Eintracht der Attendorner Schützen auf der Jahreshauptversammlung

Sebastian Klimpel, Sascha Koch, Christian Heuel und Christian Schnatz (v.l.) sind die neuen Mitglieder des Beirates der Attendorner Schützen. Fotos: Andrea Vollmert

Johannes Höffer nun Ehrenmitglied — Vier neue Gesichter im Beirat

Attendorn. (avo)

Wahlen, Verabschiedungen und Erklärungen zur Blockwahl standen am vergangenen Wochenende im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Schützengesellschaft in Attendorn.206 Schützenbrüder waren der Einladung von Hauptmann Markus Harnischmacher nachgekommen und folgten einer einvernehmlichen Sitzung, die fast pünktlich um 11 Uhr begann.

Höhepunkt waren die Vorstandswahlen. Zum einen stand Hauptmann Markus Harnischmacher zur Wahl. Einstimmig sprach sich die Versammlung dafür aus, dass der Attendorner weitere vier Jahre im Amt bleibt.

Außerdem gab es viel Bewegung im Beirat. Mit Olaf Homberg, Rudolph Hoff-mann, Horst Worenkämper und Klaus Hoffmann stellten sich gleich vier Beiratsmitglieder zur Wiederwahl und erhielten die volle Zustimmung der anwesenden Schützen. Auf eigenen Wunsch schieden jedoch auch vier Beiratsmitglieder aus ihrem Amt aus. Rolf Fassbender (neuer Vorsitzender der Königskompanie), Fahnenschwenker Hans-Josef Schnatz, den Markus Harnischmacher als das wohl größte Attendorner Schwenktalent der vergangenen 100 Jahre bezeichnete, Josef Kemmerich (er brachte laut Hauptmann viele Talente mit und hat stets Vollgas gegeben) und der ehemalige Vorsitzende der Königskompanie Johannes Höffer stellten sich auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Wahl.

Sie alle wurden mit großem Beifall "entlassen". Auf Antrag von Rolf Fassbender wählte die Versammlung Johannes Höffer außerdem zum Ehrenmitglied der Gesellschaft. Alle vier erhielten persönliche Geschenke. Die vier frei gewordenen Stellen im Beirat galt es nun, neu zu besetzen. Mit Christian Schnatz, Sebastian Klimpel, Christian Heuel und Sascha Koch standen die Nachfolger schnell fest.

Neben dem Jahresrückblick und zahlreichen anderen Regularien musste natürlich auch die Kassenlage geprüft werden. Trotz im vergangenen Jahr hoher Ausgaben (Renovierungen Bieketurm und so weiter) ist die Kassenlage laut Kassierer Thomas Höffer sehr stabil, und so wurde dem Vorstand Entlastung erteilt.

Ein erfreulicher Beschluss für die Mitglieder war die Tatsache, dass die Beiträge nicht erhöht werden sollen.

Nach einem Ausblick auf das Jahr 2008, in dem neben dem Schützenfest besonders die Feierlichkeiten zum 425. Jahrestag des Katzenschusses in Bilstein im Mittelpunkt stehen werden, schloss eine harmonische Sitzung in der Stadthalle.

Besonders positiv wurde die Vorgehensweise der Schützen bei den Wahlen zum Beirat aufgenommen. Trotz der unschönen Diskussionen der vergangenen Tage zum Thema Blockwahl beim SV 04 Attendorn (der SAUERLANDKURIER berichtete) hatte sich der Vorstand der Schützen dazu entschieden, seine Beiratswahlen — wie in den vergangenen Jahren auch — "en bloc" durchzuführen.

Schriftführer und Rechtsanwalt Harald Kröning hatte jedoch zuvor eine Stellungnahme zu diesem Thema verlesen, die frenetischen Beifall erhielt. Dort hieß es, "dass wir die Art und Weise, wie derzeit die Diskussion insbesondere in der Öffentlichkeit geführt wird, und insbesondere die Tatsache, dass diese Diskussion durch anonyme Briefeschreiber ausgelöst wurde, nicht nur bedauern, sondern ablehnen. Wer jemals eine Tätigkeit für einen Verein übernommen hat, und wer diese Tätigkeit unter Umständen auch noch geschäftsführend ausgeübt hat, weiß, wie viele Probleme es gibt". Harald Kröning zeigte seine Solidarität mit den Worten: "Wir können daher an dieser Stelle nur mitfühlen mit den jetzt Verantwortlichen beim SV 04, die es sich auf die Fahnen geschrieben haben, zum Wohle ihres Vereins die Tätigkeit zu übernehmen und denen gleich zu Beginn ein Wind entgegenbläst, der nach unserer Auffassung ihnen auch die Chance nehmen könnte, eine vernünftige Arbeit aufzubauen."

Gleichwohl stellte Harald Kröning klar, dass die Blockwahlen bei den Schützen einen anderen Charakter haben. Hier geht es nicht um den geschäftsführenden Vorstand sondern um den Beirat, der nicht in Vereinsregister eingetragen wird.

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