Ukraine. Es soll sich dabei um den bekannten Ex-Journalisten Vitali Sedjuk handeln, wie ukrainische Medien vom Sonntag berichteten. Auch der ESC-Veranstalter, die European Broadcasting Union, bestätigte dies. Der 28-Jährige war beim Auftritt der Vorjahressiegerin Jamala auf die Bühne gesprungen und zeigte seinen nackten Hintern. Sicherheitsleute zerrten ihn von der Bühne. Nun droht dem Flitzer eine Geldstrafe. Sollten die Richter ihn als Gefährdung für die Öffentlichkeit ansehen, könnte er bis zu einem halben Jahr ins Gefängnis kommen.

Sedjuk trieb sein Unwesen bereits bei den Sängerinnen Adele und Madonna. Unter anderem küsste er auch den Schauspieler Will Smith und umarmte Leonardo DiCaprio auf Knien.

11.27 Uhr: Israel rechnet mit einem Verbleib im Eurovision Song Contest (ESC). Ein Sprecher der alten Rundfunkanstalt IBA hatte am Samstagabend für Aufregung gesorgt, als er bei Mitteilung der Punktevergabe live verkündete, nach 44 Jahren israelischer Teilnahme an dem Wettbewerb sei es das letzte Mal. Ein Sprecher des Außenministeriums in Jerusalem sagte jedoch am Sonntag, es werde erwartet, dass die neue israelische Rundfunkanstalt Kan die Zuständigkeit übernimmt.

Israel liegt zwar geografisch nicht in Europa, nimmt aber seit 44 Jahren an dem Wettbewerb teil und hat auch schon dreimal gesiegt. „Aber heute ist unsere letzte Nacht, bald wird die IBA für immer ihre Sendungen einstellen“, sagte der israelische Sprecher. Man danke Europa „für all die zauberhaften Momente und die schönen Jahre“. Der diesjährige israelische Teilnehmer Imri Ziv trat mit „I Feel Alive“ zwar als Erster auf, landete jedoch nur auf Platz 23 von insgesamt 26.

Die Schließung der staatlichen IBA (Israel Broadcasting Authority) nach jahrelangem Gezerre hatte in Israel für Erschütterungen gesorgt. Nach 49 Jahren wurde der Sender von der neuen staatlich finanzierten Kan (hebräisch für: hier) abgelöst.

Die „Times of Israel“ schrieb am Sonntag, Kan wolle die künftige Verantwortung für die Teilnahme am ESC übernehmen. Dafür müsse sie allerdings von der Europäischen Rundfunkunion aufgenommen werden.

ESC 2017: Das Ergebnis im Überblick

10.57 Uhr: Der ESC 2017 war für Deutschland ein Reinfall. Zum Glück haben nicht allzu viele Fernsehzuschauer das Fiasko im TV verfolgt: Mit nur 7,76 Millionen Zuschauern war dieser ESC der publikumsschwächste seit 2009. 

Die TV-Konkurrenz hatte dennoch keine Chance gegen den ESC. Bis auf eine Ausnahme: ZDF-Kommissar „Wilsberg“ mit seinem Krimi „Russisches Roulette“, eine Wiederholung aus dem Jahr 2015, kam auf beachtliche 4,83 Millionen Zuschauer (16,8 Prozent). Sat.1 brachte es mit seinem Gruseltrickfilm „Hotel Transsilvanien“ auf 1,43 Millionen Zuschauer (5,0 Prozent).

Konkurrenz weit abgeschlagen

Kein glückliches Händchen hatte RTL im ESC-Vorfeld um 20.15 Uhr mit seiner Musikdoku „Song Contest - Das Phänomen“, die lediglich 1,33 Millionen Zuschauer (4,9 Prozent) einschalteten. Auf das Vox-Drama „Deep Impact“ mit Morgan Freeman entfielen 1,30 Millionen Zuschauer (4,5 Prozent), auf den ZDFneo-Krimi „Lewis: Offene Wunden“ 0,92 Millionen (3,3 Prozent), auf die ProSieben-Komödie „Zu scharf, um wahr zu sein“ 0,83 Millionen (2,9 Prozent) und auf die RTL-II-Serie „Prison Break“ 0,55 Millionen (2,0 Prozent).

Im Durchschnitt liegt das ZDF seit Jahresbeginn unter den deutschen TV-Sendern mit einem Marktanteil von 13,2 Prozent auf dem ersten Platz. Es folgt das Erste mit 11,5 Prozent vor dem privaten Marktführer RTL mit 9,6 Prozent. Dahinter liegen Sat.1 (6,9 Prozent), Vox (5,2 Prozent), ProSieben (4,7 Prozent), Kabel eins (3,4 Prozent), RTL II (3,2 Prozent), ZDFneo (2,6 Prozent) und Super RTL (1,7 Prozent).

