„Die Sache brennt“

Coronavirus: Sauerländer Ehepaar sorgt sich um Hupendo-School in Afrika

Mit einer Lebensmittelausgabe werden die Schüler in Kangemi aktuell unterstützt. Doch es werden weitere Spenden benötigt.

Attendorn/Nairobi – Karin und Fritz Nicolay schlagen Alarm: „Die Sache brennt“. Das Ehepaar aus Attendorn hat sein Leben dem Aufbau und der Erhaltung der Hupendo-School in Kangemi, einem Slum der kenianischen Hauptstadt Nairobi gewidmet. Doch das Coronavirus macht auch vor Afrika nicht Halt.

Das enge Zusammenleben der Menschen, die erschwerten hygienischen Verhältnisse und große Armut machen eine Verlangsamung der Verbreitung nahezu unmöglich. 

Die Hupendo-School ist, wie alle anderen in Kenia, derzeit geschlossen, die Schulspeisung, oft die einzige Mahlzeit am Tag für die Kinder, entfällt. Eine erste Hilfsmaßnahme an der Hupendo-School ist daher das Besorgen und Verteilen von Lebensmitteln an die Familien der Schüler. Das funktioniert mit Namenslisten und Regeln, zudem fungiert ein Staatsbeamter als Aufsichtsperson. Einige tragen Mundschutz, der nötige Abstand wird auch gewahrt, in dem es nur schubweise Einlass gibt. „Die genauen Kosten für diese Aktion wissen wir noch nicht, aber da auf Grund der Heuschreckenplage die Lebensmittelpreise angezogen haben, müssen wir überlegen ob unser Konto bei der Steyler Bank noch weitere Aktionen zulässt“, zeichnet Karin Nicolay ein düsteres Bild. 

Spenden werden dringend benötigt

Denn allein für die Mittagsmahlzeiten ist die Schule auf 40.000 Euro im Jahr angewiesen. Und auch die Lehrer müssen ja trotz Schulschließung weiter bezahlt werden: „Wir wollen nicht, dass die Lehrer in der Krise notgedrungen abwandern und andere Arbeiten annehmen, damit sie überleben können.“ 

Noch düsterer ist das Bild, das Bundesregierung und Hilfsorganisationen zeichnen. Sie befürchten nämlich eine neue Hungersnot in Ostafrika. „Bei der Hupendo-School kann man ganz gezielt 600 Schülern und ihren Familien durch ein Lebensmittelpaket jeden Monat helfen. Unsere Partner dort sind zuverlässig und die Steyler-Mission hier in Deutschland gibt das Spendengeld zu 100 Prozent weiter“, sagt Karin Nicolay. Die Eheleute Nicolay selbst sorgen seit Jahren für einige Spendengelder, unter anderem mit einem Stand auf dem Attendorner Weihnachtsmarkt, an dem sie handgefertigte Produkte aus Kangemi verkaufen. Vor einigen Jahren haben die beiden ein Spendenkonto über die Steyler Missionare – eine katholische Ordensgemeinschaft päpstlichen Rechts – eingerichtet. 

Aktuell bitten Karin und Fritz Nicolay um weitere Spenden, um Lebensmittel zu kaufen und die Lehrer zu bezahlen.

Spendenkonto 

  • Steyler Mission
  • IBAN: DE77386215000000011009
  • BIC: GENODED1STB
  • Stichwort: PRJ00004 Hupendo-School, Kenia 

Für eine Spendenquittung im Verwendungszweck Namen und Adresse angeben.

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