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Doping Vortragsthema

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Interessiert lauschten die Schüler dem Vortrag von Jörg Börjesson. Foto: Anette Leusmann
Interessiert lauschten die Schüler dem Vortrag von Jörg Börjesson. Foto: Anette Leusmann

Im Sommer 1984 fing Jörg Börjesson mit dem Bodybuildingtraining an. Etwa ein Jahr später begann er auf Anraten eines Seminarleiters, vor dem Training zwei Tabletten zu nehmen, damit er länger und intensiver trainieren konnte.

Börjesson trainierte fast täglich, und der Erfolg gab ihm recht. Er nahm erfolgreich an Wettkämpfen teil, und ständig wurden ihm weitere Präparate angeboten und verkauft. 1989 bekam Börjesson während des Trainings starkes Nasenbluten. Zusätzlich litt er unter Verdauungsproblemen sowie Magen- und Darmkrämpfen. Der Kampfsportler litt unter einer chronischen Magenschleimhautentzündung und einer abnormalen Größenzunahme der Brust (Gynäkomastie).

Vor zehn Jahren wechselte Börjesson das Lager und ist nun in der Dopingprävention für Jugendliche tätig. Am Donnerstag besuchte er auf Einladung von Sandra Schulte-Braun das St. Ursula-Gymnasium. Die Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 waren zuvor in Biologie und Sport auf das Thema Doping vorbereitet worden. Interessiert lauschten sie den Ausführungen von Börjesson. "Doping ist schon lange kein Problem des Sports mehr, sondern ein Problem der Gesellschaft", erklärte der ehemalige Leistungssportler. "Da muss was getan werden, und der Handlungsbedarf ist groß."

Aus diesem Grund reist er nun durch ganz Deutschland, um an seinem eigenen Beispiel auf die Gefahren des Dopings aufmerksam zu machen. Die Einnahme von Dopingmitteln ist nicht nur unfair, sondern sie bringt auch große gesundheitliche Probleme mit sich. Erst kürzlich wurden Börjesson 400 Gramm geschädigtes Drüsengewebe aus der Brust entfernt. Die mögliche Diagnose Brustkrebs konnte nicht ausgeschlossen werden. Zusätzlich leidet er immer noch unter Bauchkrämpfen, seine Sehnen und Gelenke schmerzen, seine Bandscheibe ist kaputt.

"Ich möchte Euch nichts vorschreiben, sondern Euch zum Nachdenken anregen", erklärte er seinen Zuhörern in der Aula des St. Ursula-Gymnasiums. An der Reaktion der Schüler war zu merken, dass ihm das gelungen war.

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