Niemand ernsthaft verletzt

Asylheim im Kreis Olpe nach Brand unbewohnbar - Auslöser für Feuer eindeutig

Die Feuerwehr Attendorn war am Montag bei einem Brand in einer Asylunterkunft im Einsatz.
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Die Feuerwehr Attendorn war am Montag bei einem Brand in einer Asylunterkunft im Einsatz.

Eine Asylunterkunft in Attendorn ist nach einem Brand am Montagnachmittag wohl vorläufig unbewohnbar. Allerdings hätte es für die zwölf Menschen, die in dem Haus im Hunnebrink untergebracht waren, noch viel schlimmer kommen können.

Update vom 16. Februar, 15.15 Uhr: Die Polizei Olpe hat am Dienstag weitere Informationen zu dem Brand in einer Asylunterkunft in Attendorn am Montag veröffentlicht. Demnach habe heißes Fett in einer Pfanne das Feuer ausgelöst. Nach ersten Erkenntnissen habe eine Bewohnerin eines Zweifamilienhauses Fett in einer Pfanne erhitzt und die Küche verlassen. Als sie Feuer bemerkt habe, dass das Öl sich entzündet habe, habe sie die Pfanne vom Herd gezogen und mit fünf Kindern und einer Nachbarfamilie das Haus verlassen.

Die beiden Zuwanderer-Familien, die in dem Haus wohnten, habe die Stadt Attendorn anderweitig untergebracht, erklärte die Polizei. Bei der verletzten Person handele es sich um eine Hausbewohnerin, die beim Verlassen des Gebäudes gestürzt sei und zudem leichte Brandverletzungen an der Hand erlitten habe. Der Sachschaden liegt Schätzungen der Polizei zufolge im unteren sechsstelligen Bereich - also bei mehr als 100.000 Euro.

Brand in Asylheim in Attendorn: Feuer in der Küche

Erstmeldung vom 15. Februar: Attendorn - Als die Feuerwehrleute gegen 15 Uhr am Einsatzort eintrafen, brannte ein Raum schon in voller Ausdehnung. Dabei handelte es sich offenbar um die Küche des Anwesens. Verletzt wurde bei dem Brand niemand ernsthaft, eine Person wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, erklärte Christian Schnatz, Pressesprecher der Feuerwehr Attendorn. Dies sei aber rein vorsorglich aufgrund von Schocksymptomen geschehen, keine Verbrennung oder Rauchgasvergiftung.

Die Bewohner haben wohl viel Glück gehabt, denn das Feuer in dem Dachgeschoss des Hauses drohte, sich weiter auszubreiten: „Als wir eintrafen, war schon definitiv niemand mehr im Gebäude, dadurch konnten wir uns sofort auf die Brandbekämpfung konzentrieren“, berichtet Schnatz weiter. Gleich mit fünf Trupps unter schwerem Atemschutz wurden Innenangriffe vorgenommen, und so konnten die 70 Einsatzkräfte den Brand relativ schnell unter Kontrolle ziehen. Insbesondere aufgrund der Lage des betroffenen Raumes direkt unter dem Dach waren aber umfangreiche Nachlöscharbeiten nötig. Auch eine Drehleiter kam zum Einsatz.

Brand in Asylheim in Attendorn: Fritteuse offensichtlich Auslöser des Feuers

Die Ursache für Brände lassen sich oft erst von spezialisierten Brandermittler feststellen. Diesmal war es aber wohl offensichtlich: Die Polizei war sich nach Aussage von Christian Schnatz schnell sicher, dass eine Fritteuse eine wesentliche Rolle spielte. Ob diese einen technischen Defekt aufwies, oder unsachgemäß bedient wurde, bleibt aber offen.

In Attendorn kam es in einer Asylunterkunft zu einem Brand. Niemand wurde ernsthaft verletzt.

Nicht gerade einfach war die räumliche Situation für die Feuerwehr in den engen Straßenzügen. Immerhin rückten aufgrund der Alarmierung „Feuer 3 Y - Gebäudebrand mit Personen“ sofort drei Einheiten aus. Der Löschzug Attendorn wurde von den Löschgruppen Windhagen und Lichtringhausen unterstützt. Zu den elf Feuerwehrfahrzeugen kamen noch drei Rettungswagen, ein Notart, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes sowie ein Krankentransporter des DRK in den Ortsteil Neuenhof. Zur Erleichterung aller konnten die Fahrzeuge samt Besatzung aber schnell wieder den Rückweg antreten.

Am Wochenende musste die Feuerwehr Marsberg zu einem Einsatz ausrücken. Bei Oesdorf stand eine Jaghütte in Flammen. Wegen einer Gasflasche in der Hütte mussten die Einsatzkräfte die Löscharbeiten zeitweise unterbrechen.

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