Lustlose Action

„Jack Reacher: Kein Weg zurück“: Der Rächer

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Szene aus dem Film "Jack Reacher2: Kein Weg zurueck".

München - „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ wirkt wie Action aus dem Baukasten.

Eigentlich hat Jack Reacher seinen Job bei der Eliteeinheit der Militärpolizei hinter sich gelassen. Doch die Vergangenheit holt den Ex-Major ein, und so hat er keine andere Wahl, als mal wieder schlagkräftig für Ordnung zu sorgen. Zum zweiten Mal kommt ein Film nach einem Roman des Thrillerautors Lee Child ins Kino. Wilde Verfolgungsjagden, Prügelszenen und jede Menge Geballer sorgen für reichlich Action, können aber nicht über die uninspirierte Geschichte hinwegtäuschen.

„Jack Reacher: Kein Weg zurück“ wirkt wie ein Actionfilm aus dem Baukasten. Wichtigster Bestandteil: Tom Cruise als kampferprobter Rächer, der wortkarg seine Gegner niedermetzelt und mit seinem prominenten Namen die Kinokassen zum Klingeln bringen soll.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Reacher flirtet am Telefon mit seiner Nachfolgerin Major Susan Turner (Cobie Smulders). Als sich die beiden treffen wollen, ist Turner verschwunden. Sie wird der Spionage verdächtigt und sitzt in Haft. Reacher wittert Verrat. Mit allen Mitteln will er beweisen, dass Turner Opfer eines Komplotts wurde, mit dem eine Bande illegale Waffenschiebereien während eines Einsatzes in Afghanistan und einen Mord vertuschen will. Während Reacher sich mit den Kriminellen anlegt, erhält er die Nachricht, dass er eine Tochter hat. Auch seine Gegner erfahren von Samantha (Danika Yarosh), die deswegen in große Gefahr gerät.

Cruise („Mission: Impossible“) ist im Actionkino seit Langem zuhause – vielleicht ein bisschen zu lange. Routinemäßig spult der 54-Jährige seine Rolle ab und erweckt bei den Zuschauern den Eindruck, als müsse er gerade sehr hart arbeiten. Das bedeutet in diesem Zusammenhang, ordentlich zu ballern und die Fäuste zu schwingen. Lustlos wirkt der hochbezahlte Schauspieler, was das Vergnügen leider dämpft.

„Jack Reacher: Kein Weg zurück“

mit Tom Cruise

Regie: Edward Zwick

Laufzeit: 119 Minuten

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Cordula Dieckmann

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