10:35 Uhr: Jetzt ist es amtlich: Deutschland hat zum dritten Mal in Folge beim Eurovision Song Contest versagt. Wenn Sie es immer noch nicht glauben können, hier nochmal das komplette Ergebnis:

1.

Portugal

Salvador Sobral

758 Punkte

2.

Bulgarien

Kristian Kostov

615 Punkte

3.

Moldau

SunStroke Project

347 Punkte

4.

Belgien

Blanche

363 Punkte

5.

Schweden

Robin Bengtsson

344 Punkte

6.

Italien

Francesco Gabbani

334 Punkte

7.

Rumänien

Ilinca feat. Alex Florea

282 Punkte

8.

Ungarn

Joci Pápai

200 Punkte

9.

Australien

Isaiah

173 Punkte

10.

Norwegen

Jowst

158 Punkte

11.

Niederlande

O‘G3NE

150 Punkte

12.

Frankreich

Alma

135 Punkte

13.

Kroatien

Jacques Houdek

128 Punkte

14.

Aserbaidschan

Dihaj

120 Punkte

15.

Großbritannien

Lucie Jones

111 Punke

16.

Österreich

Nathan Trent

93 Punkte

17.

Weißrussland

Naviband

83 Punkte

18.

Armenien

Artsvik

79 Punkte

19.

Griechenland

Demy

77 Punkte

20.

Dänemark

Anja Nissen

77 Punkte

21.

Zypern

Hovig Demirjian

68 Punkte

22.

Polen

Kasia Mos

64 Punkte

23.

Israel

Imri Ziv

39 Punkte

24.

Ukraine

O.Torvald

36 Punkte

25.

Deutschland

Levina

6 Punkte

26.

Spanien

Manel Navarro

5 Punkte

9:35 Uhr: Nach den beiden letzten Plätzen für Deutschland in den Vorjahren hat das Publikumsinteresse am Eurovision Song Contest einen Dämpfer bekommen. 7,76 Millionen Zuschauer verfolgten bis weit nach Mitternacht, wie der Portugiese Salvador Sobral den Wettbewerb für sich entschied und wie die deutsche Sängerin Levina Vorletzte wurde. Der Marktanteil betrug ab 20.15 Uhr am Samstagabend 31,5 Prozent. Im Vorjahr hatten noch rund 9,3 Millionen Menschen bei Jamie-Lees letztem Platz vor den Fernsehern gesessen, bei Lenas Sieg 2010 sogar etwa 13,9 Millionen. Nur 2009 waren es mit rund 7,3 Millionen weniger Zuschauer als in diesem Jahr.

Das waren die Zuschauerzahlen der letzten Jahre:

- 2009: ca. 7,3 Millionen Zuschauer

- 2010: ca. 13,9 Millionen Zuschauer

- 2011: ca. 14,7 Millionen Zuschauer

- 2012: ca. 8,3 Millionen Zuschauer

- 2013: ca. 8,2 Millionen Zuschauer

- 2014: ca. 8,9 Millionen Zuschauer

- 2015: ca. 8,1 Millionen Zuschauer

- 2016: ca. 9,3 Millionen Zuschauer

- 2017: ca. 7,8 Millionen Zuschauer

8.51 Uhr: Der vorletzte Platz für Sängerin Levina beim ESC 2017 dürfte wieder grundsätzliche Diskussionen über Deutschlands Abschneiden bei dem Musikwettbewerb nach sich ziehen. Auf die Frage nach den Gründen wusste die 26-jährige Levina nach der Show in der Nacht zum Sonntag in Kiew keinen Rat. Der legendäre ESC-Kommentator Peter Urban (69) vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) sagte: „Ich weiß auch nicht, woran es liegt.“

Nach dem ersten Schock über den vorletzten Platz musste die deutsche Vertreterin „Levina“ sich zwischenzeitlich die Tränen aus den Augen wischen. Kurz darauf konnte sie aber schon wieder lachen. Es sei trotzdem eine „wundervolle Erfahrung“ gewesen, sagte sie in der ARD. Sie habe so viel Spaß gehabt und tolle neue Leute kennengelernt. Die 26-Jährige bedankte sich bei Irland - der einzigen Länderjury, die Deutschland Punkte gab.

Der deutsche Auftritt war in diesem Jahr eher reduziert und in Grautönen gestaltet. Barfuß, mit dunklem Rock und hellem Oberteil sang Levina vor vergleichsweise schlichter Kulisse alleine auf der Bühne ihren Song „Perfect Life“.

