„Wir stellen im kommenden Jahr einen erneuten Antrag“

Dorfverein Helden will weiter kämpfen

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Die Heldener stimmen zu, die Pläne für ein gemeinsames Dorfhaus im „Alten Feuerwehrhaus“ weiter zu verfolgen.

Helden – Viel Herzblut hat der Dorfverein Helden unter dem Vorsitz von Klaus Gabriel und dem zwölfköpfigen Vorstandsteam investiert, damit das ehemalige Feuerwehrhaus mitten in Helden in ein multifunktional genutztes Dorfhaus umgewandelt werden kann (der SauerlandKurier berichtete). Nach der poliltischen Absage, die Pläne weiter zu verfolgen, gibt es nun ein kleines Trostpflaster: Der Dorfverein kann das Haus weiterhin als „Provisorium“ nutzen.

Zahlreiche Interessierte hatten den Weg in die ehemalige Fahrzeughalle gefunden und wollten über die weitere Vorgehensweise informiert werden. Zunächst erfolgte ein kurzer Abriss der Vereinsaktivitäten, vom Startschuss zum Projekt „Feuerwehrhaus“ am 25. März 2019 bis hin zum Votum der Stadtverordnetenversammlung. Auch die Gründe, die zu der Absage geführt haben, wurden thematisiert. Knackpunkt war letztendlich: Auch die St. Sebastian Schützenbruderschaft möchte entsprechende Zuschüsse für den Umbau der Schützenhalle beantragen. Nun sehen einige Fraktionen im Attendorner Rat die Gefahr, dass nur ein Projekt durch die Düsseldorfer Fördertöpfe bezuschusst wird und die Hansestadt dann gegebenenfalls in die Bresche springen muss. Was in den Reihen des Vereins als gravierender Punkt empfunden wird, ist der Antrag des Stadtverordneten Ralf Warias. Dieser stellte den Antrag, dass die Immobilie einem anderen Zweck zugeführt werden könne. Im Klartext: Auch ein Verkauf oder eine anderweitige Verpachtung sei nicht ausgeschlossen. 

In Zahlen: Der Förderantrag für das Gebäude beträgt 370.000 Euro. Der Dorfverein nennt die Zahl von 55.000 Euro Eigenleistung (Anstrich und Außenanlagen). 130.000 Euro beträgt der Zuschuss der Stadt Attendorn. Etwa 240.000 Euro sollen von den Düsseldorfer Fördertöpfen fließen. 

Bei der Versammlung hat der Dorfverein Vorschläge vorgestellt, wie es in Zukunft nach dem unerwarteten Absage der Politik mit dem „Dorfhaus-Projekt“ weiter geht:

- Wir nehmen den Ratsbeschluss zur provisorischen Nutzung des „Alten Feuerwehrhauses“ an

- Wir verfolgen unseren Vereinszweck gewissenhaft und nutzen dafür möglichst intensiv und vielfältig das „Alte Feuerwehrhaus“ als provisorisches Dorfhaus. 

- Wir pflegen weiterhin den Dialog mit den politischen Parteien und möchten diese inhaltlich von unserer Arbeit und dem Mehrwert eines Dorfhauses im „Alten Feuerwehrhaus“ für Helden überzeugen. 

- Wir stellen im kommenden Jahr einen erneuten Antrag für den nächsten Förderzeitraum des Programms „Dorferneuerung“. 

Mittlerweile hat man auch mehrfach mit den Verantwortlichen des Schützenvereins gesprochen. Wichtig ist den Verantwortlichen, kein Konkurrenzdenken aufkeimen zu lassen und nur gemeinsam etwas für den Ort zu erreichen. Daher ist es den Verantwortlichen wichtig, zu betonen: Dieses soll in keinster Weise eine Konkurrenz zu den anderen zahlreichen Vereinen darstellen. Bei der abschließenden Abstimmung an diesem Abend stimmte eine große Mehrheit für die Umwandlung des Hauses in ein Dorfhaus.

Weitere Infos zum Thema unter www.Helden-Repetal.de.

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