Eine "Dynastie" regiert in Ennest

Königspaar und Hofstaat wurden nach dem kurzen Marsch durch die Halle herzlich begrüßt. Fotos: Anette Leusmann

Die Ennester St.-Margareta-Schützen feierten am Wochenende Schützenfest und ließen sich auch durch das Wetter die gute Stimmung nicht vermiesen. Besonderen Grund zum Feiern hatte die Familie Bruns.

David Bruns trat erst am vergangenen Samstag — nach Erreichen des 16. Lebensjahres — in den Schützenverein ein. Kollege Julian Schrottke stellte David dann sofort die Frage aller Fragen: "Schießt Du auf den Vogel?" — "Ja, mal sehen", lautete zu diesem Zeitpunkt noch die sybillinische Antwort. "Ich habe es versucht und geschafft", freute sich der neue Jungschützenkönig dann am Sonntag.

Mit dem 135. Schuss hatte er sich an der Vogelstange gegen seine acht Mitbewerber durchgesetzt. "Julian hat nun mehr Geld im Portemonnaie, denn er setzte als Einziger auf mich", lachte David Bruns. Der Schüler der Attendorner St.-Ursula-Realschule wählte Lisa Zimmer zu seiner Königin. In seiner Freizeit spielt er Tennis.

Da Sohn David unter der Vogelstange so erfolgreich war, griff auch Vater Jürgen am Montag zum Gewehr. "Ich habe ihm versprochen, wenn du gewinnst, schieße ich auch", erklärte Jürgen Bruns am Nachmittag. Mit seinem einzigen Mitbewerber Tobias Schrottke kämpfte er Schuss für Schuss um den Titel. Mit dem 185. Schuss war der Vogel dann endlich besiegt.

Seit 25 Jahren werden die Ennester Schützen mal wieder von einem Vater-Sohn-Gespann regiert. Besonders groß war die Freude darüber bei Tochter und Schwester Josephine, sowie der neuen Königin Sabine Fuchs, die Bruns trotz einer Magenverstimmung zur Seite stand.

Der neue Schützenkönig ist 46 Jahre alt und Informationstechniker. Zu seinen Hobbys gehören Tennis, Musik und sein Cabriolet.

Nachdem es beim Vogelschießen noch trocken blieb, setzte kurz danach kräftiger Regen ein. Trotz flehender Blicke aller Beteiligter zum Himmel, hörte es nicht mehr auf zu "schütten". Der geplante Festzug wurde kurz nach 17 Uhr vom Vorstand abgesagt. "Ungewöhnliche Umstände erfordern ungewöhnliche Maßnahmen", erklärte Schützenhauptmann Hubertus Jung später.

Kurzerhand wurden der Hofstaat und das Königspaar mit Taxis in die Schützenhalle gefahren und dort nach dem Einzug kräftig gefeiert.

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