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Von Bruder zu Bruder

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Gerhard Baumhoff wurde mit dem Orden für hervorragende Verdienste um das Schützenwesen ausgezeichnet.
Gerhard Baumhoff wurde mit dem Orden für hervorragende Verdienste um das Schützenwesen ausgezeichnet.

Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Dünschede hat einen neuen Schützenkönig, doch der Titel bleibt in der Familie Plaßmann.

Tobias Plaßmann übernahm am Montag die Königskette von seinem Bruder Patrick. Bereits im Vorjahr versuchte er sein Glück an der Vogelstange und auch diesmal griff er wieder zum Gewehr. Außerdem beteiligten sich noch Manuel Dähn und Otmar Stutenz an dem Wettbewerb. Doch der Dünscheder Schützenvogel erwies sich als sehr zäh. Nach dem 120. Schuss stieg Manuel Dähn dann aus dem Wettbewerb aus und die beiden verbliebenen Aspiranten lieferten sich ein spannendes Duell. Schließlich hing nur noch die Rückplatte des Vogels im Kasten und wartete auf den entscheidenden Treffer. Dieser gelang dann schließlich Tobias Plaßmann mit dem 178. Schuss. Mit ihm freuten sich sein Bruder Patrick und seine Königin Nina Kirchhoff.

Tobias Plaßmann ist 23 Jahre alt und nicht nur Bruder des ehemaligen Schützenkönigs, sondern auch Sohn des amtierenden Kaisers Matthias Plaßmann. Er arbeitet im Qualitätsmanagement und spielt Fußball. Außerdem gehört er der „Saufbande“ an, ebenso wie der neue Jungschützenkönig Jan Limper.

Dieser sicherte sich seinen Titel am Samstag mit dem 83. Schuss. Zunächst gab es mit Jan Limper, Manuel Kirchhoff, Fabian Elles, Niko Ritter, Manuel Ritter und Lukas Heller sechs Interessenten auf den Jungschützenkönigstitel. Doch im fortschreitenden Wettbewerb schieden vier Bewerber aus: Übrig blieben Jan Limper und Manuel Kirchhoff. Mit dem 83. Schuss konnte Jan Limper den Wettkampf für sich entscheiden. Der neue Jungschützenkönig ist 20 Jahre alt und als Jungschützenkönigin steht ihm Julia Hoffmann zur Seite. Er ist als Elektroniker tätig und in seiner Freizeit spielt er im Musikverein Dünschede.

Ehrung für Gerhard Baumhoff

Am Samstagabend gab es im Rahmen der Ehrungen eine Überraschung für Gerhard Baumhoff. Ihm wurde durch den Vertreter des Kreisschützenbundes Olpe der Orden für hervorragende Verdienste um das Schützenwesen verliehen. Baumhoff trat 1956 in die Schützenbruderschaft ein. 16 Jahre lang war er im Amt des stellvertretenden Kassenwarts im Vorstand tätig und darüber hinaus kümmerte er sich mit seiner „handwerklichen Präzision“ um die Schützenhalle und insbesondere um die Vogelstange. 2002 schied er aus dem Vorstand aus, erhielt den Orden für besondere Verdienste um das Schützenwesen, den Vereinsorden der Bruderschaft und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Aber trotzdem engagiert Gerhard Baumhoff sich bis heute noch für die Halle und an der Vogelstange und aus diesem Grund erhielt er die höchste Auszeichnung des Sauerländer Schützenbundes. (Von Anette Leusmann)

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