ESC 2017: Das geschah am Finalabend

0.42 Uhr: Wir hoffen, Ihnen hat es genauso viel Spaß gemacht wie uns und verabschieden uns bis nächstes Jahr.

0.39 Uhr: Salvador hält eine kurze, aber flammende Rede gegen Wegwerfmusik. „Lasst uns wieder Musik machen, die wichtig und echt ist, die unsere Gefühle anspricht.“ 

0.35 Uhr: Das war‘s: Bulgarien konnte Portugal die Führung nicht entreißen. Salvador Sobral jubelt. Zurecht. Und Deutschland darf sich fragen, was es diesmal wieder falsch gemacht hat. 64 Prozent der Stimmen schickten damals Levina nach Kiew. Resultat: Vorletzter Platz.  

0.34 Uhr: Moldau ist jetzt auf den 2. Platz gesprungen!

0.33 Uhr: Das Publikum liebt Belgien, das Land schiebt sich auf den 2. Platz, ein Riesen-Satz!

0.29 Uhr: Mit den gesammelten Publikumsstimmen ist es klar: Deutschland belegt mit 6 Stimmen den vorletzten Platz, Spanien macht mit nur einem Punkt weniger das Schlusslicht. Schade!

0.23 Uhr: Das war der Jury-Durchgang, wir liegen auf dem vorletzten Platz, aber die Publikumsstimmen wiegen ebenso 50%. Portugal liegt mit mehr als 100 Stimmen vorne, gefolgt von Bulgarien und Schweden.

0.22 Uhr: Die Ukraine klopft Weißrussland auf die Schulter.

0.22 Uhr: Auch die Tschechen lassen Portugal jubeln.

0.22 Uhr: Kroatien mag Ungarn.

0.21 Uhr: Die Briten haben sich ebenfalls für Portugal entschieden. 

0.20 Uhr: Polen krönt ?

0.19 Uhr: Belgien kann die Schweden am meisten leiden.

0.18 Uhr: Slowenien ist die 15. Jury, die Portugal ganz oben sieht.

0.17 Uhr: Ungarn tanzt den Jury-Punkte-Reigen mit Portugal.

0.18 Uhr: Die Niederlande haben der Jury aus Rumänien zu danken. 

0.17 Uhr: Weißrussland verwöhnt Bulgarien.

0.16 Uhr Zypern gibt (wie immer) seine Dutzend an den Nachbarn Griechenland.

0.15 Uhr: Dank Georgien vergrößert sich der Abstand ‚Portugals zum Rest. 

0.14 Uhr: Irland schenkt Deutschland seiner ersten Punkte, drei an der Zahl. Die 12 Punkte sackt allerdings Belgien ein.

0.13 Uhr: So wie die Niederlande.  

0.12 Uhr: Die Schweizer sind auf der Seite Portugals.

0.11 Uhr: Portugal gönnt seine 12 Punkte Aserbaidschan. 

0.10 Uhr: Die deutsche Jury hat sich für Norwegen entschieden.

0.10 Uhr: Italien hingegen hat sich für Aserbaidschan entschieden. 

0.09 Uhr: Australien verbrüdert sich mit Großbritannien.

0.08 Uhr: Die Serben ebenfalls. 

0.07 Uhr: Island findet Portugal am besten.

0.07 Uhr: Österreich bekommt 12 Punkte aus Bulgarien!

0.04 Uhr: Bulgarien ist derzeit auf dem 2. Platz, Bronze für Italien. Aber wenn erstmal die Publikumsstimmen dazukommen, kann sich alles noch mal komplett umkrempeln. Wir könnten es dringend brauchen... 

0.03 Uhr: Armenien outet sich ebenfalls als Portugal-Fan.

0.03 Uhr: Moldau kungelt mit Rumänien.  

0.02 Uhr: Estland mag Bulgarien.

0.01 Uhr: Auch Litauen hat sich in den Portugiesen verliebt. Der führt jetzt mit einigem Abstand.

0.00 Uhr: Griechenland verwöhnt Zypern, auch das ist nicht neu.

23.59 Uhr: Die Franzosen beschenken Portugal. Außer Spanien hat derzeit nur Deutschland noch keinen einzigen Punkt. 

23.58 Uhr: Die Finnen verwöhnen den Nachbarn Schweden mit 12 Punkten.

23.57 Uhr: Spanien überrascht nicht: Portugal soll‘s sein.

23.57 Uhr: Norwegen favorisiert Bulgarien.

23.57 Uhr: Österreich sieht die Niederlande vorne. Kein Punkt an uns. Klar.

23.56 Uhr: Dänemark will Schweden siegen sehen.

23.55 Uhr: Mazedonien kuschelt mit Bulgarien. Deutschland hat nach wie vor 0 Punkte.

23.54 Uhr: Auch Malta mag Italien. 

23.54 Uhr: Albanien findet hingegen Italien spitze.

23.53 Uhr: Montenegro entpuppt sich hingegen als Griechenland-Fan.

23.52 Uhr: Israel hat dreimal gewonnen, wird aber nach 44 Jahren beim ESC aufhören, der Sender schließt, wird vekündet. Die vorerst letzten 12 Punkte der Jury gehen nach Portugal. 

