Bei einem Auftritt wird es ganz still

Große Emotionen bei „Sing meinen Song“: Judith Holofernes spricht über schwere Zeit

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Leslie Clio, Judith Holofernes und Marian Gold (v.l.) waren nach seinem Auftritt ganz ruhig.

Als der „Alphaville“-Frontmann ein Lied von „Wir sind Helden“ singt, kippt bei den Teilnehmern von „Sing meinen Song“ die Stimmung. Vor allem Judith Holofernes wird ganz still.

München - Die sonst immer fröhliche Teilnehmer-Runde von „Sing meinen Song“ zeigte sich am Dienstagabend von einer ganz anderen Seite. 

Diesmal drehte sich alles um die Lieder der „Wir sind Helden“-Frontfrau Judith Holofernes. Als Marian Gold, Sänger der Band „Alphaville“, ein Lied der Musikerin interpretiert, wird es plötzlich ganz still. 

Er hatte sich ausgerechnet das Lied „Bring mich nach Hause“ ausgesucht. Ein sehr emotionaler Song, der für Judith Holofernes eine ganz besondere Bedeutung hat. Der Song erinnert sie an eine schwere Zeit in ihrem Leben. „Ich habe ihn in einer Zeit geschrieben, in der ich tief erschöpft war. Ich war richtig durch. Und dieses Lied hat eine Sehnsucht ausgedrückt, mich aufzulösen und aufhören zu dürfen“, erklärt die Sängerin. Zwei Jahre nach Erscheinen des Lieds legten „Wir sind Helden“ eine Pause ein, die bis heute anhält.

Marian Golds emotionaler Auftritt bei „Sing meinen Song“ berührte die Zuschauer.

Diese Emotionen waren auch in der Interpretation von Marian Gold zu spüren. Ergriffen sahen die anderen Teilnehmer zu. Auch ihn selbst nahm das Lied sichtlich mit. Den Tränen nahe, ließ er sich von seinen Kollegen drücken. Marian Gold kann die Gefühle von Holofernes, die sie in den Song gepackt hat, nach eigenen Angaben gut nachvollziehen. Warum er sich „Bring mich nach Hause“ ausgesucht hatte, erklärte er nämlich mit eigenen Emotionen, die er mit dem Lied verbindet: „Irgendwo spürt man in sich so eine Sehnsucht, dass man ausgehen will, wie so eine Kerze.“

Emotionale Reaktionen zu Marian Golds Auftritt bei „Sing meinen Song“

Judith Holofernes selbst war begeistert vom Auftritt: „Was Marian gemacht hat, ist mir sehr ans Herz gegangen - sich so einen dunklen Song rauszusuchen. Den kann ich selbst kaum singen.“

Auch andere Kollegen in der Fernsehsendung waren voll des Lobes. Rea Garvey kommentierte: „Wir haben alle gesehen, dass er seine eigene Geschichte singt. Auch als er sich einmal an den Kopf geschlagen hat, hat er das nicht gemacht, weil es der Text verlangt, sondern weil er diesen Kampf kennt.“ Der diesjährige Gastgeber Mark Forster zeigte sich ebenfalls beeindruckt. „Das war sehr hingebungsvoll und mutig. Das trauen sich nur die ganz Großen“, lobt er.

Für viele Zuschauer ist Marian Gold der Überraschungskandidat der aktuellen Staffel. „Sehr warm und immer bei seinen eigenen Emotionen und er kann es transportieren. Ich kann es beim besten Willen nicht verhindern - bei jeder Interpretation sehe ich Bilder und habe Gänsehaut“, schreibt etwa ein Fan auf Facebook.

Obwohl Marian Gold mit seinem Auftritt alle begeisterte, kürte Judith Holofernes am Ende Rea Garvey zum Sieger des Abends. Der Ire hatte komplett auf Deutsch gesungen.

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