Burg Waldenburg

Burg Waldenburg.

Eine öffentliche Vortragsveranstaltung des Fördervereins Südsauerlandmuseum zum Thema: "Die Territorialpolitik der Kölner Erzbischöfe unter der besonderen Berücksichtigung des Burgenbaus" findet am Donnerstag, 27. Januar, um 20 Uhr im Südsauerlandmuseum statt.

Im Jahr 1224 sicherten sich die Erzbischöfe von Köln die Mitherrschaft an Burg und Stadt Siegen und begründeten damit eine nahezu 200 Jahre währende Machtstellung über die nassauische Landstadt, die die Grafen erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts abzuschütteln vermochten. Während die Grafen von Nassau ab der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts in zahlreiche Fehden mit dem heimischen Niederadel verstrickt war (u.a. Dernbacher Fehde) gelang es dem Erzstift, seine Position im südlichen Westfalen und insbesondere im nördlichen Siegerland zu festigen und zu vergrößern. Ziel der expansiven Territorialpolitik der Kölner Erzbischöfe war es, die rheinischen und westfälischen Besitzungen der Kölner Kirche zu einem zusammenhängenden Territorialstaat zu verbinden. Als einer der Stützpunkte diente ihnen dabei die Burg Waldenburg. Zu ihrem Amtsbezirk gehörten u.a. im Siegerland die Kirchspiele Krombach, Ferndorf und Hilchenbach. Daneben gab es im südlichen Sauerland und im nördlichen Siegerland sowie im Bereich der Stadt Siegen auch wirtschaftliche Gründe für die Erzbischöfe, die eigene Machtstellung in dieser Region auszubauen.

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