23.51 Uhr: Auch Litauen liebt Portugal. 

23. 50 Uhr: San Marino: Portugal hat seine 12. 

23.48 Uhr: Aserbaidschan schenkt Weißrussland seine douze points, Deutschland: 0. 

23.48 Uhr: die Jury aus Schweden gibt Portugal 12 Punkte, wie gehen leer aus.

23.47 Uhr: Das Voting ist beendet!

23.41 Uhr: Und auch Jamala darf nochmal performen.

23.30 Uhr: Okay, wir geben es zu, diese Collage zweier ESC-2017-Knutsch-Szenen ist witzig.

23.25 Uhr: Die Wartezeit versüßt uns ESC-Gewinnerin Ruslana sowie ein tatsächlich spannender Mix aus ukrainischer Folklore und Pop. Zu Synthi-Klängen stehen neben traditionell gewandeten Damen mit ebensolchen Instrumenten weibliche Sturmtruppler auf der Bühne. Only at the ESC! 

23.11 Uhr: Lasset das Voting beginnen!

23.04 Uhr: Alma aus Frankreich singt - auch wenn es der Titel nicht vermuten lässt - mit „Requiem“ ein reinrassiges Liebeslied. Die leicht orientalisch anmutende Melodie hat die 28-Jährige wohl Nazim Khaled zu verdanken, der als Komponist verantwortlich zeichnet. Und im Hintergrund grüßt der Eiffelturm. Weil: Frankreich. Originell ist anders.

22.59 Uhr: Mädels, ihr müsst noch einmal Eure Schlüpper festhalten. Kristian Kostov ist der Justin Bieber, den sich Bulgarien immer erhofft hat. Doch auch wenn er mit seinen 17 Jahren der jüngste Teilnehmer dieses ESC ist, Welpenschutz bekommt er nicht. Der Song „Beautiful Mess“ wird nämlich seinen unzweifelhaften stimmlichen Qualitäten überhaupt nicht gerecht.

22.55 Uhr: Der nächste ESC-Schönling kommt aus Schweden. Robin Bengtsson klagt in seinem Song, er könne nicht weitermachen, und man wünscht sich, er würde sich daran halten. Doch die Disco-Nummer, die angenehm funky beginnt, langweilt schneller, als der David-Beckham-Verschnitt auf seinem albernen Bühnen-Laufband gehen kann.

ESC 2017: Belgien geheimnisvoll? Langweilig! 

22.50 Uhr: Blanche aus Belgien gilt ebenfalls als eine der Favoriten. Sie ist erst 17 und hat eine überraschend tiefe Stimme. Blöd nur, dass der Song „City lights“ ihr noch tiefere Noten vorschreibt, als sie sauber singen kann. Noch blöder, dass der Song schlichtweg langweilig ist, eine Steigerung kommt erst ganz gegen Schluss, wenn eine höhere Oktave angeschlagen ist. Doch bis dahin sind alle bereits alle eingeschlummert. Wenn sie wenigstens nicht so stocksteif dastünde!

22. 45 Uhr: A propos wagen: Die Ukraine traut sich mit einen fast waschechten Rock-Song ins Rennen. „Time“ von O.Torvald hat eine geradezu erstaunlich politische message für das Land: Die Suche nach einem Ort, an dem es keine Gewalt gibt. Nicole meets Nu-Metal? Einen hohen Platz kann sich der Kracher dennoch wohl kaum ausrechnen.

22.41 Uhr: Jetzt schlägt Levinas Stündchen. Dankenswerterweise singt sie auf Englisch, der Text ist nämlich eher so lala. Leider kommt bei „Perfect Life“ ihre Reibeisenstimme nicht so richtig zur Geltung. Und auch beim Outfit mit seinen gefühlten 50 Grauschattierungen (wir entschuldigen uns für diese Anspielung) hätte man mehr wagen können, rückenfrei hin oder her. Fehlerfrei gesungen war‘s allemal.

22.37 Uhr: Auf der Alm, da gibt‘s bekanntlich koa Sünd‘, und auch beim ESC darf jetzt gejodelt werden. Musikalisch sicher einer der außergewöhnlichsten Nummern dieses Jahr, die uns Ilinca feat. Alex Florea da kredenzen, denn neben dem Gejodel wird gerappt. Eine Crossover, der einfach Spaß macht. Aber hat er auch Siegeschancen? 

22.33 Uhr: Hovig Demirjian bekämpft die Schwerkraft in seinem Song, der bitteschön nicht mit „Human“ von Rag‘n‘Bone Man zu verwechseln ist, auch wenn der das vielleicht anders sieht. Nach dem britischen Beitrag ist der Zypriote stimmlich eher ein Leichtgewicht, da helfen auch keine Video-Projektionen.

