Wilfried Schauerte legt Amt nach 18 Jahren nieder

„Das geht einem nahe“

Wilfried Schauerte (vorne) wurde einstimmig zum Ehrenbrudermeister gewählt. Foto: Otmar Stutenz

18 Jahre lang war Wilfried Schauerte erster Brudermeister der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Dünschede.

Bei der Generalversammlung der Schützenbruderschaft in der Dünscheder Schützenhalle am Samstag trat er nach dieser langen Zeit nicht mehr zur Wahl an.

„Ehe ein Amt zur stigen Pflicht wird und eventuell auch die Gesundheit eine Rolle spielen kann, ist es an der Zeit aufzuhören und der jüngeren Generation die Verantwortung zu übertragen“, bekräftigte Schauerte.

In den 18 Jahren hat der Schützenbruder viel bewegt. Kurz nach seiner Wahl im Jahr 1996 begann die Renovierungs- und Umbauphase der Schützenhalle mit den entsprechenden Finanzierungsmaßnahmen, die insgesamt fast zehn Jahre gedauert hat. „Wir haben die Schützenhalle total auf den Kopf gestellt“, erinnerte sich Schauerte. „Es war eine gewaltige Sache, dafür die Verantwortung zu tragen“.

Neben den Baumaßnahmen gab es ein zweites Ereignis, welches intensive Vorbereitungen mit sich brachte: das 125-jährige Jubiläum der Schützenbruderschaft im Jahr 2009. Auch hier zeigte der Brudermeister wieder ein außergewöhnliches Engagement, welches die Festveranstaltung für alle Beteiligten zu einem unvergesslichen Erlebnis machte.

„Das Amt des ersten Brudermeisters war und ist auch in Zukunft, mit viel ehrenamtlicher Tätigkeit und das opfern von Freizeit verbunden. Diese Aufgabe habe ich gerne gemacht und hat mich um viele Erfahrungen reicher gemacht“, so Schauerte. Er bekräftigte jedoch, dass all dass nicht ohne die große Unterstützung des Vorstandes möglich gewesen wäre. Doch er trug die Verantwortung und sein langjähriges Engagement erhielt am Samstag durch die Schützenbrüder die entsprechende Ehrung. Einstimmig wurde Schauerte zum Ehrenbrudermeister gewählt.

Mit großer Mehrheit

„Wenn jemand diese besondere Ehrung verdient, dann Wilfried Schauerte. Er war zu der von baulichen Aktivitäten geprägten Zeit, der richtige Mann am richtigen Platz für die Schützenbruderschaft“, so der 2. Brudermeister Johannes König in seiner Laudatio. Alle 118 Schützenbrüder erhoben sich mit langanhaltendem Beifall von ihren Plätzen. „Das geht einem doch wirklich schon nahe“, erklärte Schauerte gerührt. Zum neuen ersten Brudermeister wurde Dirk Schürmann mit großer Mehrheit gewählt. Er erhielt in einer geheimen Wahl 100 Stimmen der 118 anwesenden Schützenbrüder. (Von Anette Leusmann)

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