Herrensitzung als Auftakt für die närrischen Tage

Geiselnahme bei Kattfillers

Drei Bewaffnete der „KG Isch kann’s“ nahmen die Besucher der Herrensitzung als Geiseln. Fotos: Andrea Vollmert

Geiselnahme in der Attendorner Stadthalle. Das Szenario lässt das Blut in den Adern gefrieren: Drei Männer, bis an die Zähne bewaffnet, übernehmen die Macht – gerade als die Stimmung bei der Herrensitzung auf dem Siedepunkt ist.

Die Attentäter bedrohen alle Gäste – mitsamt anwesendem Elferrat und Prinz Jörg I. Brokamp.

Die drei Bewaffneten gehören zur bekannten Gruppe der.... „KG Isch kann’s“ und wollten den Saal nur dann ohne Einsatz ihrer Waffen verlassen, wenn ihre Forderungen erfüllt werden. Zur Sprengung kam es aber nicht, selbst Schüsse blieben aus und so blieb es bei Lachsalven, die allerdings alle der zahlreichen Gäste trafen.

Mit der Herrensitzung in der Stadthalle haben die Kattfiller am Sonntag einen Auftakt hingelegt, der schon jetzt Lust macht auf mehr. Neben der Geiselnahme bot das Programm viele gekonnte Tänze. Aber auch Büttenreden standen bei den Männern ganz hoch im Kurs. Andreas Schäfer hat kein Verständnis, dass immer nur Rücksicht genommen wird auf Muslime und Juden. „Von den Ölpern und Siegerländern spricht kein Schwein“, so der Hampeiter vom KattfillerMerkur. Er hatte sich im vergangenen Jahr aufgemacht zu einem Waffenverkauf im Haus Mutter Anna, zu dem eine Zeitung eingeladen hatte. „War aber nur ein Waffelverkauf“, so der Attendorner zu einem fatalen Tippfehler. Erstmalig gelang es dem leidenschaftlichen BVB-Fan sogar, mal nicht „über die Blauen“ herzuziehen. Stattdessen nahm er seinen Lieblingsclub aufs Korn – zur Freude der Gäste im Saal.

Weiteres Highlight in der Bütt war Cilli Alperscheid, die ihren Mann Jupp in der Versammlung vergeblich suchte und ihn auch das ein oder andere Mal durch den Kakao zog.

Mit Bravour: „En twersen Lümmel“

Erstmalig und mit viel Herzklopfen war Christian „Hömpfe“ Höffer in der Bütt – und schlug sich wie ein „alter Hase“. Mit derben Sprüchen hatten der „twerse Lümmel“ natürlich die Sympathien schnell auf seiner Seite. Die Vorstandsfrauen der Schützen wurden da mal schnell zu den „Lästerschwestern“. Elferratsfrau Viola Maiworm mutierte zur Supernanny für den „Embryo des Elferrates, Christopher Huperz“. Wie viele andere, durfte auch „Hömpfe“ die Bühne erst nach einer Zugabe verlassen.

Weiter auf Seite 26 (Von Andrea Vollmert)

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