ESC 2017: Britisches Goldmariechen überzeugt

22.29 Uhr: Die Briten mussten sich als Mitglied der „Big 5“ des ESC nicht erst qualifizieren. Sie versuchen es mit einer Ballade, die zwar vom Musik-Reißbrett kommt, aber dennoch mitreißt. Schuld daran trägt die walisische Musical-Darstellerin Lucie Jones, die als Goldmariechen mit großer Stimme aufwartet. Mitgeschrieben hat den Song "Never Give Up On You" übrigens die ESC-Gewinnerin aus dem Jahr 2013, Emmelie de Forest.

22.20 Uhr: Jowst ist nicht etwa der Sänger des norwegischen Beitrags, sondern der Herr hinter diesem in der lustig LCD-blinkenden Schweißermaske. „Grab the moment“ schwimmt im aktuellen Pop-Sound, und überrascht mit einem angenehm irritierenden Zwischenpart.  

22.17 Uhr: Der Wuschelkopf Manel Navarro kommt aus Spanien, sein Pop kommt nicht angeregt daher, sondern tiefenentspannt ange-reggaet. Dazu passt das Hawaii-Hemd. Einige Töne sitzen allerdings überhaupt nicht - zu viel vorher gekifft, Manel? 

22.12 Uhr: Demy aus Griechenland erklärt uns, was Liebe ist. Als Musical-Darstellerin ist schon mal geregelt, dass keine stimmlichen Hoppalas passieren werden. Auch das Aussehen stimmt - der atemberaubende Schlitz im Kleid lenkt dankenswerterweise von der langweiligen Eurodance-Nummer ab.

22.06 Uhr: Isaiah Firebrace ist erst 17 und der erste eingeborene Australier, der am ESC teilnimmt. Die jüngeren der weiblichen ESC-Fans dürften sich später die Finger für sein „Don‘t come easy“ wund wählen, auch wenn er nicht der erste und nicht der letzte Schnuckel ist. Musikalisch ragt die Ballade allerdings nicht besonders hervor.

ESC 2017: Der Kroate singt ein Duett mit sich selbst

22.02 Uhr: Einen gewichtigen Auftritt legt Jacques Housek aus Kroatien hin. In seinem wuchtigen Körper versteckt er nicht eine sondern gleich drei Stimmen: Pop, Heldentenor und Falsett, zwischen denen er schneller wechselt als man „My Friend“ sagen kann. Auch eine Sprache reicht ihm nicht. Beeindruckend! 

21.56 Uhr: „Lady Gaga für Arme“ motzt der Kollege, aber damit tut er Dihaj aus Aserbaidschan Unrecht. Ihr „Skeletons“ sticht durch den schwarzen Lippenstift der Sängerin, dem innovativen Einsatz von Kreide und vor allen dem anzugtragenden Herrn hervor, der auf einer Leiter sitzt und einen Pferdekopf trägt. Eine gespenstische Ballade, deren theatralische Inszenierung ihren ganz eigenen Reiz bekommt.

21.55 Uhr: Größer kann ein Kontrast nicht sein: Salvador Sobral aus Portugal ist mit seinem „Amor pelos dios“ ganz Gefühl. Schmachtender Blick inklusive (wenn er nicht gerade die Augen geschlossen hält). Auch er singt seine supersanfte Nummer, die einem Musical oder einer Disney-Schmonzette entsprungen sein könnte, in seiner Muttersprache - das gibt einen Sympathie-Sonderpunkt von uns. Und alle Frauen so: Schmacht!!!

21.49 Uhr: Die Australierin Anja Nissen singt für Dänemark „Where I am“ Dort hat sie „The Voice“ gewonnen. Und singen kann die Blondine im knallroten Abendkleid - das hört man spätestens, wenn sie am Schluss noch mal ne vokale Schippe auf die Power-Performance drauflegt.   

21.45 Uhr: Er ist einer der Favoriten des ESC 2017: Francesco Gabbani singt in "Occidentali's Karma" über nackte Affen, die wir alle in Wirklichkeit sind. Dazu werden Buddha und Yoga im Text besungen, Namaste meets Allez - Selten trifft Blödsinn mit Tiefsinnigkeit so gekonnt zusammen. Ein Ohrwurm ist der Song noch dazu. Ein Platz in den Top 3 dürfte sicher sein. Gar nicht affig!

Ungarn wird dem Motto des ESC 2017 gerecht  

21.40 Uhr: Joci Pápai ist der erste Vertreter der Sinti und Roma aus Ungarn beim ESC - in einem Land, wo diese ethnische Minderheit heftig diskriminiert wird. „Origo“ wirbt für Toleranz und wird damit dem Motto des ESC 2017 gerecht: „Celebrate Diversity“. Zum Gypsy-Pop schwingt eine bauchfreie dunkelhaarige Schönheit die Hüften zu einer Fiedel. Mehr Zigeuner-Klischees gehen nicht, aber in dem Fall ist es uns mal egal.

