Geschlossenheit hat den Ausschlag gegeben

Timo Winheller kann sich mit Recht die Hinrundentabelle ins Stammbuch heften. Der junge, dynamische Trainer-Neuling hat offensichtlich nicht viel falsch gemacht.

Nachdem sich der SV 04 in der Vorsaison noch vor dem Abstiegsgespenst gruseln musste, gibt es diesmal viel Grund zum Jubeln. Winheller arbeitet effizient mit seiner bunt zusammen gemischten Truppe. Er findet stets die richtige Ansprache, weiß die vielen Jungkräfte richtig anzupacken und in die Verantwortung zu nehmen.

So wuchsen Spieler wie Julian Opitz oder Hasan Dogrusöz zu richtigen Stützen im Korsett des SV 04 heran. Sie können sich Seite an Seite mit erfahrenen Spielern wie Thomas Tkocz, Dawid Jaworski oder Mauro Cervellino entwickeln.

Augenscheinlich hat man in der Hansestadt die richtige Mischung gefunden. Das findet auch Spielertrainer Winheller: "Unsere mannschaftliche Geschlossenheit hat den Ausschlag zu einer so guten Hinrunde gegeben." Auch ein Schlüsselspiel hat Winheller ausmachen können: "Der 2:1-Sieg bei Rot-Weiß Lüdenscheid hat uns ein enormes Selbstbewusstsein gegeben."

In der Folge blieben die "04er" gegen alle Topteams der Liga ungeschlagen. Und auch insgesamt stehen nach jetzt 17 Spielen 14 Siege und 3 Unentschieden zu Buche. Das bedeutet nicht nur den Status "unbesiegt", sondern auch Platz Eins. Das ist nicht nur für alle Fußballkenner eine faustdicke Überraschung, sondern insbesondere für die Protagonisten des SV 04 selbst: "Wir sind natürlich mehr als zufrieden. Das war so nicht zu erwarten. Uns hatte ja auch niemand auf der Rechnung", so Spielertrainer Timo Winheller weiter.

Spieltaktische Grundlage für den aktuellen Erfolg ist vor allem die herausragende Umsetzung der Viererkette. Bei aller defensiven Sicherheit befindet Winheller einzig den Makel der "Chancenauswertung", die seiner Meinung nach besser werden muss. Für die Rückrunde wurde der Kader um Stürmer Christopher Lieblang vom SSV Bergneustadt erweitert. Dem steht der Abgang von Florian Hesse (zu Türk Attendorn) gegenüber.

Für den weiteren Saisonverlauf wünscht sich Timo Winheller: "Wir würden gerne bis zum Schluss oben mitspielen, ohne jeglichen Druck aufsteigen zu müssen oder zu wollen. Wir schauen ganz befreit, was nachher dabei herausspringt." Am Rande des Derbys in Dünschede fügte er noch hinzu: "Wir lassen uns nicht auf den Begriff Meisterschaft festnageln"

Einziges Problem: Wenn seine Mannschaft so weiter macht, glaubt man ihm diese Aussage nicht mehr lange.

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