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Attendorn als 3D-Kunstwerk von Peter Kluth

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Von: Andrea Vollmert

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3D Kunstwerk Attendorn Jubiläum
Harald und Christa Kröning haben sich gemeinsam mit Eva-Marie und Sascha Koch (v.l.) um das 3D-Kunstwerk von Attendorn gekümmert. Sie wollen den kompletten Erlös an die Vinzenz-Konferenz stiften. © Andrea Vollmert

Vom markanten Firmengebäude Viega im Norden der Stadt über den Bieke- und Pulverturm, die Kirche, das Museum und die Höschhallen bis hin zum Biggesee im Süden: Auf dem 3D-Kunstwerk des Essener Künstlers Peter Kluth sind alle markanten Gebäude Attendorns zu sehen. Dazu gehören das Portal der Franziskanerkirche, die Fachwerkhäuser der Vergessenen Straße, der Skywalk, das HanseHotel, das Rathaus, die neuen Stelen an den vier Stadttoren und natürlich die Atta-Höhle und die Burg Schnellenberg. Es geht um ein Kunstwerk, das die Hansestadt in seiner Schönheit und Vielfalt darstellt – aber auf völlig außergewöhnliche und neue Art.

Attendorn - Der Künstler Peter Kluth macht 3D-Collagen. Die farbenfrohen Werke stellen meist Städte dar, aber auch ganze Inseln, wie etwa Sylt, hat der Essener bereits mit Tiefenwirkung verewigt. „In einer New Yorker Galerie entdeckte ich vor Jahren die Arbeiten weltbekannter 3D- Pop-Art Künstler wie Charles Fazzino und James Rizzi, deren Arbeiten mich vom ersten Augenblick an in ihren Bann zogen“, erklärt Kluth. „Obwohl ich bereits seit Langem in verschiedenen Kunstbereichen tätig war und bin, stand für mich fest, mich fortan forciert der Herstellung eigener 3D-Collagen zu widmen.“ Er erklärt weiter: „In Essen lebend und aufgewachsen, war schnell klar, dass diese Stadt auch die erste sein wird, der ich eine Collage widme. Die Resonanz hinsichtlich der damals auf 100 Exemplare limitierten Erstauflage war recht positiv und motivierte mich natürlich zu weiteren Projekten. Es entwickelte sich schnell ein stetig wachsender Interessentenkreis. Nachfragen zu anderen Städten sowie zu individuellen Einzelanfertigungen kamen immer mehr auf, was mich in meinem Schaffen beflügelte und bis heute motiviert, neue Motive zu erschaffen.“

3D-Kunstwerk von Attendorn Jubiläum
Das 3D-Kunstwerk von Attendorn wurde vom Essener Künstler Peter Kluth erstellt, der jedes noch so kleine Element in mühevoller Handarbeit einfügt. © Andrea Vollmert

Und so war es auch in Attendorn. Der heimische Anwalt Harald Kröning war vor 25 Jahren Scheibenkönig in der Hansestadt. Dort wird in diesem Jahr das 800-jährige Jubiläum begangen. Gemeinsam mit seiner Frau Christa hatte Harald Kröning die Idee, dass sein Freund Peter Kluth nun seine lange Reihe der dargestellten Städte um Attendorn erweitern könne. „Wir wollten einfach gerne eine dauerhafte und außergewöhnliche Erinnerung an das Stadtjubiläum schaffen“, so Kröning. Gesagt – getan. In Schützenhauptmann Sascha Koch und seiner Frau Eva-Marie fand das Paar schnell begeisterte Mitstreiter.

„Ich habe hunderte Fotos in Attendorn erstellt“, erklärt Kröning im Gespräch mit dem SauerlandKurier. „Die Attendorner Wahrzeichen mussten von allen Seiten festgehalten werden.“ Das diente Peter Kluth als Grundlage für Dutzende Zeichnungen, die in der Collage in mühevoller Handarbeit zusammen gesetzt werden und durch die Tiefe der Bilder der besondere 3D-Effekt erzielt wird.

Und das Ergebnis lässt den Betrachter von einer Darstellung zu nächsten springen. Immer wieder entdeckt man etwas Neues. Der Biggolino fährt zum Leuchtturm und auch die Weiße Flotte wurde verewigt. Das SGV-Heim, das Hallenbad und das neue JAC-Kino: Ständig tauchen neue Details auf.

3D Kunstwerk Attendorn Jubiläum
In der Detail-Ansicht ist die 3D-Wirkung leicht zu erkennen. © Andrea Vollmert

Die Bilder werden in limitierter Auflage hergestellt – einige sind schon jetzt fertig. Es wird 122 mal die 3D-Collage in der Größe 40 mal 50 Zentimeter geben und 22 mal die Größe 50 mal 70 Zentimeter. Natürlich ist die Zahl des jeweiligen Kunstwerks am unteren Bildrand vermerkt. Das kleinere Format wird für 200 Euro angeboten und das größere Format für 300 Euro.

Aus der privaten Initiative der Ehepaare Kröning und Koch ist nun ein Projekt entstanden, das auch noch dem viel zitierten „guten Zweck“ dienen wird. „Wir verkaufen die Bilder zum Selbstkostenpreis“, erklärt Harald Kröning und ergänzt: „Ein Aufschlag geht komplett als Spende an die Vinzenz-Konferenz St.-Johannes-Baptist Attendorn.“ Dessen Vorsitzender Werner Heuel erklärt: „Konkret unterstützen wir gerade auch in der Corona-Zeit hier in Attendorn Familien, Alleinerziehende, Kinder und Einzelpersonen, die in Not geraten sind, durch konkrete und gezielte Förderung.

Die besonderen 3D-Collagen von Attendorn sind ab Dienstag, 7. Juni, in Der Laden – Eva-Marie Koch und in der Buchhandlung Frey ausgestellt. Bisher sind nur einige der Kunstwerke fertig, bis September wird der Rest nach und nach zur Verfügung stehen. „Wir nehmen aber natürlich ab sofort Vorbestellungen entgegen“, erklärt Harald Kröning, der zu dem Zweck unter Tel. 0171/7344788 zu erreichen ist.

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