21.38 Uhr: Der Epic Sax Guy hat seinen großen Auftritt. Ob der Name der Band aus Moldau, „Sunstroke Project“, daher kommt, dass man den Titel nur mit Sonnenstich ertragen kann? „Hey Mamma!“ nervt jedenfalls gewaltig, auch wenn er leider ins Ohr geht. Wenigstens ist es keine weitere Ballade.

21.31 Uhr: O'G3NE treten für die Niederlande an. Falls sie im Anschluss mit Plagiatsvorwürfen von Wilson Phillips zu kämpfen haben sollten (und mit denen des Kostümdesigners von Atomic Kitten dazu), lassen sie sich das jetzt nicht anmerken. „Hold On“, äh... „Light and Shadows“ glänzt mit ihrem perfekten dreistimmigen Gesang, und wir haben schon viel schlimmere ESC-Songs gehört.

ESC 2017: Angenehme Abwechslung aus Armenien

21.27 Uhr: Mit der armenischen Sängerin Artsvik bleiben wir in der Luft: „Fly with me“, bittet sie. Der Song hat aber nichts mit dem fast gleichlautenden Jazz-Standard zu tun, hier gibt es einen gelungenen Electro-Ethno-Mix auf die Öhrchen. Klanglich eine willkommene Abwechslung, und auch als vielarmige Göttin Shiva macht sie ihre Sache gut, stimmlich fehlt da ebenfalls nichts. 

21.23 Uhr: Nathan Trent heißt der österreichische Sänger, „Running on Air“ sein Song. „I geh auf da Luft, heast?“ wäre auch schön gewesen. Eine der vielen Balladen des heutigen Abends, und nicht zuletzt der aufgehenden Halbmond, auf dem er herumklettert lässt den Song eher wie ein Schlaflied klingen. Man beachte das modische Detail.

21.19 Uhr: Wie diverse andere Kandidaten versucht‘s Weißrussland in der Landessprache. Die Folk-Nummer „Story of my life“ der „White Stripes“-Klone Naviband geht gut ab und der Refrain lädt zum Mitgröhlen ein. „Hey, hey, haiaiaiho!“ kriegt man auch noch nach dem dreizehnten Schnaps hin, egal woher man kommt. 

21.15 Uhr: Die Polin Kasia Mos hat bereits den einen oder anderen recht freizügigen Auftritt als Burlesque-Tänzerin und im Playboy hinter sich, beim ESC zeigt sie wenigsten viel Bein und hat obenrum alles hochgepuscht, was nur ging. Schön, dass sie immer noch atmen kann, denn stimmlich passt das, auch wenn die Ballade „Flashlight“ wahrlich nicht gerade umwerfend ist. 

21.14 Uhr: er fängt sich allerdings schnell und macht mit seiner Disco-Nummer und seinem durchtrainierten Body keine schlechte Figur. 

21.11 Uhr: Israel macht den Anfang. Wie so manch anderer hat auch Imri Ziv bei einer Casting-Show gewonnen. Sein Song: „I feel alive“ - und schon an den ersten Tönen hört man seine Nervosität, da wackelt‘s ganz schön im stimmlichen Gebälk.

21.06 Uhr: Nacheinander kommen alle 26 Teilnehmer des heutigen Abends auf die Bühne und werden schon einmal vorab vom ekstatischen Publikum bejubelt. An der Lautstärke kann man schon mal den einen oder anderen Favoriten ausmachen. Levinas Applaus war eher durchschnittlich, da helfen auch keine Kusshändchen.

21.03 Uhr: Über 1000 Menschen haben bei den Vorbereitungen zur Show mitgeholfen. Dementsprechend prächtig sieht auch die Bühne aus. 

21.02 Uhr: Das ist wahre ESC-Hingabe!

ESC 2017: ES GEHT LOS!!!

21.00 Uhr: Der Startschuss ist gefallen, die Eurovisions-Hymne erklingt, die Schalte nach Kiew steht.

Gorillas, Mondfahrer, Pferdekopfmänner: Das war der ESC 2017

20.57 Uhr: Dieses ESC-2017-Bullshit-Bingo verdient es geteilt zu werden:

20.43 Uhr: Unsere österreichischen Nachbarn scheinen ihrem ESC-Vertreter nicht viel zuzutrauen. Laut einer Online-Umfrage von heute.at glauben 56 Prozent der Teilnehmer, dass Nathan Trents Lied keine Chancen auf den Gewinn hat, nur 31 Prozent sagen: Wir schaffen das! Dazu soll nicht verschwiegen werden, dass gerade einmal 36 Leser mitgemacht haben.

