Permanente Nennung wird aufgehoben

„Tagesschau“ ordnet AfD nicht als rechtspopulistisch ein

Hamburg - Die „Tagesschau“ ordnet die AfD nicht mehr bei jeder Erwähnung als rechtspopulistisch ein.

Chefredakteur Kai Gniffke trat jedoch Berichten entgegen, wonach seine Redaktion künftig generell auf den Begriff „rechtspopulistisch“ für die AfD verzichte. Der Begriff werde weiterhin regelmäßig in direktem Kontext mit der Partei verwendet, allerdings nicht bei jeder einzelnen Nennung, sagte Gniffke am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. „Nach wie vor halte ich die AfD für eine rechtspopulistische Partei“, betonte er weiter. „Das bedeutet aber nicht, dass wir permanent das Attribut „rechtspopulistisch“ vor dem Parteinamen AfD nennen müssen.“

Die Partei sei mittlerweile den meisten Menschen bekannt, erläuterte Gniffke. „Zudem haben Teile unseres Publikums die permanente Nennung der „rechtspopulistischen AfD“ als Versuch einer Bevormundung empfunden, der nicht dem Anspruch der „Tagesschau“ entspricht.“ In den vergangenen Tagen hatten mehrere Medien Äußerungen von Gniffke auf einem Kongress zitiert und sie so interpretiert, dass die AfD in Deutschlands meistgesehener Nachrichtensendung grundsätzlich nicht mehr rechtspopulistisch genannt wird.

dpa

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