Teile bleiben bestehen

Diskussion zum Neubau von Mittel- und Ostteil des Bahnhofs

Die Mitte des Bahnhofsgebäudes und der links angrenzende Ostteil sollen neu gebaut werden. Imbiss und Gaststätte (r.) sollen saniert werden.
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Die Mitte des Bahnhofsgebäudes und der links angrenzende Ostteil sollen neu gebaut werden. Imbiss und Gaststätte (r.) sollen saniert werden.

Attendorn. Der Attendorner Rat hat kürzlich die zukünftige Richtung für den „Alten Bahnhof“ festgelegt. Ein Teil des Bahnhofsgebäudes bleibt, Mitte und Ostflügel aus dem 19. Jahrhundert werden im Stil des Bestandsgebäudes neu gebaut, das Jugendzentrum und das Jugendcafé ziehen in den Bahnhof. Zudem werden auch Vereine und andere Organisationen die Räume mitnutzen können.

In der Ratssitzung gab es gerade zu der Gestaltung des Neubaus viele Wortmeldungen. „Der Mitteltrakt des Gebäudes wird vollständig abgerissen und durch einen neuen Anbau ersetzt. Der östliche Teil des Gebäudes wird ebenfalls vollständig abgerissen. An dessen Stelle entsteht ein neuer, im Stil des Bestandsgebäudes gehaltener Anbau, der den Charakter des Bahnhofsgebäudes erhält.“ 

So lautet der – letztlich beschlossene – Vorschlag 2c von der SPD. Die CDU-Fraktion war damit nicht einverstanden und stellte einen abgeänderten Antrag, weil sie eine „zu starke Einschränkung bei den weiteren Planungen“ sehe. Zuerst müsse das Raumkonzept stehen, erst dann sei eine Planung des Gebäudes sinnvoll. „Das Gebäude wächst von innen“, heißt es in einer Erklärung dazu. 

Zudem wollte die CDU aus verschiedenen Varianten die „beste für den Bahnhof“ auswählen können. Der Stil solle zwar dem Raumkonzept untergeordnet sein, aber es sei der Fraktion dennoch wichtig, dass erkennbar sei, dass es sich um einen „ehemaligen Bahnhof handelt, von dem die Industrialisierung Attendorns ausging“. 

„Von allen Vereinen Konzept verlangt“ 

„Wir haben von allen Vereinen ein Konzept verlangt. Warum sollten wir dieses Vorgehen jetzt ändern?“, fragte Rolf Schöpf (CDU). Es werde keinen „Freifahrschein – egal was es kostet“ geben. Den Vorschlag zur Mitnutzung durch das Jugendzentrum habe es schon vorher gegeben und sei abgelehnt worden. „Ja, es hat Bestandteile der Beschlussvorlage gegeben, aber noch nicht in der Kombination“, entgegnete Pospischil. 

Zudem habe es bisher keinen Bürgermeister gegeben, der bereit gewesen sei, in das Gebäude zu investieren. „Finanziell muss es sich rechnen“, sagte Pospischil weiter. Der CDU-Antrag wurde mit 18 Nein-, 16- Ja-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt. Über den SPD-Beschlussvorschlag 2c wurde anschließend abgestimmt. 

Er wurde mit 18 Ja-Stimmen, 16 Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen. Die Nutzung als Kulturstätte wird in dem angenommenen Gesamtbeschluss berücksichtigt. Neben Jugendzentrum und -café können Vereine und Organisationen den Anbau – insbesondere den Versammlungsraum – für Veranstaltungen nutzen. 

Der Gebäudeteil mit Gaststätte und Imbiss wird saniert. Als nächster Schritt soll ein Investitions-, Finanzierungs- und Betreiberkonzept bis zum Herbst erstellt werden, damit das Projekt im Haushalt berücksichtigt werden kann. Der Baubeginn ist für das Jahr 2019 angesetzt. Im Anschluss wurde der Umbau der „Alten Post“ – die teilweise als Konkurrenz-Projekt zum Bürgerhaus Bahnhof angesehen wurde – einstimmig beschlossen. 

Dort soll im Erdgeschoss ein Gastronomie-Betreiber zum Frequenzbringer werden. Das Projekt wird mit 3 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2017 berücksichtigt.

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