20.41 Uhr: Eine Twitter-Nutzerin hat eine gewagte These, die wir lieber nicht kommentieren möchten.

ESC 2017: Levina im Video-Interview mit der Reeperbahn

20.37 Uhr: Im Kurz-Interview vor Beginn der Show zeigt sich Levina mit strahlendem Lächeln, die Stimme macht mit, sie hat Spaß - was zählen da schon die Punkte?

20.31 Uhr: Auch in diesem Jahr hat Kollege Armin Linder eine Public-Viewing-Runde einberufen, bei der die Teilnehmer ihre eigenen Punktebewertungen von 1 bis zwölf abgeben. Lokalpatriotismus ist auch hier offenbar angesagt.

20.27 Uhr: Auf einen waschechten Skandal dürfen wir in dieser braven Ausgabe des ESC zumindest hoffen: Sollte er gewinnen, droht der bulgarische Teilnehmer Kristian Kostov („Beautiful Mess“) die Siegestrophäe, ein gläsernes Mikrofon, zu zerschlagen - in Moskau. „Ich werde ein Zertrümmer-Video machen und ich hoffe, dass viele es ansehen werden“, sagte der 17-Jährige, der als einer der Favoriten gilt. Ob die Ankündigung als solidarischer Akt für seine Wahlheimat Russland zu verstehen ist, ließ das ESC-Küken offen.

20.23 Uhr: Schwule und Lesben haben eine lange Tradition beim ESC. 1997 trat mit dem Isländer Paul Oscar der erste offen schwule Sänger auf. Als "Outing" des Wettbewerbs gilt vielen aber heute bereits das Jahr 1961. In einer Zeit, wo etwa in Deutschland Homosexualität noch strafbar war, sang der für Luxemburg startende Franzose Jean-Claude Pascal "Nous les amoureux" und darin die Zeile "Wir, die Liebenden, nicht immer versteht man uns". Jahre nach seinem Sieg outete er sich und gab an, dass es ihm um homosexuelle Leidenschaften gegangen war.

ESC 2017: Barbara Schöneberger meldet sich aus Hamburg 

20.19 Uhr: 200 Millionen Menschen dürften heute Abend weltweit an den Bildschirmen kleben, berichtet Barbara Schöneberger vom ESC-Countdown in Hamburg. Sie wird später die deutschen Punkte verkünden.

20.17 Uhr: 1957 wagten es die dänischen Starter Birthe Wilke und Gustav Winckler den längsten Kuss der ESC-Geschichte: Geschlagene elf Sekunden dauerte der - und war damals ein Skandal. In dem Jahr geht alles extrem zahm zu. Da ist ein tanzender Mann im Gorilla-Kostüm schon das höchste der Gefühle, beileibe kein Aufreger.  

20.15 Uhr: In dem Jahr gibt es gleich mehrere Interpreten, die sich entschlossen haben, in ihrer Muttersprache singen - Frankreich etwa, aber auch Ungarn, Italien und Portugal. Gar kein Englisch gab es in der ESC-Geschichte nur zweimal zu hören, 1956 und 1958. 

Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat sich kürzlich für deutsche Liedtexte beim ESC ausgesprochen. „Der Reiz eines solchen Wettbewerbs liegt doch in der kulturellen Vielfalt“, so Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels. Es gehe „nicht um Deutschtümelei, sondern um die Förderung der deutschen Sprache“. Lieder würden auch dann vom Publikum verstanden, wenn sie nicht auf Englisch gesungen würden - und zwar auf einer emotionalen Ebene. Die Frage ist allerdings: Will man die Texte wirklich verstehen?

20.10 Uhr: Wie geht‘s eigentlich Levina? Vor drei Stunden postete sie auf ihrer Facebook-Seite ein Bild von hinter den Kulissen. Offensichtlich ist sie trotz aller Aufregung bester Laune.

20.06: Was eignet sich besser als ein wenig mehr oder weniger unnützes Wissen über den Eurovision Song Contest, um die Zeit totzuschlagen. Wussten Sie, dass es in den Anfangsjahren den Interpreten quasi verboten war, sich während des Vortrags zu bewegen? Heutzutage möchte man das Herumgehupfe auf der Bühne nicht mehr missen. Man denke nur an so legendäre Auftritte wie die des tanzenden Derwischs von Dschinghis Khan 1979...

20.04 Uhr: In einer knappen Stunde ist es also mal wieder so weit: Der ESC steht an. Bis es ernst wird, tickern wir uns schon mal ein wenig warm.  

+++ Guten Abend und herzlich willkommen zum Live-Ticker zum Finale des Eurovision Song Contest 2017! Heute Abend ab 21 Uhr wird es ernst - welches Land krönt sich zu Europas beliebtestem Act? Und wer blamiert sich mit seinem Auftritt? Wir begleiten die Show aus Kiew hier im Live-Ticker und bewerten dabei selbst, was wir von den Auftritten der einzelnen Nationen halten. 

