Es geht rund bei "Karneval im Ochsenstall"

Die Laienschauspieler der Theatergruppe Helden peppen gekonnt das eh schon turbulente Stück immer wieder durch spontane Gags und improvisierte Passagen auf.

Von einer erfolgreichen Premiere ihres neuen Stücks "Karneval im Ochsenstall" kehrten die Akteure der Theatergruppe Helden kürzlich aus Gütersloh zurück. Bereits zum dritten Mal waren die Heldener Improvisationskomödianten zu Gast in Ostwestfalen.

Die Pfarrgemeinde Liebfrauen in Gütersloh-Kattenstroth, in der der ehemalige Akteur Norbert Scheckel als Pastor tätig ist, hatte zum Theaterabend zugunsten der Arco Iris-Stiftung in Bolivien eingeladen.

Nächste Aufführung am 27. Dezember

Im voll besetzen Pfarrsaal erfreuten sich 130 Zuschauer am gut zweistündigen Spektakel rund um die Gründung eines Karnevalsvereins. Die Handlung des Stückes ist schnell erzählt: Einige wackere Bürger wollen einen Verein gründen. Aber was soll das für ein Verein werden? Jeder hat da andere Interessen. Nur dem geltungssüchtigen Unternehmer Heini Baumeister (Maik Wegner) ist das egal, wenn er bloß Vorsitzender werden kann. Aber schließlich hat der italienische Pizzabäcker Roberto (Tobias Schmidt) die zündende Idee einen Karnevalsverein zu gründen. Zum Festsaal wird der Ochsenstall des Ochsenwirts umgebaut. Alle verfügbaren Kräfte müssen sich am Fastnachtsprogramm beteiligen. Die Pfarrersköchin Judith Frohmut (Steffie Wegner) wacht dabei über die Moral. Das Wirtsehepaar Friedrich und Katharina Ochs (Klaus Gabriel und Susanne Menke) gedenkt, sich eine goldene Nase zu verdienen.

Der einfältige Bauer Hubert Lämmle (Uli Gabriel) will nur seine hässliche Tochter Adelheid (Vivien Köster) als Prinzessin unterbringen. Aber da geschehen am Rande noch ganz andere Dinge. Die Halbgeschwister Jochen (Marius Gabriel) und Steffi (Jana-Maria Keine) sind plötzlich gar nicht mehr verwandt miteinander. Die hübsche Carmen aus der Stadt (Lisa Gabriel), ein Findelkind, forscht nach ihrer Mutter und erfährt nach langer Suche etwas über sie. Bis es aber soweit ist, gibt es viele Vermutungen und Verdächtigungen. Und trotz aller Schwierigkeiten und der vergessenen Musikkapelle, trotz vertauschter Vorträge und allerlei Zerwürfnissen, bringt die bunte Truppe ein erfolgreiches Karnevalsprogramm auf die Bühne: "Karneval im Ochsenstall".

Publikum bei Premiere begeistert

Vom ersten Satz sprang der Funken von der Bühne auf das Publikum über, dem die so typische Art der Darstellung sichtlich gefiel: Die zehn Laienschauspieler spielten den Dreiakter nicht einfach Text getreu herunter, sondern peppten gekonnt das eh schon turbulente Stück immer wieder durch spontane Gags und improvisierte Passagen auf. Neben Vivien Köster, Jana-Maria Keine und Tobias Schmidt feierte auch Souffleuse Luisa Gabriel ihre Premiere.

Die nächste Aufführung findet am Sonntag, 27. Dezember, um 17 Uhr im Landhotel Struck in Niederhelden statt. Gegen eine Spende für den Kölner Verein "LebensWert" ist ab 16 Uhr Einlass zur Wohltätigkeitsaufführung. Dafür findet kein Vorverkauf statt.

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