„Ein Leben mit der Kunst“ in der Rathaus-Galerie

Ausstellung zeigt das Lebenswerk von Elke Schmitz

Elke Schmitz hat für die Kunst gelebt. Jetzt werden ihre Werke erstmals in der Rathaus-Galerie ausgestellt.

Attendorn. „Ein Leben mit der Kunst“ ist das Motto einer Ausstellung, die vom 5. bis 19. Mai in der Galerie des Attendorner Rathauses Werke der Künstlerin Elke Schmitz zeigt. Dabei kann man das Motto gleichsam auch Lebensmotto der Attendornerin bezeichnen.

Die große Leidenschaft im Leben der 1940 im Riesengebirge geborenen Elke Schmitz galt der Kunst. Schon als Kind malte sie gerne. Später übte sie sich in Bleistiftzeichnungen und im Ausprobieren verschiedener Maltechniken. Auch in ihrem Beruf als Musterdirektrice waren ihre kreativen Fähigkeiten gefragt: Entwerfen, Ideen sammeln, Ausprobieren und mit Menschen umgehen.

Als Autodidaktin begann sie 1977 mit der Aquarellmalerei. 1979 brachte sie Bleistiftzeichnungen mit Motiven der Stadt Attendorn heraus.1980 wurde sie von Klaus Droste, damaliger Leiter der VHS Olpe, angesprochen Mal- und Zeichenkurse zu geben.

Von 1981 bis 2016 gab sie als Dozentin in der VHS Unterricht im Zeichnen und Aquarellieren – an drei Abenden in der Woche und Mittwochvormittags im eigenen Atelier. Unter ihrer Leitung stellten die Teilnehmer der Malkurse ihre Arbeiten im Rhythmus von drei Jahren der Öffentlichkeit vor. Praktisches Arbeiten in der freien Natur, das gab es in den 14-tägigen Sommerkursen mit anschließenden Ausstellungen. Als Mitarbeiterin im Kinderatelier konnte sie ihre Lust und Freude am Malen an die kleinen Künstler weitergeben.

„In all den Jahren hat meine Mutter in vielen Menschen die Liebe zur Kunst geweckt“, so Tochter Christiane Schürhoff, die sich freut, dass zahlreiche Werke ihrer Mutter nun endlich mal in einer Ausstellung gezeigt werden.

Stillleben, Portraits – Kohle und Bleistift

Im Laufe der Jahre fand die gelernte Bekleidungstechnikerin Elke Schmitz immer wieder etwas Zeit für ihre eigene Malerei. So entstanden unter anderem viele Aquarellzeichnungen, Stillleben, Portraits, Selbstbildnisse, Kohle- und Bleistiftzeichnungen. Sie befasste sich auch mit dem plastischen Gestalten und nahm an privaten Wochenendkursen teil. Es entstanden verschiedene Töpferarbeiten, keramische Gefäße und Plastiken. 

2003 erkrankte ihr Mann und sie pflegte ihn liebevoll zu Hause. Das Unterrichten wollte sie aber nicht aufgeben. „Meine Mutter hat besonders in der Zeit viel Kraft aus ihrer pädagogischen künstlerischen Arbeit geshöpft“, so Christiane Schürhoff. Nur anderthalb Jahre nach dem Tod ihres Mannes verstarb Elke Schmitz am 1. November 2016 plötzlich und unerwartet an den Folgen einer Hirnblutung. Ihre größte Leidenschaft mit der Kunst war es, die Lust und Liebe am Malen weiterzugeben, sich immer wieder auf die Stunden vorzubereiten, für neue Ideen, Aufgaben, Techniken zu sorgen, um neu begeistern zu können. Ihr Motto: „Malen macht glücklich“. Auch wenn durch die Arbeit für die Volkshochschule immer mal einzelne Werke der Attendornerin gezeigt wurden, so ist die Ausstellung im Attendorner Rathaus nun erstmalig ein Blick in ihr Lebenswerk. Die Zeichnungen, Aquarelle und Skulpturen zeigen Erlebtes, Eindrücke und Erinnerungen und sind nicht zuletzt für die unzähligen Schüler der Künstlerin eine einmalige Chance, das Werk von Elke Schmitz zu würdigen. Die Ausstellung im Rathaus wird am Sonntag, 5. Mai, um 11 Uhr eröffnet. Familie und Freunde sind dazu eingeladen. Zur Begrüßung sprechen Uli Selter und Klaus Droste. 

Die Galerie des Rathauses ist zu folgenden Zeiten geöffnet: montags von 7.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr, dienstags, donnerstags und freitags von 7.30 bis 12.30 Uhr, mittwochs von 7.30 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare