Großalarm in Sondern

Die DLRG suchte mit mehreren Booten nach dem vermeintlichen zweiten Mann. Fotos: Achim Gandras

Es könnte der teuerste Junggesellenabschied werden, der jemals auf einem Schiff der Weißen Flotte auf dem Biggesee gefeiert wurde.

Wohl aus einer Bierlaune heraus sprang das Mitglied einer Festgesellschaft am Samstagnachmittag von der Reling eines Ausflugsschiffes aus bei voller Fahrt ins Wasser.

Da "Mann über Bord" jedoch kein Spaß ist, wurden die Rettungskräfte informiert, wobei sich erschwerend erweisen sollte, dass Augenzeugen eine zweite Person gesehen haben wollen, die ebenfalls über Bord gesprungen sei.

Spaßvogel Nummer Eins war schnell wieder auf dem Trockenen, vom zweiten fehlte jedoch jede Spur.

Zwar gab es nur den einen Hinweis eines Augenzeugen, dass eine zweite Person involviert sein sollte, dennoch rechnen die Rettungskräfte in einem solchen Fall immer mit dem Schlimmsten: Daher wurde zur Bergung einer vermissten Person nicht nur DLRG, Feuerwehr, Polizei und das DRK eingeschaltet, es wurde schließlich auch noch ein Hubschrauber eingesetzt, um die Suche zu unterstützen. Zu allem Übel ergoss sich auch noch während des Einsatzes ein derart heftiger Gewitterschauer, dass der Hubschrauber zur Sicherheit in Sondern auf einem Parkplatz landen musste.

Bis zum frühen Abend fehlte von der ominösen zweiten Person noch jede Spur.

Die Festgesellschaft hatte sich nach dem Auffischen des ersten Springers als wieder vollständig erklärt, was die Existenz eines zweiten Springers vorerst unwahrscheinlich macht.

Die Polizei wird hingegen sicher noch einige unbequeme Fragen stellen, ob nicht doch ein Zweiter dabei war.

Was den stundenlangen Einsatz der zahlreichen Rettungskräfte samt Hubschraubers, LKW und Booten angeht, dürfte ein Schuldiger durchaus gesucht sein.

So einen Samstagnachmittag zahlt man jedenfalls nicht aus dem Sparschweinchen zur Hochzeit.

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