"Blumen für einen blühenden Neustart"

Der Weltladen Attendorn: neuer, schöner, größer

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Zur Eröffnung der neuen Ladenräume begrüßte das Weltladen-Team in Attendorn gemeinsam mit Bürgermeister Christian Pospischil (3.v.r.) zahlreiche Gäste.

Attendorn – Immer mehr füllte sich der "neue alte" Weltladen in der Ennester Straße in Attendorn mit interessierten Besuchern und Gratulanten zur Eröffnung der neuen Geschäftsräume.

Viele Gäste brachten Blumen oder kleine Präsente mit. So auch Dorothea Weber von der "GEPA – The Fair Trade Company", die den weiten Weg aus Wuppertal gekommen war und „Blumen für einen blühenden Neustart“ mitbrachte. Neben den neuen Nachbarn, Freunden, Bekannten und Verwandten des Teams des Weltladens konnten auch prominente Gäste aus Politik, Kirche und Stadt begrüßt werden. Die Mitarbeiter des Weltladens schienen über den großen Andrang selbst überrascht zu sein und schon bald war der kleine Laden bis in die letzte Ecke gefüllt. 

Adelheid Lütteke begrüßte die Gäste und gab das Wort an Bürgermeister Christian Pospischil weiter. Er habe sich wie die anderen Gäste von der Atmosphäre und den Produkten verzaubern lassen. Pospischil betonte das große Interesse und das Engagement am Thema „Fairtrade“. 

Die Gäste konnten in den neuen Geschäftsräumen stöbern.

Die Zahl der Mitarbeiter und der Unterstützer würde immer mehr zunehmen. Seit 2011 ist die Stadt Attendorn als „Fairtrade“ Stadt ausgezeichnet und zahlreiche Vereine und Privatpersonen wirken dabei mit. „Es geht von A wie Akademie Biggesee bis W wie Winkelmann“, sagte Bürgermeister Pospischil und sorgte für Erheiterung der anwesenden Gäste. Er sei beeindruckt, dass der Umzug des Weltladens innerhalb von nur einem Jahr vonstatten gegangen sei. Er dankte dem Ehepaar Pieper für die neuen Räumlichkeiten sowie dem Ehepaar Schuster und Anselm Klewes für die Bereitstellung des Mobiliars. Pospischil erklärte, dass die Stadt einen Mietzuschuss als Unterstützung leistete. Er hob auch andere Projekte wie das Crowdfunding der Volksbank und private Spenden hervor, mit deren Unterstützung der Umzug und die Einrichtung des Weltladens ermöglicht worden war. 

„Fairer Handel setzt eine faire Beschaffenheit zwischen Produzenten und Konsumenten voraus“, erläuterte Christian Pospischil. „Uns können die Arbeitsbedingungen in Costa Rica nicht egal sein.“ In diesem Zusammenhang wurde auch die Bemühung angesprochen, andere für „Fairtrade“ zu begeistern und die wichtige Bedeutung heutzutage zu unterstreichen. In diesem Zusammenhang plant Pospischil mit der polnischen Partnerstadt Rawicz das Thema anzusprechen. „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier“, zitierte der Bürgermeister zum Abschluss seiner Rede Mahatma Gandhi und betonte noch einmal, dass das lokale Handeln einen globalen Charakter habe. Es sei „nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch“.

Besucher und Gratulanten fanden Anregungen für Geschenkideen.

Im Anschluss bedankte sich Adelheid Lütteke mit ihrem Team für die vielfältige Unterstützung. Das Interesse der Kunden sei so groß gewesen, dass schon bei der Einrichtung der neuen Ladenräume nach einer Möglichkeit des Kaufes der neuen Produkte gefragt wurde. „Wir überlegen schon, ob wir Hoberg einnehmen sollen“, scherzte Lütteke und sorgte für die Belustigung der Anwesenden. Ihre Kollegin Luise Springob gestand, dass bei der ganzen „Frauenpower“ auch die Hilfe von „echten Mannsbildern“ nötig war. Viele Helfer kamen spontan vorbei, doch das „Kleeblatt“, bestehend aus Christoph Kaufmann, Mike Wilhelms, Marius Lütteke und Josef Lütteke, wurde für seine harte Arbeit hervorgehoben. Jedoch war nur Josef Lütteke anwesend und nahm seinen „Fair-Dienstorden“ für ordentliche Leistung in Empfang und durfte sich mit „Ru(h)m bekleckern“. Außerdem „duftete es herrlich nach Männerschweiß“, so Springob schmunzelnd über die Arbeiten. Zum Abschluss bedankte sich Winfried Hütte bei seinen Kolleginnen. Er sei irritiert und begeistert gewesen von den vielen Ideen. „Ohne unsere Frauen wäre das alles nicht möglich gewesen.“

Josef Lütteke wurde für seine "ordentliche" Arbeit mit dem "Fair-Dienstorden" geehrt.

Neue Öffnungszeiten:

Dienstag, donnerstags und freitags: 14.30 bis 18 Uhr

Mittwochs und samstags: 9.30 bis 13 Uhr

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