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Feuer in Attendorn: Fünf Verletzte - Polizei äußert sich zu Ermittlungen

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Von: Kai Osthoff, Kristina Köller

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Die Feuerwehr ist am Freitagabend, 22. Oktober, in Attendorn bei einem Dachstuhlbrand im Einsatz.
Die Feuerwehr war am Freitagabend, 22. Oktober, in Attendorn bei einem Dachstuhlbrand im Einsatz. © Kai Osthoff

In einem Wohn- und Geschäftshaus in Attendorn ist am Freitagabend ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei hat sich nun zu den Ermittlungen geäußert.

Update vom 26. Oktober, 15.02 Uhr: Nach einem Brand in der Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses an der Niederste Straße in Attendorn am Freitagabend hat die Polizei am Dienstag noch einige neue Details genannt. Demnach wurden insgesamt fünf Personen, davon zwei Polizeibeamte, verletzt.

Derzeit liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden oder vorsätzliche oder fährlässige Brandstiftung vor. Ein Brandermittler der Kreispolizeibehörde Olpe war am Dienstag, 26. Oktober, vor Ort, um sich den Brandort anzusehen. „Derzeit wird aufgrund der Zeugenaussagen sowie den Ermittlungen vor Ort von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen“, teilt die Polizei zu den Erkenntnissen mit. Der Sachschaden, der in dem Brandhaus entstand, liegt im sechsstelligen Bereich.

Brand in der Innenstadt von Attendorn - Unsere Erstberichterstattung

Update von 23.22 Uhr: Wie die Polizei am späten Abend berichtet, liegt die Höhe des bei dem Brand entstandenen Sachschadens im niedrigen sechsstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei hat zur Klärung der Brandursache Ermittlungen aufgenommen.

Laut Polizei befindet sich das betroffene Wohn- und Geschäftshaus an der Niederste Straße - nicht, wie von unserer Redaktion zuerst berichtet, an der benachbarten Straße Hofestatt. Die Polizei meldet zudem, dass bei dem Brand in der Attendorner Innenstadt fünf Personen leicht verletzt wurden.

Dachstuhlbrand in Attendorn: Feuerwehr mit Großaufgebot vor Ort

[Erstberichterstattung] Attendorn - Mit einem Großaufgebot von rund 80 Einsatzkräften war die Feuerwehr Attendorn, Ennest und Bamenohl am Freitagabend bei einem Wohnungsbrand in der Attendorner Innenstadt im Einsatz. Gegen 18.45 Uhr war über die Kreisleitstelle mit dem Einsatzstichwort „Feuer 3 Y“ ausgelöst worden. Dieses steht für einen Dachstuhlbrand mit Menschenleben im Gebäude/in Gefahr.

Kurz zuvor waren bereits erste Einsatzkräfte vor Ort gewesen, die durch ihre Rückmeldung eine Stichworterhöhung auslösten. Immer mehr Kräfte rollten nach Attendorn.

Der 21-jährige Bewohner einer Dachgeschosswohnung hatte sich, nachdem er das Feuer entdeckt hatte, ins Freie retten können. Er erlitt aber eine Rauchgasvergiftung und wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren. Insgesamt waren vier Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort. Der Regelrettungsdienst des Kreises Olpe stellte drei RTW, unterstützt wurden sie von einem weiteren Rettungsmittel vom DRK Attendorn.

Da sein Imbiss wegen der Sperrung nicht angesteuert werden konnte, lieferte Kayar Gürsel Döner und andere Speisen kurzerhand ans Absperrband.
Da sein Imbiss wegen der Sperrung nicht angesteuert werden konnte, lieferte Kayar Gürsel Döner und andere Speisen kurzerhand ans Absperrband. © Kai Osthoff

Während der 21-jähre Wohnungsinhaber die Gefahr selbst erkannt und sich ins Freie gerettet hatte, mussten Polizeikräfte, die als erstes an dem Haus an der Straße „Hofestatt“ waren, drei Personen aus einer Wohnung unterhalb der Brandwohnung bringen.

Zwei Personen, die erst noch ihre Katzen retten wollten, mussten raus gezogen werden. Ein älterer, körperlich beinträchtiger Mann wurde nach draußen getragen. Alle drei blieben unverletzt.

Die Feuerwehr brachte die beiden Drehleitern in Stellung und löschte aus der Luft. Acht Feuerwehrkräfte bekämpften die Flammen unter Atemschutz in der Wohnung. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde mittels einer Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern gesucht. Dafür wurde auch ein Teil des Dachs abgenommen. Die Wohnungen sind aktuell nicht mehr bewohnbar.

Feuerwehr und Polizei sperrten die Attendorner Innenstadt mit Flatterband ab. Das hatte zur Folge, dass auch einige gastronomische Betriebe für mehr als zwei Stunden nicht angesteuert werden konnten. Imbissbetreiber Kayar Gürsel lieferte die Ware, die die Gäste telefonisch bestellt hatten, kurzerhand bis ans Flatterband.

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