Gottesdienst via YouTube und Co

Pastoralverbund Attendorn sucht nach neuen Wegen

Der Pastoralverbund Attendorn versucht das kirchliche Leben über Social Media der momentanen Lebenssituation anzupassen.

Attendorn – In Zeiten von Corona ist auch das kirchliche Leben in der gewohnten Weise nicht möglich. Deshalb suchen auch die Hauptberuflichen im Pastoralverbund Attendorn nach neuen Möglichkeiten, wie der Glaube unter diesen Umständen geteilt werden kann.

Die Pfarrnachrichten, die üblicherweise in den Kirchen ausliegen und die Gläubigen über die Gottesdienste und Aktuelles unterrichten, sind durch ein Faltblatt ersetzt. Das kann man auch auf der Internetseite des Pastoralverbundes Attendorn (attendorn-katholisch.de) abrufen – und vielleicht sogar dem nicht so mit moderner Technik vertrauten Nachbarn in den Briefkasten werfen. Hier setzen die Priester und Gemeindereferentinnen auf die Initiative der Gläubigen. Zudem betonen sie, dass sie und auch das Pastoralverbundsbüro weiter ganz klassisch per Telefon zu erreichen sind.

„Wichtig ist uns das Gebet“, so Pfarrer Andreas Neuser. „Deshalb bleiben die Kirchen weiterhin für das persönliche Gebet geöffnet.“ Neben der täglichen Messfeier der Priester, die aus verständlichen Gründen nicht öffentlich stattfinden kann, laden die Glocken der katholischen Kirchen einträchtig mit den Glocken der evangelischen Kirche täglich um 19.30 Uhr zum Innehalten ein. Per Telegram-Kanal werden zeitgleich Gebetsanregungen versendet. Daneben können unter gebet@attendorn-katholisch.de Gebetsanliegen geteilt werden.

Einmal wöchentlich erscheint zur Zeit unter dem Motto “Attendorner Impulse” ein Video bei Youtube. „Auf dem Videoportal arbeiten wir aktuell auch an der Möglichkeit von Livestreams, beispielsweise der Gottesdienste oder vielleicht sogar des Semmelsegen“, kündet Vikar Sascha Heinrich an. „Es soll auf diesem Weg auch Angebote für die Erstkommunionkinder und Firmbewerber geben." Der Instagram-Kanal wird in den nächsten Tagen immer mal wieder mit Inhalten für dortigen Abonnenten bespielt. Digitale Beiträge der Messdienerleiterrunde von St. Johannes Baptist gibt es bereits dort.

„Das alles sind Versuche, als Kirche präsent zu bleiben“, erklärt Gemeindereferent Alexander Müller, der die vielen digitalen Angebote koordiniert. „Schön wäre es natürlich, wenn es von Seiten der Gläubigen auch Rückmeldungen geben könnte. Wir sind ganz offen für das, was andere an Ideen einbringen!“

Am Palmsonntag soll es auch den gesegneten Palmbund geben können. An dem davor liegenden Samstag kann man den Bund in einen Korb legen, der in den Kirchen zu diesem Zweck aufgestellt wird. Die Priester werden am Sonntag morgen durch den Pastoralen Raum fahren, um die Palmbunde vor Ort zu segnen. Nachmittags können sie dann wieder abgeholt werden. „All das, was wir da tun“, so Pfarrer Neuser, „sind Versuche, dass kirchliche Leben den momentanen Lebensbedingungen anzupassen. Wichtig ist, dass wir in Gedanken und im Gebet verbunden bleiben.“

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