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Die Ausstellung der Arbeitstherapie Holz findet am ersten Advent in der JVA Attendorn statt

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Von: Anette Leusmann

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Katrin Bahnen mit der Schaukelkutsche, die in diesem Jahr erstmalig produziert wurde.

Attendorn. Die Adventsausstellung der Arbeitstherapie Holz in der Justigsvollzugsanstalt (JVA) Attendorn gibt es bereits seit etwa 30 Jahren. Am 1. Adventssonntag, 29. November, sind die Türen des offenen Vollzugs der JVA wieder von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

Insgesamt stehen etwa 2500 Holzprodukte, 60 Kränze und Gestecke und 100 Figuren zum Verkauf. Der Renner wird auch in diesem Jahr wieder die Kinderküche sein. Neu ins Programm aufgenommen wurden ein Flaschenträger, eine Schaukelkutsche, ein umbaubarer Zapfbock und Runddeckel-Schmucktruhen. Außerdem wurden einige Produkte verbessert. So erhielt das Feuerwehrauto eine ausfahrbare Leiter und auch das „Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel“ wurde verändert. Eine Neuheit gibt es auch bei den Vogelhäuschen. Ein Inhaftierter hatte die Idee, ein Vogelhäuschen mit austauschbarem Zylinder zu bauen. So kann es sowohl als Futterhäuschen als auch als Nistkasten verwendet werden. Ludger Schröder, Leiter der Arbeitstherapie Holz, war so begeistert von der Idee, dass diese nun auch dauerhaft in die Produktion aufgenommen wird. Durchschnittlich arbeiteten 2015 25 Inhaftierte des offenen Vollzugs und vier Inhaftierte im geschlossenen Vollzugs in der Arbeitstherapie Holz. Durch den Einsatz vorgefräster Teile besteht mittlerweile die Möglichkeit, schlechter qualifizierte Inhaftierte bei hoher Produktivität zu beschäftigen. So war die Produktivität in diesem Jahr auch deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Die Mitarbeiter der JVA erwarten am 1. Adventssonntag wieder den gewohnten Ansturm. „Es ist ein schöner Anreiz für uns“, lächelte JVA-Leiter Ulf Borrmann bei der Präsentation einiger Arbeiten vor der Presse. Erstmals ist in diesem Jahr auch das Blindenwerk Westfalen mit einem Stand vertreten. In der Werkstatt in Valbert werden von den Beschäftigten einfache Arbeiten für namhafte Firmen ausgeführt. Im Rahmen der Adventsausstellung der JVA bietet das Blindenwerk Westfalen Holzvasen, Weinflaschenhalter, selbst gemachte Karten und Dinkelspelzkissen an. Das Highlight ist eine selbst entworfene Puppe unter dem Namen „Der kleine Valberter“. Gruppenleiter Günther Degen und Werkstattleiterin Katrin Grötschel freuen sich über die Möglichkeit, in der JVA ihre Produkte vorstellen und verkaufen zu können.

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