Kult-Comedy

„Pastewka“ feiert Comeback - aber nicht bei Sat.1

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Bastian Pastewka.

Berlin - Sieben Staffeln lang war Bastian Pastewka mit seinem Comedy-Format „Pastewka“ bei Sat.1 zu sehen. Nach einer Pause gibt es jetzt eine achte Staffel. 

Hätte Matthias Schweighöfer nicht die ganze Kohle für seine Serie You are wanted verbraten, hätte auch Pastewka künftig in einem luxuriösen Loft in Berlin spielen können. Aber nein, Schweighöfer hatte ja Vorzugsrecht. Wie berichtet, ist You are wanted die erste Serie, die exklusiv für den deutschen Video-Streaming-Dienst Amazon Prime Video produziert wurde. Am 17. März startet sie. Nun zieht Bastian Pastewka nach. Bisher lief die Serie, die seinen Nachnamen trägt, auf Sat.1. Vier Jahre nach der siebten und eigentlich letzten Staffel wechselt sie zu Amazon Prime, dort wird ab 2018 die nunmehr achte Staffel von Pastewka zu sehen sein.

„Wir bleiben in Köln, und Pastewka muss weiter den roten Saab fahren. Matthias hat ja kein Geld mehr übrig gelassen“, sagt Christoph Schneider in Anspielung auf das mittlerweile zum Kult gewordene Beförderungsmittel der Serien-Hauptfigur. Schneider, der Deutschland-Chef des Streaming-Anbieters, scherzt natürlich. Wo sonst als in Köln könnte die beliebte Reihe spielen?

Nicht nur die Kölner warten ungeduldig auf eine Fortsetzung. Auch der Mitautor und Hauptdarsteller selbst wusste eigentlich immer, dass die siebte nicht die letzte Staffel bleiben würde.

„Diese seltsame Beziehung von Anne und Bastian, die bei uns im Zentrum steht, ist noch nicht zu Ende – die geht jetzt erst richtig los“, betont er gestern Vormittag beim Pressegespräch in München. „Als wir angefangen haben, waren wir 30. Jetzt möchten wir erzählen, wie die lange Beziehung von Bastian und Anne in eine leichte Krise schlittert, in eine Midlife Krise.“

Das Format bleibt eine Sitcom, doch stärker noch als früher soll sie sich an einem roten Faden orientieren, also nicht Folge für Folge unabhängig voneinander ein anderes Abenteuer erzählen. Und auch visuell wird sie sich verändern, soll aufgewertet werden. Schließlich erreichen sie jetzt keine Zufalls-Fernsehzuschauer mehr, sondern nur Menschen, die Amazon Prime kostenpflichtig beziehen. Pastewka selbst ist voll der Vorfreude. Denn obwohl er betont, wie angenehm die Zusammenarbeit mit der Sat.1-Redaktion immer gewesen sei, klingt doch durch, wie angenehm es nun ist, noch freier agieren zu können. Schneider will Pastewka und seinem Team freie Hand lassen. Als bekennender Fan sieht er’s pragmatisch: „Genau deswegen holen wir uns doch den Spitzenkoch: Damit wir nicht immer noch selbst nachsalzen müssen.“ Wie es dem Zuschauer schmeckt, bewertet künftig nicht mehr die Quote – ab jetzt zählen Klicks. 

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