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Geringe Strahlendosis

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In einer der ersten Kliniken in Deutschland, im Krankenhaus St. Barbara Attendorn, wurde vor wenigen Wochen ein neuartiges mobiles Röntgen-Durchleuchtungssystem in der Abteilung für Gefäßchirurgie in Betrieb genommen.

Im Vergleich zu herkömmlichen Durchleuchtungssystemen, die mit einem analogen Bildverstärker arbeiten, verfügt dieses zur Zeit deutschlandweit einzige System über einen digitalen Bildempfänger, einen sogenannten Flachdetektor mit einer Aufnahmematrix von mehr als zwei Millionen Bildpunkten. "Vorteil dieser neuartigen Technologie ist eine geringere Strahlendosis bei einer verbesserten Bildqualität", freut sich der leitende Oberarzt für Gefäßchirurgie, Harald Führer, der dieses Gerät vor allem bei minimalinvasiven Aneurysma-OPs der Bauchschlagader mit seinem Team einsetzt. Bei einem Aorten-Aneurysma handelt es sich um eine Aussackung innerhalb der Bauchschlagader, die bei Nichtbehandlung reißen und zu lebensbedrohlichem Blutverlust des Patienten führen kann. Hierbei wird im Kran-kenhaus St. Barbara ein modernes Verfahren eingesetzt, bei dem über zwei kleine Zugangswege in den Leisten des Patienten ein Katheter in die Aorta eingeführt wird. Über diesem Katheter wird dann eine Gefäßprothese, eine sog. Anaconda-Y-Prothese in die Aorta eingebracht.

Mit der Verpflichtung des ltd. Oberarztes und Chefarztvertreters Harald Führer im vergangen Jahr, konnte in der Gefäßchirurgie das Leistungsspektrum deutlich erweitert werden. Die Resonanz bei Patienten und niedergelassenen Ärzten ist laut Aussage der Klinik, inzwischen entsprechend gut. So mussten u. a. bereits die Ambulanzzeiten der Abteilung für Gefäßchirurgie erweitert werden.

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