Kandidatin mit Zwangsstörung

Psychologin warnt: Das könnte Hanka im Dschungelcamp passieren

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Hanka Rackwitz beim Einzug ins Dschungelcamp 2017. Alle Infos zu 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!' im Special bei RTL.de. www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html

München - Schon in der ersten Folge des Dschungelcamps 2017 musste Hanka Rackwitz mit Psycho-Problemen kämpfen. Eine Psychologin warnt: Das könnte ihr passieren.

Update vom 19. Januar 2017: Das Dschungelcamp 2017 ist für Hankas Zwangsstörung die perfekte Therapie. Das meint der Münchner Psychiater Dr. Oliver Seemann. Im Video-Interview mit tz.de erklärt er, wie das Dschungelcamp Hanka helfen kann.

Wie die Zuschauer schon in der ersten Folge des Dschungelcamps 2017 erleben konnten, kämpft Kandidatin Hanka Rackwitz im  Dschungelcamp 2017 mit ihren psychischen Problemen. Die TV-Maklerin will niemandem die Hand geben (wie bei der Begrüßung der Kandidaten) und bekommt zudem panische Angst, wenn sie mit Alltagsgegenständen in Berührung kommt. Überall sieht sie Keime und Bakterien.

Das hat Folgen: Gleich am ersten Tag im australischen Busch brach sie mehrfach in Tränen aus. Los ging es beim Einzug, als ihre Klamotten von einer Rangerin kontrolliert wurden und diese an Hankas Privatzeug herumfummelte. Die Kandidatin erklärte der Rangerin schockiert: „Ich kann meine Unterwäsche nicht mehr anziehen, wenn jemand sie angefasst hat! I have a psychische Krankheit.“

Bei der ersten Prüfung trat Hanka Rackwitz gegen Markus Majowski an. Sie musste einen Stern aus fünf Teilen in einem Terrarium zusammensetzen, in dem tausende grüne Ameisen saßen. Sie biss sich tapfer durch und holte einen Stern für Team „Snake Rock“. Aber gleich nach dem Ende der Prüfung reagierte Hanka panisch: Einige der Ameisen hingen noch an ihrem Körper und bissen sie so heftig ins Bein, dass sie blutete. Ein absolutes Horrorszenario für die Virenphobikerin mit Zwangsstörungen! Dr. Bob rannte sofort zu ihr und wollte sie verarzten. Aber das hätte Körperkontakt bedeutet. Und so lehnte Hanka Dr. Bobs Hilfe entschieden ab. „Diese Panik“, sagte sie aufgeregt. „Ich kann es nicht ändern. Das geht wieder weg. Ich muss es nur aussitzen.“ Erst als Dr. Bob ihr versicherte, seine Hände gewaschen zu haben, hielt Hanka still. Der Dschungel-Doc reinigte die Wunde und gab der Kandidatin ein kleines Pflaster.

Gegen Ende der ersten Folge erlebten die RTL-Zuschauer auch noch, wie Hanka lange Zeit weinend im Sprechzimmer des Dschungelcamps saß und Panik wegen ihrer kleinen Verletzung durchlebte. Wie sie den Zuschauern mitteilte, befürchtete sie, dass „Unheil“ in den Köper dringen könnte.

Psychologin: Diese Probleme belasten Hanke im Dschungelcamp 2017

Nicht wenige Zuschauer dürften sich gefragt haben, wie lange Hanka das Dschungelcamp 2017 durchsteht. Die „Berliner Morgenpost“ fragte eine Fachfrau, was Hanka genau Probleme macht und wie gefährlich es für sie im australischen Busch in psychischer Hinsicht werden kann.

Bekanntlich leidet die Kandidatin an einer Zwangsstörung. Aber was ist das eigentlich? „Unter einer Zangsstörung verstehen wir eine psychologische Störung, wo jemand irgendetwas tun muss oder denken muss, ohne dass er das eigentlich will und was einen großen Anteil an Zeit für diesen Patienten in Anspruch nimmt“, erklärt Dr. Isabella Heuser, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Berliner Charité. Ganz bekannt sei der Waschzwang. „Das sind Menschen, die ständig aus Angst, sich anzustecken, sich mit irgendwelchen Bakterien zu kontaminieren, die Hände bis zu 100, 150 oder 200 Mal am Tag waschen müssen.“ Ähnliches berichtete auch Hanka in ihrem Buch "Ich tick nicht richtig: Mein Leben mit Zwängen, Ängsten und Macken".

Neben der Zwangsstörung, so erklärt Dr. Heuser, gibt es auch noch den Kontrollzwang. „Das sind Menschen, die zum Beispiel nicht aus dem Haus gehen können, ohne dass sie stundenlang vorher kontrolliert haben, dass alle elektrischen Geräte abgeschaltet sind, dass die Haustür verschlossen ist.“

Eine Zwangsstörung sei sehr gut behandelbar, betont die Expertin. „Zum Beispiel müssen dann solche Patienten irgendwelche für sie unerträglich schmutzigen Dinge anfassen- wie zum Beispiel eine Türklinke - und dürfen sich danach nicht die Hände waschen.“ Dies könne man als Konfrontationstherapie bezeichnen. Also das, was Hanka unfreiwillig auch im Dschungelcamp machen muss.

Charité-Psychologin Dr. Heuser: Das droht Hanka im Dschungelcamp 2017

Und was kann im schlimmsten Fall mit Hanka Rackwitz im Dschungelcamp 2017 passieren? „Das hängt natürlich davon ab, wie ausgeprägt ihre Zwangsstörung jetzt noch ist“, erklärt Dr. Meuser. „Aber im schlimmsten Fall könnte sie sowas wie einen - in Anführungsstrichen - Nervenzusammenbruch haben. Das heißt: einfach diese Ängste, diese Belastungen nicht mehr aushalten. Und dann vermutlich das Dschungelcamp von alleine verlassen.“

Man darf hoffen, dass die sympathische TV-Maklerin dieses Horrorszenario nicht erleben muss.

Dschungelcamp 2017: Alle Informationen zu IBES

Über die zwölf mehr oder weniger prominenten Kandidaten beim Dschungelcamp 2017 gab es lange Spekulationen. Doch mittlerweile stehen die Teilnehmer natürlich alle fest und sind ins Camp eingezogen. Wer bei IBES 2017 dabei ist, erfahren Sie hier. Sie sind ein echter Dschungel-Fan? Dann ist das hier für Sie ein Muss: Die Übersicht aller Sendezeiten des Dschungelcamps 2017. Und: So sehen Sie das Dschungelcamp 2017 im Live-Stream. In diesem Jahr gab es außerdem Neuerungen. Außerdem finden Sie alle Bilder, Infos und News in unserem Dschungelcamp-Ressort.

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