ESC 2017: Die wichtigsten Infos zum Eurovision Song Contest

Der Musikwettbewerb hat eine lange Tradition: Seit 1956 veranstaltet die European Broadcasting Union (EBU) den Eurovision Song Contest. Für ESC-Fans ist die Show ein absolutes Highlight, oft wird der ESC gemeinsam in großer Runde angeschaut und dabei die einzelnen Interpreten genauestens beobachtet und bewertet. Falls Sie genau das am Samstagabend vorhaben, finden Sie hier ein PDF der Startliste mit viel Platz für eigene Kommentare. Eine Übersicht mit allen 26 Finalteilnehmern finden Sie unter diesem Link. Außerdem können Sie hier nachsehen, wo der ESC im Fernsehen und Live-Stream übertragen wird. 

In diesem Jahr findet der ESC in Kiew statt, nachdem die ukrainische Sängerin Jamala im Vorjahr die meisten Punkte gesammelt hat. Apropos Punkte: Auch beim Eurovision Song Contest 2017 können alle 42 teilnehmenden Länder abstimmen, also auch die, deren Künstler bereits im Halbfinale ausgeschieden sind. Wie schon 2016 werden die Votings der Zuschauer und der Jury getrennt gewertet und zwar in einem Verhältnis von 50:50. Damit kann jedes Land einem Teilnehmer maximal 24 Punkte geben. Allerdings behält sich die EBU dieses Jahr vor, die beiden Voting-Ergebnisse unterschiedlich zu gewichten. 

ESC 2017: Das sind die Favoriten beim Eurovision Song Contest

Großer Favorit auf den ESC-Sieg ist der Italiener Francesco Gabbani mit seinem Song Occidentali’s Karma. Den Quoten der Wettbüros zufolge sind ihm aber die Teilnehmer aus Portugal und Bulgarien dicht auf den Fersen. Als geheimer Favorit wird zudem Belgien Chancen zugesprochen. Alle diese Acts sollten Sie sich also nicht entgehen lassen (siehe Startreihenfolge unten). 

ESC 2017: Das sind die Chancen der deutschen Starterin Levina

Für Deutschland tritt die 26-Jährige Levina mit ihrem Song „Perfect Life“ an, der bei Experten aus der Musikszene bereits für Irritation gesorgt hat. ESC-Kenner wissen, dass sich die Deutschen in den vergangenen Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben. 2015 und 2016 landeten die deutschen Kandidaten auf dem letzten Platz. 

In diesem Jahr sollte eine weitere Blamage also unbedingt vermieden werden. Die Buchmacher sehen Levina immerhin im hinteren Mittelfeld. Allerdings spricht die Startreihenfolge gegen die Sängerin aus Bonn. Levina ist nach dem irren Jodel-Auftritt der Rumänen und vor Gastgeber Ukraine und Geheimfavorit Belgien dran. Dazwischen könnte der deutsche Auftritt etwas untergehen. 

Doch erinnern wir uns an den Titel des Songs, mit dem Katja Ebstein beim ESC von 1970 den dritten Platz für Deutschland holte: “Wunder gibt es immer wieder.“ In diesen Sinne: Viel Spaß beim Eurovision Song Contest 2017!

ESC 2017: Die Teilnehmer und Startreihenfolge im Überblick

Nummer

Land

Interpret

Song

1

Israel

Imri Ziv

I Feel Alive

2

Polen

Kasia Moś

Flashlight

3

Weißrussland

Naviband

Story Of My Life

4

Österreich

Nathan Trent

Running On Air

5

Armenien

Artsvik

Fly With Me

6

Niederlande

O'G3NE

Lights And Shadows

7

Moldau

SunStroke Project

Hey, Mamma!

8

Ungarn

Joci Pápai

Origo

9

Italien

Francesco Gabbani

Occidentali’s Karma

10

Dänemark

Anja Nissen

Where I Am

11

Portugal

Salvador Sobral

Amor pelos dois

12

Aserbaidschan

Dihaj

Skeletons

13

Kroatien

Jacques Houdek

My Friend

14

Australien

Isaiah

Don't Come Easy

15

Griechenland

Demy

This Is Love

16

Spanien

Manel Navarro

Do It For Your Lover

17

Norwegen

Jowst

Grab The Moment

18

Großbritannien

Lucie Jones

Never Give Up On You

19

Zypern

Hovig Demirjian

Gravity

20

Rumänien

Ilinca feat. Alex Florea

Yodel It!

21

Deutschland

Levina

Perfect Life

22

Ukraine

O.Torvald

Time

23

Belgien

Blanche

City Lights

24

Schweden

Robin Bengtsson

I Can't Go On

25

Bulgarien

Kristian Kostov

Beautiful Mess

26

Frankreich

Alma

Requiem

sr/hn

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