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10.918 Stunden für DRK

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Heike Schweppe, Freiwilligen- und Ehrenamtskoordinatorin des DRK Landesverbandes, (rechts) überreichte die Zertifizierung von Ehrenamt und Qualität für den Sanitätsdienst an Gudrun Scharioth (Rettungshelferin), Marco Steinrose (stellvertretender Rotkreuzleiter) und Julian Slacki (Fachbereichleiter Sanitäts- und Rettungsdienst).
Heike Schweppe, Freiwilligen- und Ehrenamtskoordinatorin des DRK Landesverbandes, (rechts) überreichte die Zertifizierung von Ehrenamt und Qualität für den Sanitätsdienst an Gudrun Scharioth (Rettungshelferin), Marco Steinrose (stellvertretender Rotkreuzleiter) und Julian Slacki (Fachbereichleiter Sanitäts- und Rettungsdienst).

Zahlreiche Vertreter aus Verwaltung, Politik und den Vereinen der Stadt Attendorn folgten vergangene Woche der Einladung des DRK Ortsverband Attendorn zu einem Tag der offenen Tür, um sich über seine Arbeit zu informieren.

Der Ortsverband besteht seit 127 Jahren und er hat 1061 fördernde Mitglieder (Stand vom 31. Dezember 2011). Der DRK Vorstand und alle aktiven Helfer arbeiten ehrenamtlich. Insgesamt waren sie im Jahr 2011 10.918 Stunden für das DRK Attendorn im Einsatz. Es gibt sechs verschiedene Fachbereiche, welche den Anwesenden von Marco Steinrode, stellvertretender Rotkreuzleiter, erläutert wurden. Der Fachbereich Technik umfasst die Fahrzeuge des Ortsverbands sowie ihre Ausstattung. Bekannt ist das DRK durch seinen nächsten Schwerpunkt, die Blutspende. Im Jahr 2011 wurden in Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst West, Institut Hagen im Stadtgebiet Attendorn 25 Blutspendetermine durchgeführt und 2223 Personen spendeten Blut. Die Ausbildung spielt natürlich eine wesentliche Rolle und ist somit in drei Fachbereiche unterteilt. Da ist zunächst einmal die interne Ausbildung. Im Jahr finden zwölf Ausbildungsabende für die Rotkreuzler statt, dazu kommt ein Ausbildungstag. Außerdem finden Kameradschaftsabende statt, denn die Gemeinschaft untereinander ist ebenfalls sehr wichtig.

Schüler und Lehrer im Sanitätsdienst

Der zweite Bereich umfasst die Breitenausbildung und den Schulsanitätsdienst. Die Breitenausbildung beinhaltet das regelmäßige Angebot an Schulungen, wie Erste Hilfe oder Defibrillator für externe Personen. Im letzten Jahr gab es 94 Lehrgänge mit 1270 Teilnehmern.

Ganz wichtig ist auch der Schulsanitätsdienst. Zurzeit sind an der GHS Attendorn und den beiden Attendorner Gymnasien 70 Schüler und sechs Lehrer im Sanitätsdienst ausgebildet und können direkt vor Ort im Verletzungsfall helfen. Der Schulsanitätsdienst ist ganz entscheidend bei der Mitgliedergewinnung. Viele Jugendliche haben dadurch den ersten Kontakt mit dem DRK und bleiben dann dabei.

Das Jugendrotkreuz hat ebenfalls die Aufgabe, Kinder und Jugendliche an die Arbeit im Ortsverband heranzuführen. Der letzte große Fachbereich ist der Sanitäts- und Rettungsdienst. Zurzeit verfügt das DRK Attendorn über 30 Einsatzkräfte und stellte im Jahr 2011 bei 57 Sanitätswachdiensten die Erstversorgung von Verletzten sicher. Doch nicht nur das.

Im Rahmen des Tages der offenen Tür bekam der Ortsverband durch Heike Schweppe, Freiwilligen- und Ehrenamtskoordinatorin des Landesverbandes, die Zertifizierung von Ehrenamt und Qualität für den Sanitätsdienst überreicht. Vor einem Jahr begann man sich mit dem Thema Ehrenamt und Qualität zu beschäftigen. Seitdem betreute Heike Schweppe die Rotkreuzler in Attendorn und stand ihnen bei der Zertifizierung zur Seite. Deshalb freute sie sich sehr, nun die Urkunde überreichen zu dürfen. "Ich bin ganz stolz auf diesen Ortsverband", bekräftigte Heike Schweppe. "Es ist der zweite Verband im Landesverbund und der 1. Ortsverband im Kreisverbund, der diese Zertifizierung erhält."

Nach der Vorstellung des Ortsverbands und der Zertifikatsvergabe hatten die Anwesenden noch die Gelegenheit, sich die Räumlichkeiten anzusehen und durch praktische Vorführungen einen Einblick in die Arbeit des DRK zu erhalten.

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