Muskelspiele

Filmkritik zu „The Lego Batman Movie“

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"The LEGO Batman Movie"

Noch vor wenigen Jahren galt Lego ausschließlich als Spielzeug für Jüngere. Inzwischen sind die dänischen Klötzchen Kult. Als dann 2014 nach einigen Videospiel-Adaptionen auch der erste Lego-Film herauskam, war die Skepsis anfangs groß:

ein Animationsfilm, ausschließlich mit Lego-Männchen bevölkert? Das funktionierte überraschend gut – und auch erwachsene Begleitpersonen hatten im Kino viel Spaß mit den Spielzeugkameraden.

Der zweite Kinofilm „The Lego Batman Movie“ variiert nun, wie der Titel schon sagt, die Geschichte des düsteren Comic-Helden Batman. Der Fledermausmann will Gotham City vor dem üblen Joker und seinen finsteren Genossen bewahren. Doch insgeheim hat Batman Angst vor Schlangen und Clowns – die ersten Rettungsversuche der Stadt schlagen dramatisch fehl. Stattdessen adoptiert er aus Versehen ein Waisenkind. Und das ist noch nicht alles.

Der originell umgesetzte Animationsfilm bietet Scherze für jedes Alter, auch wenn die Botschaft zielgruppengerecht schlicht gehalten ist. Selbstironisch und anspielungsreich sind viele Dialoge, da findet jeder Zuschauer seine Lieblingswitze. Auch die Kamera zitiert geschickt bekannte Fahrten und Einstellungen aus Actionfilmen. Dank des cleveren Drehbuchs taugt sogar ein Männchen mit aufgemalten Bauchmuskeln und schwarzem Umhang als Identifikationsfigur für Jung und Alt.

Ulrike Frick

„The Lego Batman Movie“

Regie: Chris McKay

Laufzeit: 106 Minuten

Sehenswert ((((;

Dieser Film könnte Ihnen und Ihren Kindern gefallen, wenn Sie „The Lego Movie“ mochten.

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