In "der guten Stube"

Peter Höffer gab vor der eigentlichen Burgführung zunächst eine kurze Einführung in die Geschichte der Burg.

"Die Burg Schnellenberg ist für viele Mitglieder des Vereins für Orts- und Heimatkunde immer noch ein besonderer Anziehungspunkt" so Vorsitzender Reinhard König, nachdem die Voranmeldungen für die drei Burgführungen als Monatsveranstaltung Juni bei ihm eingegangen waren.

Danach hätte der Verein noch drei weitere Termine anbieten können, um alle, die es wollten, mitnehmen zu können. So aber blieb es bei den Führungen am vergangenen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag mit jeweils rund 25 Personen.

Geschichte und Werdegang der Burg

Peter Höffer (Pittjes), der die Burgführungen an allen drei Abenden leitete, gab zu Beginn vor der Oberburg jeweils eine Einführung in die Geschichte und den Werdegang der Burg Schnellenberg mit der Ersterwähnung 1222 und dem Zweck einer kölnischen Burg an der Heidenstraße im Zusammenhang mit den Städtegründungen durch den Landesherrn. Auch die Entwicklung, die Bewohner und die wechselnden Besitzverhältnisse bis hin zum Erwerb der Burg durch Kaspar von Fürstenberg erläuterte er in seiner unvergleichlichen Art. Hauptziel der Führung war die Oberburg, die normaler Weise als Hotel der allgemeinen Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

Im Innenhof gab es einen Einblick in die baulichen Gegebenheiten zur Zeit Kaspars von Fürstenberg, dem sich die Besichtigung des Gebäudeteils "Haus Schnellenberg", nach einem sich dort befindlichen Fresko "Altes Weib" genannt, anschloss. Von dort führte der Weg zur Schlosskapelle St. Georg aus dem Jahre 1600 im Bergfried. Besondere Einblicke gewährte die Führung nach einem Aufstieg bis hoch ins Dachgeschoss des Turmes vorbei an der Räucherkammer auf den großen Dachboden.

Nach der Besichtigung des großen Rittersaales mit seiner restaurierten Stuckdecke, der "guten Stube" der Oberburg, der zugleich Speisesaal für die prominenten Gäste der Familie von Fürstenberg aus dem ganzen Deutschen Reich war und in dem, so Peter Höffer, auch Reichsgeschichte geschrieben worden ist, machte man sich auf den Weg durch den Brunnenturm auf das "grüne Plätzchen" im Außenbereich, das Ziel manchen Attendorners an einem Sonntagsspaziergang in den 20-er und 30-er Jahren.

Spannend wurde es noch einmal zum Schluss der Führung und hier zeigte es sich auch, warum nur solch eine kleine Gruppe jeweils an ihr teilnehmen konnte: Der alte Bierkeller der "Attendorner Schlossbrauerei", die sich bis 1875 in der Burg befand, wurde für die Besucher geöffnet. Über 50 Meter tief ging der schmale durch Fels gehauene unterirdische Gang.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare