Spektakuläre Pläne

Streaming: Sky kündigt große Programm-Revolution an

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Das komplette Sky-Angebot auch im Netz verfügbar? Ab 2018 soll das möglich sein.  

München - In Zukunft will der Pay-TV-Sender Sky eine Alternative zu seinem TV-Angebot anbieten und den Zuschauern das komplette Programm via Internet-Stream zugänglich machen.  

Der Pay-TV-Sender Sky geht mit der Zeit und plant ab 2018 eine echte Revolution. Aufgrund der großen Konkurrenz von Video-on-demand-Portalen wie Netflix oder Amazon Prime will Sky ab dem kommenden Jahr sein komplettes Programm via Internet-Stream anbieten. So soll es Sky-Kunden neben dem Kabel-, Satelliten und IPTV-Empfang möglich sein, das vollständige TV-Angebot auch im Netz zu streamen. Bisher konnten Sky-Kunden über das Online-Streaming-Portal Sky Go ausgewählte On-Demand-Inhalte auf dem Laptop, Tablet und Smartphone empfangen. 

Sky plant, das Angebot ab 2018 zunächst in Großbritannien zu starten - Länder wie Deutschland, Österreich und Italien sollen nachziehen. Laut dem Pay-TV-Sender soll die Streaming-Option über einen neuen Receiver, Sky Q, ermöglicht werden. Dieser ist in Großbritannien bereits erhältlich und soll nach und nach mit Updates ausgestattet werden. Neben einer verbesserten Personalisierungsoption soll der neue Receiver auch über eine Sprachsuche und eine erweiterte Aufnahmeoption (bis zu sechs Sendungen gleichzeitig) verfügen. Das gab der Sender bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen bekannt. 

Bereits im Dezember vergangenen Jahres sorgte Sky mit der Meldung, den Sender Sky Sport News HD auch im Free-TV anzubieten, für eine Überraschung. 

Der gekaufte Sky-Film bequem per Post in den Briefkasten? Ab 2018 soll das möglich sein 

Mit dieser Neuausrichtung will Sky jedoch nicht nur den eigenen Kunden einen zusätzlichen Service anbieten. Ab 2018 soll es auch ohne Sky-Abo möglich sein, in den Genuss des Pay-TV-Programms zu kommen. Bisher konnte mit dem sogenannten „Sky Ticket“ bestimmte Programminhalte wie beispielsweise Bundesligaspiele auch ohne Abschluss eines Abos freigeschaltet werden. Bereits 2017 will man dieses Angebot mit dem Launch des „Sky Stores“ weiter ausbauen. Per Einmalzahlung werden so Filme, Serien und Sportereignisse auch ohne Abonnement zu sehen sein.

Das Besondere daran: Wer sich entscheidet, in der Online-Videothek einen Sky-Film oder eine Sky-Serie zu kaufen, der hat darüber hinaus die Möglichkeit, den erworbenen Inhalt direkt downzuloaden oder per Post zu erhalten. Laut Sky will man in Großbritannien zudem eine My-Sky-App auf den Markt bringen, mit der Kunden Vertragsdetails einsehen können. Wann und ob die App auch in Deutschland erhältlich sein soll, ist nicht bekannt. Ein genaues Datum für den Start der Stream-Revolution von Sky gibt es ebenfalls noch nicht.

Zuletzt geriet der Pay-TV-Sender in die Schlagzeilen, da man sich zunächst nicht mit Discovery Network Deutschland auf einen neuen Vertrag einigen konnte. Hätten sich beide Unternehmen nicht in letzter Sekunde geeinigt, wären einige Kanäle, darunter auch die Eurosport-Sender (besitzen ab kommender Saison Teile der Bundesliga-Rechte), aus dem Sky-Programm verschwunden. 

Ob die Pläne wirklich Erfolg haben, wird sich zeigen - in vielerlei Hinsicht ist Sky gegenüber anderen Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime ins Hintertreffen geraten. Laut dem Statistik-Portal statista.com befindet sich Sky hinter Netflix und Amazon Prime (Platz eins) lediglich auf Platz drei. Das neue Konzept könnte ein Versuch sein, den Rückstand aufzuholen. Das Angebot von Sky On Demand und Sky Go ging in eine ähnliche Richtung, während andere Konzepte wie etwa Sky Snap (wurde 2015 eingestellt) in der Form gefloppt sind.

kus

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