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Guter Tag für Südwestfalen

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NRW-Wirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger (l.) übergab gestern den Bewilligungsbescheid über 14,8 Millionen Euro an ACS-Geschäftsführer Prof. Helmut Schulte. Foto: harpo
NRW-Wirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger (l.) übergab gestern den Bewilligungsbescheid über 14,8 Millionen Euro an ACS-Geschäftsführer Prof. Helmut Schulte. Foto: harpo

Minister sind gern gesehen - wenn sie mit prall gefülltem Säckeln zu Besuch kommen. Und so fand gestern in der Attendorner Lehrwerkstatt Landeswirtschaftsminister Harry Kurt Voigtsberger auch nur strahlende Gesichter. Im Gepäck hatte der Mann aus Düsseldorf den Bewilligungsbescheid für das Automotive Center Südwestfalen, kurz ACS.

14,6 Millionen Euro stellt das Land NRW in den kommenden drei Jahren für dieses zukunftsträchtige Forschungs- und Entwicklungszentrum im Rahmen der Regionale 2013 in Attendorn bereit, weitere etwa 4 Millionen steuern die Träger-GmbH - an der Innovationsplattform sind die Uni Siegen, die Fachhochschule Südwestfalen, der Kreis Olpe, die Stadt Attendorn, VIA Consult, Kirchhoff Automotive, LEWA Attendorn, Gedia, Ejot, C. D. Wälzholz, Fara Verwaltungs-GmbH und der aus 75 kleinen und mittelständischen Unternehmen bestehende Trägerverein beteiligt - bei.

82 Träger sind im Center vereint

Kein Wunder, dass Landrat Frank Beckehoff in seiner Eigenschaft als Aufsichtsvorsitzender der GmbH, den gestrigen Tag als einen "guten Tag für Südwestfalen" und insbesondere den Kreis Olpe bezeichnete: "Gemeinsam mit dem ,Kompetenzzentrum Fahrzeug-Elektronik' in Lippstadt wird unter dem Stichwort ,Automotive Kompetenzregion Südwestfalen' in die Zukunftsfähigkeit und den Fortschritt investiert." Immerhin, so Beckehoff, seien mehr als 30.000 Menschen in Südwestfalen in der Automobil-Zuliefererbranche beschäftigt und erwirtschafteten jährlich mehr als sieben Milliarden Euro.

"Deutschlands einziger Rohstoff sitzt zwischen den Ohren. Wir sind in 27 Branchen und bei den Patenten Weltmeister", schilderte Arndt G. Kirchhoff knapp die Lage der deutschen Wirtschaft. Es gelte, diesen Podiumsplatz durch permanente Innovation zu verteidigen, wobei der Region innerhalb Deutschlands im Metallsektor ebenfalls der Spitzenplatz zukomme. Ausruhen gibt es für den "Innovation ist dann richtig und lohnenswert, wenn sie möglichst schnell als Produkt marktfähig gemacht und in die Serienproduktion eingebaut werden kann. Eine Innovation der kleinen, schnellen Schritte sicher Arbeit", so der Attendorner Unternehmer und ACS-Mitgesellschafter.

Als "bundesweit einmaliges PP-Projekt, an dem Hochschulen, Kommunen und mittelständische Industrie" beteiligt sind, bezeichnete der Siegener Uni-Professor Peter Haring Bolivar das ACS: "Das Forschungsnetzwerk ACS kann ein modellhaftes Pilotprojekt für ganz Deutschland sein." Die Art der "Finanzierung aus Forschungs- und Strukturförderung" sei neu, "das Center ist eine seh gute Form, um den Technologietransfer von der Hochschule in die Industrie optimal zu garantieren." Das ACS, so formulierte es dessen Geschäftsführer Prof. Helmut Schulte, "soll führender Entwicklungsdienstleister für den automotiven industriellen Leichtbau werden"

Mehr derartiger Zentren wünscht sich Minister Voigtsberger: "Innovation muss sofort umgesetzt werden."

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